Samstag, 30. November 2013

Rezension: Schöne Dinge selbst gestalten


Weihnachtszeit ist Bastelzeit - zumindest bei mir zu Hause. Deshalb war ich auch sehr glücklich, als ich mit Blogg dein Buch und h.f.ullmann ein neues Buch für Selbermacher zugeschickt bekam. Ich brauche dringend noch ein paar schöne Inspirationen für kleine selbstgemacht Geschenke. Mit diesem Buch wollte ich also voller Tatendrang in die Weihnachtszeit starten... doch meistens kommt es ja doch immer anders als man denkt. Aber lest selbst, was ich über dieses Buch zu berichten habe. 



Rahmendaten
Verlag: h.f.ullmann 
Seiten: 360
ISBN: 978-3-8480-0524-6



Zum Inhalt:
Unterschiedlichste Materialien laden jeden Selbermacher zum Werkeln, Ausprobieren und Gestalten ein. In dem Buch "Schöne Dinge selbst gestalten" werden über 140 verschiedene Ideen präsentiert, die zum kreativen Nachmachen anregen. Techniken, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Fotografien zeigen den Weg vom Rohmaterial zum fertigen Werk.

Rezension:

Als ich voller Vorfreude auf neue und kreative Ideen das Buch "Schöne Dinge selbst gestalten" öffnete, schlug ich prompt eine Seite auf, die sich mit dem Gestalten von Gelkerzen beschäftigte. Ich wurde sofort an meine Jugend erinnert, in der ich selbst solche Kerzen anfertigte und an meine halbe Verwandtschaft verschenkte. Eine schöne Idee, die aber tatsächlich nicht neu ist. 



Genau den gleichen Eindruck hatte ich von den folgenden Seiten, die ich aufschlug - und schnell wurde mir bewusst, dass ein Teil des Buches im Grunde eine schöne Aufbearbeitung von "alten" Selbermacherideen ist. Mit schönen Fotografien, Materiallisten und kleinen anschaulichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen ist jede der Gestaltungsideen interessant und ansprechend umgesetzt. Doch schnell wird bei genauerer Betrachtung der Seiten klar, dass man es hier mit einem Buch zu tun  hat, welches auch ein großes Bastler-Equipment voraussetzt. 




So beschäftigen sich viele der Ideen mit der Brandmalerei auf Holz oder Glas, welche ich zwar sehr schön finde, doch sich für mich wohl nicht so einfach umsetzen lassen werden, da mir das nötige Material fehlt. Zudem finde ich es zwar gut, dass all die dargestellten Techniken im Buch auch ausführlich erklärt werden, doch leider habe ich beim Lesen sehr schnell das Gefühl, dass alles zu schnell abgehakt wird. So kann ich mit diesen Seiten zwar die Grundtechniken des Häkelns theoretisch erlernen, doch ich glaube nicht, dass mir die Zeichnungen und Beschreibungen tatsächlich weiterhelfen werden, um "Federleichte Kragen" oder "Spitzen Schlappen" perfekt herzustellen.  




Nur wenige Seiten blieben für mich letztlich noch übrig, die ich tatsächlich so interessant und neu fand, dass ich sie eventuell auch umsetzen werde. Ansonsten schrecken mich die vielen unterschiedlichen Techniken ab, die teilweise ein schon äußerst professionelles Equipment erfordern.





Fazit: 
Im Grunde bietet das Buch meiner Meinung nach etwas zu viel Vielfalt an und hätte sich eventuell auf weniger Ideen der gleichen Herstellungsart oder Technik beschränken sollen, anstatt den Leser mit den vielen unterschiedlichen Materialien zu konfrontieren. Wer jedoch einen "perfekten Bastelschrank" besitzt, der gefüllt ist mit Häkel- und Strickutensilien, Materialien für das Filzen oder Papierschöpfen, Gravurstifte und Brandmalgeräte, der kann sicher die ein oder andere Idee daraus auch sofort umsetzen. Ich befürchte jedoch, dass solch ein Bastler sein Handwerk dann schon wieder so gut versteht, dass er keine ausführlichen Anleitungen oder Grundbeschreibungen von Techniken mehr benötigt. So halte ich persönlich das Buch "Schöne Dinge selbst gestalten" für eine nette Anregung, um zu sehen, was es in der Selbermacherwelt noch für Möglichkeiten gibt. Ansonsten fehlt mir eine gewisse Innovation hinsichtlich der Ideen und eine Liebe zum Detail, die das Buch ansprechender gestalten würden. Damit vergebe ich heute lediglich 2 von 5 Sternen - für ansprechende Fotos und gut gemeinte Erläuterungen zu den unterschiedlichsten Techniken. 





Vielen Dank an Blogg dein Buch und h.f.ullmann für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares! 

