Sonntag, 15. Oktober 2017

Leckeres Herbst-Rezept: Knusprige Kürbis-Tarte mit Weintrauben und Ziegenkäse


Der Herbst ist schon herrlich, nicht wahr? Sobald die Sonne scheint leuchten die gefärbten Blätter golden und die Luft fühlt sich deutlich kühler an. Ausgiebige Spaziergänge im Grünen gehören da genauso zu einem schönen Wochenende, wie eine leckeres Kürbis-Gericht. Die Kürbis-Saison nutze ich persönlich immer sehr ausgiebig aus. Egal, ob Kürbis aus dem Ofen mit Fetakäse und Rosmarin, eine cremige Kürbis-Suppe oder eine selbstgemachte Tarte - Ich liebe Kürbis in allen Variationen! 


Mein heutiges Rezept kommt auch frisch aus der Kürbis-Küche und ist ratzfatz gemacht: Kürbis-Tarte mit Weintrauben und Ziegenkäse, verfeinert mit frischem Rosmarin und Honig. So so lecker! Deshalb rede ich heute auch mal nicht lange um den heißen Kürbis herum, sondern verrate euch gleich wie ihr diese leckere selber machen könnt.

Zutaten

Für den Teig:
150g Mehl + 1 EL zum Ausrollen | 1 Prise Salz | 1/2 Pck. Backpulver | 75 g Quark | 30 ml Olivenöl | 30 ml Milch

Für den Belag
2-3 EL Crème fraîche | 200 g Hokkaido-Kürbis | 1 kleine Zwiebel | 100 g kernlose Weintrauben | 100 g Ziegenkäse | 2 Zweige Rosmarin | Salz, Pfeffer | 2 EL Honig

Zunächst bereitet ihr den Teig zu. Dafür verknetet ihr die Zutaten miteinander und formt den Teig zu einer Kugel. Wickelt diese in Frischhaltefolie und legt sie für eine halbe Stunde in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit wascht ihr den Kürbis, halbiert ihn, entfernt die Kerne und schneidet das Fleisch in schmale Scheiben. Schält die Zwiebel und schneidet sie in Ringe. Wascht die Weintrauben und halbiert diese. Schneidet den Ziegenkäse in Scheiben. Wascht den Rosmarin und schüttelt ihn kurz trocken. Zupft anschließend die Nadeln vom Zweig und legt sie beiseite.

Heizt nun euren Ofen auf 220°C vor. Rollt den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche gleichmäßig rund aus. Legt ihn anschließend auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Bestreicht nun den Teig mit Crème fraîche und würzt ihn anschließend mit Salz und Pfeffer. Streut etwa die Hälfte des Rosmarin darüber. Nun verteilt ihr die Kürbisscheiben, Zwiebelringe und Weintrauben auf dem Tarte-Boden. Darauf legt ihr gleichmäßig den Ziegenkäse und streut die restlichen Rosmarin-Nadeln darüber. Backt eure Tarte etwa 20 bis 25 Minuten im Ofen, bis der Käse goldbraun gebacken ist. Vor dem Verzehr gebt ihr noch den Honig über die Tarte und schon könnt ihr euch diese Herbstleckerei schmecken lassen. 


Ein kleiner Tipp am Rande: Für einen besonders knusprigen und gleichmäßigen Boden könnt ihr die Tarte auch in einer Springform backen. Dafür legt ihr den Teig einfach in eine passende Form und klappt den überschüssigen Rand um, ehe ihr diesen mit der Crème fraîche bestreicht.

Nun bin ich aber gespannt: Was ist euer liebstes Kürbis-Rezept? Ich freue mich sehr über eure Ideen und wünsche euch bis dahin noch einen schönen sonnigen Sonntag. Lasst es euch gut gehen. 

PS: Mit dem Rezept nehme ich übrigens mal ganz spontan am herbstlichen Blog-Event von der lieben Antonella teil! Schaut doch mal bei ihr vorbei und lasst euch von den leckeren Herbst-Rezepten der Teilnehmer inspirieren.


Sonntag, 8. Oktober 2017

Home sweet Home: Es ist die ganz große Haustür-Liebe


Ganze vier Wochen sind ins Land gezogen, seit ich euch das erste Mal von unserem ganz großen Herzensprojekt berichtet habe und nun hat sich in den wenigen Wochen doch schon wieder einiges getan. Nachdem wir im Sommer aufgrund von Naturkatastrophen erst einmal eine Zwangspause eingelegt hatten, ging es im September endlich weiter. Der Dachstuhl gesellte sich zu den nackten Hauswänden und wir feierten letztlich ein wunderschönes Richtfest im Kreise von unserer Familie, lieben Freunden und künftigen Nachbarn. Mittlerweile hat sich der Anblick unserer Stadtvilla doch schon kräftig verändert, sodass ich euch gern auf die Baustelle mitnehme und euch ein paar weitere Fortschritte zeigen möchte.



Neben dem Dachstuhl zogen nun nämlich auch die Fenster im gesamten Haus ein, sowie unsere Hauseingangstür. Bei ihr machte mein Herz gleich mehrere Hüpfer, als ich sie zum ersten Mal sah. Natürlich hat man bei den Planungen ja immer so seine ganz eigenen Vorstellungen und träumt hier und da immer mal wieder von kleinen Details, die im Endeffekt dann doch ganz anders wirken als auf den Plänen. Bei der Tür war dies jedoch ein sehr positives Erlebnis. Denn tatsächlich sieht sie für mich noch schöner aus als auf dem Skizzen, die wir vorher konfiguriert hatten. Unsere Tür hat gleich zwei Besonderheiten, auf die wir bei der Planung wert gelegt hatten: Es handelt sich um eine Doppeltür, bei der man den zweiten Flügel öffnen kann. Und das Glas ist wunderschönes Musselinglas - ein Muster, was einfach perfekt zur Türfüllung passte. Hach! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glückseelig ich war, als ich dieses Schmuckstück dann zum ersten Mal sah. Allein das Licht, welches nun in unseren Flur fällt, war ein herrlicher Anblick. Ich bin schon sehr gespannt, wie es irgendwann mal wirkt, sobald die Wände weiß und die Böden verlegt sind. Bis dahin warten jedoch noch jede Menge weitere Schritte auf uns, die wir erst einmal bewältigen müssen. 




Neben der Haustür bin ich auch sehr glücklich mit unseren Fenstern. Im Wohnzimmer und in der Küche haben wir uns neben normalen Terrassenfenstern außerdem für insgesamt drei Schiebeanlagen entschieden. Diese bieten uns gleich zwei Vorteile: Im Gegensatz zu den Terrassenfenstern schließen sie fast genau mit unserem Fußboden ab, sodass sie ebenerdig sind und keine Stolperfalle darstellen . Und außerdem können wir so die Räume in Küche und Wohnzimmer großzügig mit Möbeln einrichten, ohne darauf achten zu müssen, dass man die Fenster ja noch öffnen können muss. Durch die Schiebeanlagen haben wir hier deutlich an Platz gewonnen. Ich bin gespannt, ob ich im Alltag immer noch so überzeugt von diesem kleinen Highlight bin.


In den kommenden Wochen wird unser Dach nun noch eingedeckt. Der Elektriker zieht dann auch bald bei uns durch die Räume und wird erst einmal einen riesen Kabelsalat veranstalten. In den Bädern muss der Rohbauer noch einmal ran und uns in den Duschen jeweils eine kleine Ablage in den Wänden schaffen, ehe schließlich der Trockenbauer kommt und unserem Haus ein paar Decken verpasst. In der Zwischenzeit halte ich euch sicherlich ab und an auch wieder bei Instagram mit ein paar Stories auf dem Laufenden. Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen entspannten Sonntag. Lasst es euch gut gehen.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Klassischer Apfelkuchen vom Blech mit Hefeteig und Streusel


Hallo Oktober! Heute schreibt euch ein gut gelauntes und fleißiges Geburtstagskind. In diesem Jahr ist die Lust auf eine große Feier tatsächlich nicht wirklich da und dennoch lasse ich es mir nicht nehmen, ein paar liebe Freunde zu uns einzuladen und sie mit leckerem Flammkuchen und frischgebackenen Apfelkuchen als Dessert zu verwöhnen. Noch vor einem Jahr war ich der festen Überzeugung, dass ich meinen letzten Geburtstag vor der bösen 30 schon im neuen Haus feiern würde... Aber diese Pläne haben wir ja bereits im Sommer über den Haufen geworfen. Nun können wir froh sein, wenn wir zu Ostern im kommenden Jahr unsere neuen vier Wände bewundern dürfen.