Sonntag, 24. November 2013

Selbstgemachte zarte Trinkschokolade


Während runde kleine Hagelkörner leise gegen unsere Fensterscheiben prasseln, genieße ich es in der kuschlig warmen Wohnung bei einer heißen Tasse Schokolade zu sitzen. In den letzten Tagen versuche ich es mir trotz Uni und Arbeit so gemütlich wie möglich zu machen und die sich bereits angekündigte Vorweihnachtszeit in vollen Zügen zu genießen. Ich freue mich tatsächlich wie ein kleines Kind darauf, das erste Türchen meines Adventskalenders zu öffnen, der bereits von meinem Liebsten im Flur aufgehangen wurde. Seinen eigenen bewundert er selbst auch jeden Tag und ist gespannt, was sich wohl in dem ersten Türchen (oder besser Tütchen) verbirgt. 


Bei aller Vorfreude auf das Fest der Liebe, versüße ich mir nun beinahe jeden Tag die kalte Jahreszeit mit kleinen Köstlichkeiten. Dazu gehört auch selbstgemachte Trinkschokolade, die bei besonders frostigen Tagen absolut nicht fehlen darf! Deshalb verrate ich nun auch sofort das simple Rezept, damit auch ihr es euch bei einer schönen heißen Tasse gemütlich machen könnt. Ihr benötigt neben einer Pralinenform (ich habe eine Herzform gewählt) folgende Zutaten: 


Als erstes kratzt ihr sorgfältig das Mark der Vanilleschoten heraus und erhitzt es gemeinsam mit der gesamten Schokolade, Chilipulver und dem Zucker im Wasserbad. Rührt die Schokomasse sorgfältig, bis alle Zutaten schön miteinander vermengt sind und eine homogene Masse ergeben. Falls ihr keine Silikonformen verwendet, bestreicht am besten eure Pralinenform dünn mit etwas Palmin oder Kokosfett, damit sich die Schokolade letztlich auch gut aus den Formen lösen lässt. Ansonsten kann man auch darauf verzichten.



Sobald eure Schokolade gut geschmolzen ist und schön glänzt, befüllt ihr mit der Masse eure Förmchen. Wartet ein paar Minuten, bis die Schokolade beginnt fest zu werden und steckt dann in jedes Herz (oder andere Form) einen Eisstiel. Erst dann lasst ihr die Trinkschokoladen vollständig aushärten. Anschließend drückt ihr die Trinkschokoladen aus ihren Formen. 


Für die perfekte heiße Schokolade haltet ihr einfach die Trinkschokolade in heiße Milch, rührt sorgfältig um, bis sich alles aufgelöst hat und genießt die Tasse an kühlen Wintertagen. 


Die Trinkschokolade eignet sich auch wunderbar zum Verschenken. Dazu stellt ihr die Stiele in ein kleines Gläschen und verziert es mit einem Geschenkband. Oder aber ihr gebt die Trinkschokolade gemeinsam mit ein paar Mini-Marshmallows in durchsichtige Tütchen, bindet alles mit einer Schleife zu und macht euren Liebsten eine große Freude mit einer selbstgemachten Köstlichkeit aus eurer Küche.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 17. November 2013

DIY: Adventskalender


Nur noch zwei Wochen und schon können wir wieder das letzte Kalenderblatt in diesem Jahr umblättern, den Adventskranz aufstellen und die erste Kerze anzünden. Umso mehr ist es höchste Zeit, dass die nötigen Vorbereitungen für eine gemütliche Weihnachtszeit getroffen werden. Ich habe mich an die Arbeit gemacht und meiner besseren Hälfte einen schönen neuen Adventskalender gebastelt. Im letzten Jahr überraschte ich ihn mit einem Kalender aus selbst genähten Stoffbeutelchen, den ihr hier sehen könnt. Doch dieses Mal wollte ich für etwas Abwechslung sorgen und setzte so eine einfache Idee um: Ein Adventskalender aus selbst gebastelten Geschenktütchen!


Wer noch keinen Kalender zu Hause hat und seine Lieben mit etwas Selbstgemachten überraschen möchte, der benötigt lediglich Geschenkpapier, Klebeband oder Masking Tape und ein paar Dekorationselemente. Die kleinen Geschenktüten fertigt ihr wie folgt an:


Als erstes schneidet ihr euer Geschenkpapier auf die gewünschte Größe rechteckig zu. Danach faltet ihr es zur Mitte hin, so dass sich die beiden Enden max. 1 cm überlappen (Bild 2+3). Mit Klebeband oder Masking Tape befestigt ihr das Ganze und stülpt das überstehende Klebeband nach innen um (Bild 4+5). Anschließend faltet ihr den Boden der Tüte, in dem ihr den unteren Teil des Geschenkpapiers nach oben faltet (Bild 6). Je höher ihr das ganze faltet, desto breiter wird letztlich eure Geschenktüte. Anschließend faltet ihr das nach oben umgeschlagene Stück so auseinander wie auf Bild 7 und 8 zu sehen. So erhält euer Boden langsam eine Form. Im letzten Schritt faltet ihr nur noch das Papier von oben und unten wieder zur Mitte hin und befestigt das Ganze wiederum mit Klebeband oder Masking Tape. Schon ist eure Geschenktüte fertig! 