Aber solche Umstände sollen diesen schönen Tag natürlich nicht trüben. Ich wurde bereits mit wunderschönen Blumen von meiner Lieblingsblumentante und einem köstlichen Frühstück verwöhnt. Die Küche duftet nach frischgebackenen Apfelkuchen mit dicken Streuseln und ich selbst habe bereits den Tag genutzt und euch ein paar Fotos von dieser Leckerei zu schießen. Das Rezept ging mir nämlich so leicht von der Hand, dass ich es auf jeden Fall mit euch teilen muss. Der Hefeteig ist nach einem Rezept meiner Oma - damit hatte ich schon diesen köstlichen Rhabarberkuchen gezaubert. Im Herbst habe ich nun den Rhabarber einfach gegen knackige Äpfel eingetauscht und so freue ich mich schon, wenn wir den Kuchen heute Abend verputzen können. Jammie!


Zutaten (für ein großes Blech)

Für den Hefeteig
200 ml Milch
125 g Butter
500 g Weizenmehl
1 Würfel frische Hefe
1 Packung Vanillinzucker
Prise Salz
2 Eier

Darauf verteilen:
4 EL Pfirsich-/ oder Aprikosenmarmelade
6 große Äpfel

Für die Streusel
350 g Mehl
150 g weiche Butter
150 g Zucker
1 Vanilleschote

Bereitet zunächst den Hefeteig vor. Dafür erhitzt ihr die Milch in einem Topf und lasst darin die Butter langsam schmelzen. Gebt Weizenmehl in eine Rührschüssel und zerbröselt die frische Hefe darüber. Anschließend gebt ihr Vanillinzucker, Salz, Eier und das Milch-Butter-Gemisch hinzu und verknetet alles mit dem Knethaken eures Handrührers. Deckt anschließend euren Teig ab und lasst ihn für etwa eine Stunde an einem warmen Ort aufgehen. 
Danach knetet ihr den Teig noch einmal mit den Händen durch. Legt ein Backblech mit Backpapier aus und heizt den Ofen auf 180°C vor. Rollt den Teig aus und legt ihn auf das Backblech. Deckt den Teig noch einmal ab und lasst ihn kurz ruhen. In der Zwischenzeit schält ihr die Äpfel, entfernt das Kerngehäuse und schneidet ihn in schmale Scheiben. Verteilt nun die Marmelade auf dem Hefeteig und belegt diesen anschließend mit den Apfelscheiben.
Für die Streusel vermengt ihr Mehl, Butter, Zucker und das Mark der Vanilleschote zu einer krümeligen Masse, die ihr über die Äpfel verteilt. Backt  nun den Apfelkuchen für etwa 30 Minuten, bis die Streusel leicht gebräunt sind. Lasst ihn abkühlen und serviert ihn am besten mit frisch geschlagener Sahne. 


Bei unserem leckeren Apfelkuchen fehlt nun schon nein großes Stück  und natürlich auch jede Menge Streusel. Allein bei dem Duft in der Küche konnten meine bessere Hälfte und ich uns einfach nicht beherrschen... Dann müssen wohl die Stücke für unsere Gäste am Ende etwas dünner ausfallen. Hihi!


Ich wünsche euch in jedem Fall einen guten Start in den Oktober. Ich hoffe, dieser verwöhnt uns noch mit ein paar wunderschönen sonnigen Tagen, sodass er einem "goldenen Herbst" alle Ehre machen kann. Bis dahin habt einen schönen Sonntag und lasst es euch gut gehen.

Freitag, 22. September 2017

Kürbis-Schoko-Cheesecake-Cupcakes mit Zimt-Mascarpone-Frosting



Ich liebe die Herbstzeit. Nicht umsonst steht schon seit der Gründung meines Blogs unter meinem Profilbild das kleine Wörtchen "Oktoberkind". Das hat nicht nur etwas damit zu tun, dass ich im Oktober meinen Geburtstag feiere, sondern das ich diese Jahreszeit einfach immer wieder bezaubernd finde. Goldene Herbsttage mit jeder Menge buntem raschelnden Laub unter meinen Füßen, klare Luft und köstliche Kürbissuppe... Ich liebe es! Gerade die Naschereien in dieser Saison haben es mir sehr angetan. Der Kürbis darf da auf meinem Teller absolut nicht fehlen, so viel steht fest. In der letzten Woche gab es deshalb bereits zwei Mal mein geliebtes Ofengemüse mit einer Extraportion Kürbis sowie eine cremige vegane Kürbissuppe zum Lunch. So so lecker! Es ist also kein Wunder, dass ich in meinem heutigen Rezept wieder einmal den Kürbis untergebracht habe. Da konnte ich einfach nicht widerstehen.




Im Sommer habe ich sowieso viel zu wenig gebacken. Ich denke und hoffe, dass sich das in den nächsten Monaten wieder etwas ändern wird. Mein Kopf sprudelt vor Rezeptideen, doch irgendwie ließ ich mich im Sommer lieber zu leichter und vor allem herzhafter Kost hinreißen, als zu süßen Köstlichkeiten. In der kalten Jahreszeit dagegen kann ich auf ein paar besondere Leckereien dann aber doch nicht verzichten. Deshalb gibt es heute gleich mal köstliche Cupcakes! Wie ihr im Titel bereits erahnen könnt, steckt da vom Guten nur das Beste drin: Jede Menge Schokolade, cremiger Frischkäse und natürlich würziger Kürbis. So so gut! Herausgekommen ist also ein Rezept mit einem viel zu langem Titel: Kürbis-Schoko-Cheesecake-Cupcakes mit Zimt-Mascarpone-Frosting. Kürzere Namen sind hier durchaus sehr willkommen - also her damit!



Zutaten (für 8 - 10 Cupcakes)

Für den Brownie-Teig
2 Ei | 80 g Zucker | Prise Salz | 60 g Mehl | 80 g weiche Butter | 150 g Zartbitterschokolade

Für den Cheesecake-Teig
300 g Frischkäse | 80 g Zucker | 4 EL Kürbispüree | 1 Ei | Vanilleschote 

Für das Zimt-Sahne-Frosting:
150 g Frischkäse | 150 g Mascarpone | 80 g Puderzucker | 40 ml Sahne | 1 TL Zimt

Bereitet zunächst den Brownie-Teig vor. Gebt dafür Eier, Zucker und die Prise Salz in eine Schüssel und rührt alles mit dem Handrührer schaumig. Anschließend gebt ihr das Mehl hinzu und verarbeitet es zu einer glatten Masse. Nun nehmt ihr die Zartbitterschokolade und lasst sie gemeinsam mit der Butter in einem Topf bei niedriger Temperatur schmelzen. Sobald alles gut geschmolzen ist, gebt ihr die Schokobutter zu dem Teig und rührt alles glatt. Verteilt den Brownie-Teig auf eure Papierförmchen, sodass sie etwa bis zur Hälfte gefüllt sind.

Um das Kürbispüree vorzubereiten geht ihr folgendermaßen vor: Wascht einen Kürbis (ich verwende eigentlich immer Hokkaido), schneidet ihn in grobe Würfel und gebt diese in einen Topf. Zu den Kürbiswürfeln gesellen sich noch Gewürznelken und etwas Wasser, was euren Kürbis knapp bedeckt. Lasst das ganze etwa 10 bis 15 Minuten kochen, bis der Kürbis schön weich ist. Schüttet etwa die Hälfte des Wassers ab und entfernt die Nelken, bevor ihr den Kürbis mit einem Pürierstab oder im Mixer schön cremig püriert. Stellt das Kürbispüree zur Seite und lasst es abkühlen. 

Heizt den Ofen auf 200°C vor. In der Zwischenzeit kümmert ihr euch um den Cheesecake-Teig. Dafür schlagt ihr zunächst den Frischkäse mit Zucker und dem Mark der Vanilleschote auf. Gebt anschließend das Ei sowie das Kürbispüree hinzu und vermengt alles gut. Nun verteilt ihr mit einem Teelöffel die Cheesecake-Masse in der Mitte des Brownie-Teigs. Anschließend backt ihr die Cupcakes für etwa 20 bis 25 Minuten. Stellt den Ofen aus und lasst die Cupcakes darin noch weitere fünf bis zehn Minuten ruhen, ehe ihr sie rausholt und abkühlen lasst.

In der Zwischenzeit könnt ihr bereits euer Frosting vorbereiten. Dafür verrührt ihr Frischkäse, Mascarpone, Puderzucker, Sahne und Zimt zu einer glatten Masse. Gebt die Creme in eine Spritztülle und verteilt sie auf euren Cupcakes.