Bevor ihr sie nun aufstülpt und befüllt, könnt ihr die Tüten noch mit schönen weihnachtlichen Masking Tape, ausgestanzten Sternen oder ähnlichen Dekorationselementen verzieren. 



Aufgehangen an einem schönen Birkenzweig, ist der Adventskalender ein wunderschöner Hingucker. Ich habe meinen Ast noch mit kleinen glitzernden Schneesternen verziert. 



Mein Männchen ist auf jeden Fall begeistert und findet es schon etwas gemein, dass er jetzt noch ganze zwei Wochen warten muss, bis er das erste Tütchen öffnen darf. Aber Vorfeude ist ja auch eine schöne Freude, nicht wahr? 



Wie gefällt euch diese Idee? Habt ihr auch einen Adventskalender selbst gestaltet? 

Mittwoch, 13. November 2013

Perfekte Apfel-Butterkeks-Gugl


Wenn die eigenen vier Wände herrlich nach gebackenen Köstlichkeiten duften, der Mann im Hause sich schon die Finger leckt und ungeduldig wartet, bis die Liebste in aller Seelenruhe das Backwerk von allen Seiten abgelichtet hat, dann ist es eindeutig "Gugl-Zeit". Ich habe ja tatsächlich etwas länger gebraucht, bis ich die kleinen Leckereien für mich entdeckt habe, aber jetzt bekomme ich immer mehr Lust die süßen Mini-Gugl zu backen und verschiedene Rezepte auszuprobieren. Da Äpfel momentan ganz oben auf meiner Muss-Ich-Essen-Liste stehen, durfte die leckere traditionelle Frucht auch dieses Mal nicht fehlen. So gab es bei uns herrliche Apfel-Butterkeks-Gugl - eindeutig ein Muss für diese Jahreszeit!


Allein der Name lies bei meiner besseren Hälfte das Wasser im Mund zusammenlaufen, so dass ich euch heute das einfache Rezept* nicht vorenthalten möchte. Neben einer Form für Mini-Gugl benötigt ihr folgende Zutaten:


Bevor es losgeht, heizt ihr am Besten euren Ofen auf 210°C Ober-/Unterhitze vor und stellt eure Mini-Gugl-Form bereit. Dann lasst ihr eure Schokolade im Wasserbad und eure Butter in einem Topf schmelzen. Beides gebt ihr mit dem Puderzucker in eine Schüssel und verrührt alles zu einer schönen cremigen Masse. Anschließend rührt ihr das Ei und den Vanillezucker unter. Nun zerbröselt ihr eure Butterkekse (beispielsweise in einem Gefrierbeutel, damit ihr alles schön klein bekommt) und vermengt die Krümel mit dem Zucker. Danach hebt ihr das Mehl mit dem Butterkeks-Zucker-Gemisch unter die Teigmasse. Letztlich rührt ihr noch das Apfelmus ein. Nun könnt ihr euren fertigen Teig in die Guglhupfformen füllen und im Ofen ca. 15 Minuten backen.


Am besten schmecken eure Apfel-Butterkeks-Gugl, wenn sie noch warm sind und ihr sie auf fruchtig kühlen Apfelmus bettet. Noch ein wenig Zimt-Zucker darüber streuen und fertig ist der perfekte Genuss für Zwischendurch oder zum Käffchen mit Freunden. Wenn eure Gugl genauso schön hoch gegangen sind im Ofen wie meine, so dass sie letztlich gar kein typisches Loch mehr in der Mitte haben, dann lassen sich die Gugl auch wunderbar mit dem Apfelmus füllen. 


Habt ihr noch ein unschlagbares Gugl-Rezept für mich, was ich unbedingt mal ausprobieren muss?

Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken!



*adaptiert nach dem Buch "Feine SchokoGugl"

Sonntag, 10. November 2013

Goodbye Autumn


Wenn aus einem trüben Wochenendstart ein schöner und teilweise sogar sonniger Tag wird, dann kann man nicht anders: Man geht raus, erfreut sich an dem kühlen Wind und selbst an dem nassen Laub, welches am weichen Waldboden zu kleben scheint. Ja, genau das habe ich gemacht. Ich ging raus, erfreute mich an diesem vermutlich letzten schönen Herbsttag diesen Jahres und machte einen kleinen Spaziergang im Wald. Ich sah den letzten bunten Blättern zu wie sie langsam zum Boden segelten. Ich lauschte dem Knistern der Bäume. Und ich atmete einmal tief die klare Luft der Natur ein. 