Kleiner Tipp: Das restliche Kürbispüree könnt ihr mit Möhren aus dem Ofen und beispielsweise einem leckeren Filet in Rotweinsoße verputzen. Da ist eurem Geschmack und eurer Kreativität keine Grenze gesetzt. 

Ich gebe zu: Die Vorbereitungszeit der kleinen Kürbis-Leckerei ist durchaus etwas aufwendiger als normale Cupcake-Rezepte, aber es lohnt sich - Versprochen!

Ich bin gespannt: Was sind denn eure liebsten Herbstrezepte? Was darf bei euch zu dieser Jahreszeit auf dem Teller auf keinen Fall fehlen. Ich freue mich über eure Inspirationen und wünsche bis dahin noch einen herrlichen Sonntag.


Sonntag, 17. September 2017

DIY: Dekorationsidee für das Richtfest


Kaum habe ich euch von unserem großen Hausbau-Projekt erzählt, schon schaue ich auf einen großen Meilenstein zurück. Denn vergangenen Mittwoch war es endlich soweit: Nach vielen Wochen der Verzögerung feierten wir unser Richtfest. Trotz des durchwachsenen Aprilwetters inklusive Sturmböen, ließen wir uns die Laune nicht verderben und stießen mit vielen Freunden, der Familie und ein paar neuen Nachbarn auf unser Häuschen an. Nach dem Richtspruch der Zimmersleute und einem kräftigen Wurf eines Weinglases in unser Obergeschoss, genossen wir den Tag mit unzähligen Führungen durch unseren Rohbau, leckerem Essen und guten Gesprächen. Ich selbst war ganz überrascht, wie wichtig mir plötzlich dieser Anlass wurde. Denn zum ersten Mal konnte ich all unsere Lieben hautnah in unseren Traum einweihen, ihnen genau erklären, welche Pläne wir noch haben und zeigen, wo wir bald leben werden. Das war und ist wirklich ein verrücktes Gefühl.



Das Richtfest war damit auf jeden Fall ein symbolträchtiger Tag für uns, denn immerhin ist somit der erste große Bauabschnitt abgeschlossen und es kann an die nächsten Details gehen. Für diesen Anlass habe ich es mir natürlich auch nicht nehmen lassen, unseren Rohbau mit passender Dekoration zu schmücken und auch unser Grillbuffet stilecht herzurichten. Womit genau wir unsere Gäste verwöhnt haben, zeige ich euch in der nächsten Woche noch auf Facebook und Instagram. Heute jedoch geht es hier auf dem Blog um unsere Tischdekoration, denn dafür habe ich eine Kleinigkeit gebastelt, die ich unbedingt mit euch teilen möchte. 


Für die Blumendekoration habe ich kleine Richtkränze aus Draht und Bändern gezaubert, die der Tischdeko den letzten Schliff verleihen sollte. Die kleinen Kränze waren in jedem Fall ein Hingucker und kamen sehr gut bei unseren Gästen an. Wie ihr sie selbst nachmachen könnt, verrate ich euch natürlich auch!


Material
Breites Satinband in Weiß oder Beige| Basteldraht | Bunte dünne Satinbänder in verschiedenen Farben | Holzspieß (30 cm) | Kleber, Schere


1. Schneidet von dem Basteldraht etwa 70 cm ab und formt ihn zu einem Kreis, in dem ihr ihn immer wieder ineinander verschlingt. Kleiner Tipp: Je dünner der Draht, desto mehr solltet ihr davon abschneiden, damit euer Kreis letztlich umso stabiler wird. 
2. Schneidet von dem breiten Satinband ein langes Stück ab und umwickelt damit zunächst sehr eng und straff euren Drahtring. Wenn ihr zwei Runden gedreht habt, könnt ihr beim Binden etwas lockerer werden, sodass euer Ring nach und nach immer dicker wird.
3. Gebt auf das Ende eures Satinbandes etwas Flüssigkleber und drückt ihn fest.
4. Schneidet drei gleich lange Stücke von dem breiten Satinband ab und knotet sie an dem Drahtring fest, sodass sie im Dreieck zueinander stehen.
5. Schneidet nun aus den bunten Bändern etwa gleich lange Stücke ab und knotet sie an den Ring. Sollten die Bändern nicht richtig halten, gebt ihr noch etwas Kleber hinzu und drückt diese ordentlich fest, damit nichts verrutschen kann.
6. Wenn alle bunten Bänder befestigt sind, nehmt ihr den Holzstab zur Hand.
7. Schneidet ein etwa 15 cm langes Band vom breiten Satinband ab und knotet damit die drei Bändern, die am Drahtring befestigt sind, an den Holzstab. Bindet eine Schleife.
8. Schneidet die überschüssigen Enden der Bänder ab. 
9. Gebt etwas Kleber an den Holzstiel und zieht die Schleife nach oben. So kann euer Mini-Richtkranz nicht verrutschen.
10. Steckt die kleinen Richtkränze zu eurer Blumendekoration in Vasen. Fertig!