Ein besonderes Highlight an diesem Tag war der Anblick der Rehe, die plötzlich ein paar Meter entfernt vor mir zwischen den Bäumen auftauchten und mich genauso verwundert anschauten wie ich sie. Einmal mehr bedauere ich es, dass man genau in solchen Situationen nicht die Kamera bereit hat. Aber einmal mehr ist es schön zu wissen, dass genau solche Momente wenigstens für mich nicht vergessen sein werden. 



Habt ihr den Falter auf der Birke entdeckt? Ich sah ihn beim Vorbeilaufen am Baumstamm und war ganz fasziniert von seinen Tarnfarben. Allein seine Form hatte ihn auf mich aufmerksam gemacht, so dass ich ihn auch euch nun zeigen kann. 



Während ich nun also diese letzten Herbstfotos betrachte, freunde ich mich langsam mit dem Gedanken an, dass die Tage immer kürzer werden und ich es mir in meinen eigenen vier Wänden gemütlich machen kann. Ich bekomme Lust an Weihnachten zu denken und Lebkuchen zu naschen und würde am liebsten den ganzen Tag damit verbringen die Küche in leckerem Vanille- und Zimtduft zu tauchen oder aber mit viel Glitzer an den Fingern bereits weihnachtliche Grußkarten zu basteln. Und wisst ihr was? Genau das werde ich ab heute machen. Ich sage also: Tschüss Herbst! Und hallo du schöne Winterzeit.

Sonntag, 3. November 2013

Bratapfel-Muffins für die kalte Jahreszeit


Welch ein trüber Sonntag... Kaum ist der goldene Oktober vorbei, präsentiert sich der November auch schon gleich von seiner kalten Seite. Während der Wind draußen kühl um das Haus wehte und das gefallene nasse Laub umher wirbelte, habe ich die Zeit genutzt, um ein köstliches Rezept auszuprobieren. Gerade jetzt, wenn die Tage immer kürzer werden und man seine Freizeit gerne Mal für einen gemütlichen Abend zu Hause nutzen möchte, sind die fruchtig leckeren Bratapfel-Muffins genau die richtige Nascherei! 


Bevor ich nun also meinen Abend ganz gemütlich bei einem guten Film und den Bratapfel-Muffins ausklingen lassen werde, möchte ich euch natürlich nicht das Rezept vorenthalten. Schon allein der herrliche Duft, der sich beim Backen in der Wohnung ausbreitet, ist es wert, diese Muffins immer und immer wieder zu backen. Folgende Zutaten werden dafür benötigt: 


Zunächst erhitzt ihr den Apfelsaft in einem Topf und weicht die Rosinen darin etwa 30 Minuten ein. In der Zwischenzeit könnt ihr bereits die Mandeln grob hacken und die Äpfel entkernen und würfeln und schließlich in einer Pfanne mit 1 Esslöffel Butter goldbraun braten. Die restliche Butter rührt ihr mit dem Zucker, Zimt und dem Mark der Vanilleschote in einer Schüssel schaumig. Ich habe Rohrzucker verwendet, da er meiner Meinung nach noch einen besseren Geschmack zaubert als gewöhnlicher weißer Backzucker. Wenn ihr aber gerade keinen zur Hand habt, gelingen die Muffins natürlich auch mit dem ganz normalen Zucker. Habt ihr alles schaumig geschlagen, könnt ihr den Ofen bereits auf 180°C vorheizen. 


Nun mischt ihr das Mehl mit dem Backpulver und gebt es gemeinsam mit der Milch zu eurem Butter-Zucker-Gemisch. Rührt alles gemeinsam zu einem schönen glatten Teig. Lasst die gut Rosinen abtropfen und mischt sie unter eurer Apfel-Mandel-Masse. Etwas mehr als die Hälfte hebt ihr nun mit einem Löffel unter den Teig. Anschließend verteilt ihr euren Teig in Muffinförmchen. Ich habe dieses Mal meine schönen neuen Muffin-Silikonformen ausprobiert und bin begeistert von dem Ergebnis! 

Sobald ihr euren Teig schön verteilt habt, gebt ihr noch die restliche Bratapfelmischung darauf und backt das ganze ca. 30 Minuten bis sie schön goldbraun sind. Sobald ihr sie dann abgekühlt habt, könnt ihr sie noch mit Puderzucker bestäuben und genießen! 


Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken! 
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