Eigentlich hatte ich neben der Tischdekoration noch ein wenig mehr geplant. Es sollten überall Wabenbälle und Pompons hängen, doch da hatte ich auch noch nicht mit dem starken Wind gerechnet... So flog mir im wahrsten Sinne des Wortes bereits beim Aufbau die Dekoration ständig um die Ohren. Sogar Vasen flogen um, sodass ich bei den Vorbereitungen kaum voran kam. Pünktlich zum Richtspruch zeigte sich das Wetter aber wieder von seiner schönsten Seite. Zwar hatten es bis dahin die Pompons und Wabenbälle nicht an die Decke geschafft, aber immerhin die Blumendekoration stand nun wie eine Eins. So kamen die kleinen Richtkränze auch sehr gut zur Geltung.


Ein kleines und feines Detail auf dem Grillbuffet war übrigens meine kleine Lightbox, die ich aus unserem Neuseeland-Urlaub im vergangenen Jahr mitgebracht hatte. Hach! Ich bin glatt verliebt in das hübsche Ding.

Nun bin ich aber gespannt: Wie gefällt euch denn meine Idee für die Tischdekoration zum Richtfest? Habt ihr selbst auch schon mal eines gefeiert? Ich bin gespannt! 



Sonntag, 10. September 2017

Home sweet home: Unser Traum vom Haus


Eigentlich dachte ich ja, dass ich gar nicht mehr allzu aufgeregt bin, wenn ich einen neuen Blogpost veröffentliche. Nach fast fünf Jahren mit meinem Schätzchen hier, hätte sich ja mal ein wenig Routine einspielen können. Pustekuchen! Ihr glaubt nicht, wie aufgeregt ich heute bin. Denn mit diesem Beitrag nehme ich euch einfach mal ein Stückchen mehr mit in mein Leben 1.0. Ja, die Überschrift verrät es bereits: Meine bessere Hälfte und ich haben uns in diesem Jahr dem nächsten großen Projekt nach unserer Hochzeit vor zwei Jahren gewidmet: Wir bauen ein Haus!


Anfang letzten Jahres begannen wir aktiv mit der Suche nach einem passenden Ort für unser Eigenheim. Die Grundstückssuche gestaltete sich mehr als schwierig, denn im Speckgürtel von Berlin boomt das Baugeschäft. Mit etwas Glück standen wir aber eines Tages dann doch mitten auf einer großen Wiese und wussten: Das ist es! Das sollte der Ort werden, in dem wir von nun an unser Leben verbringen möchten. Und somit begann auch schon unser Abenteuer. Gemeinsam mit einem Architekturbüro planten wir den Grundriss unseres Traumhauses und mussten dabei schon schnell feststellen, dass unsere Wünsche und Vorstellungen gar nicht so recht mit unserem ursprünglichen Gedanken eines "normalen" Einfamilienhäuschens mit schrägem Dach und hübschen Winkeln zusammenpasste. Warum auch immer, doch  wir hatten uns stets ein Haus vorgestellt, bei dem wir in der oberen Etage schräge Wände haben. Optisch gefiel uns dies bisher immer am besten. Die modernen Stadtvillen dagegen entsprachen gar nicht unserer Traumvorstellung eines Eigenheims. Letztlich dauerte es so ganze sieben Grundriss-Entwürfe, bis wir schließlich überzeugt wurden und schnell erkannten, dass der Stadtvillen-Typ durchaus seine Vorteile hat. Allein die Tatsache, dass man eine vollwertig nutzbare zweite Etage hat, lies alle Zweifel verschwinden. Dazu kam, dass unser Architekt es schaffte, von dem typischen würfelförmigen Haustyp ein individuelles Häuschen für uns zu kreieren, sodass wir uns schnell allein in die Pläne verliebten. Das alles war im Sommer des letzten Jahres. 



Der Bauantrag und jede Menge weiterer Formalitäten liegen nun bereits hinter uns. Im Mai begannen schließlich die Bauarbeiten auf unserem Grundstück. Das Streifenfundament wurde gegossen und die erste Streinreihe errichtet, ehe wir in den Urlaub nach Portugal aufbrachen. Als wir wiederkamen, überraschte uns dann eine fast fertige untere Etage, die in mir ein ungläubiges Bauchkribbeln auslöste, welches mich seit jeher fast bei jedem Besuch auf der Baustelle begleitet. Das hier gehört tatsächlich uns? Hier werden wir bald wohnen? Wahnsinn!


Im Juni kam dann der Regen. Und zwar so heftig, dass sowohl Berlin als auch die Regionen ringsherum unter Wasser standen. Vor allem der Ort, den wir bald unser Zuhause nennen werden, traf es sehr. Straßen waren überflutet, Häuser liefen mit Wasser voll. Unser Rohbau versank im wahrsten Sinne in den Wassermassen. Doch wir hatten Glück im Unglück. Abgesehen von nassen Steinen haben wir keinen finanziellen Schaden erlitten. Lediglich die Bauzeit hat sich nun um knapp zwei Monate nach hinten verschoben, sodass wir unseren Traum, noch in diesem Jahr vor Weihnachten in unsere eigenen vier Wände zu ziehen, bereits aufgeben mussten. Das ist zwar ärgerlich, aber in Anbetracht der Tatsache, dass viele Bewohner unseres neuen Lieblingsortes ihre Häuser zeitweise verlassen mussten und noch immer mit großen Renovierungen zu kämpfen haben, sind wir unglaublich froh, dass wir mit unserem Häuschen nicht schon weiter waren. 


Im August wuchs unser Haus nun letztlich weiter und ich kann es gar nicht fassen, aber in der kommenden Woche dürfen wir nun auch endlich unser Richtfest feiern. Ich freue mich wahnsinnig auf diesen Tag, denn das Richtfest ist für uns ein kleiner Meilenstein bis zur Fertigstellung unseres Traumhauses. Wenn ich nun durch den Rohbau spaziere, fühlt es sich so langsam immer realer an. Nach und nach wird mir bewusst, dass ich hier in ein paar Jahren in meinem eigenen Garten sitzen und den Hortensien beim Blühen zuschauen darf. Auf diesen Moment freue ich mich schon sehr. Doch bis dahin möchte noch so einiges geplant, organisiert und entschieden werden. Und natürlich gebaut. Auf dieser Reise möchte ich euch von nun an mitnehmen und euch weiterhin auf dem Laufenden von unserem Projekt "Eigenheim" halten. Seid ihr genauso gespannt wie ich? Ich bin auf jeden Fall ganz schön aufgeregt, so viel kann ich euch verraten.

Sonntag, 3. September 2017

Sommerliche Geschenkidee: Selbstgemachte Melonen-Anhänger



Ja ja, ich weiß. Manchmal bin ich ein bisschen spät dran mit meinen Beiträgen. Da hat doch wirklich gerade schon der Herbst angefangen und ich getraue mich doch noch, ein paar Melonen-Anhänger zu basteln. Warum auch nicht? Immerhin hatten wir von dem Sommer in diesem Jahr doch einfach nicht genug. Da kann man sich auch getrauen, ihn noch ein bisschen weiter aufleben zu lassen. Heute mache ich das mal in Form von hübschen Geschenkanhängern, denn wenn ich eines viel zu wenig gemacht habe in letzter Zeit, dann euch meine kleinen Basteleien zu zeigen. Auch immer Sommer gab es wieder so einige Geburtstagskinder und für alle von ihnen gab es individuelle selbstgemachte Geschenkanhänger. Eine kleine Idee davon hatte mir so gut gefallen, dass ich sie heute noch unbedingt mit euch teilen möchte, bevor ihr endgültig genug habt vom Melonen-Trend in diesem Jahr.





Ich bin ja ein großer Freund von schönen und selbstgemachten Geschenkideen. Ein noch viel größerer Fan bin ich allerdings von Ideen, die man ohne großen Aufwand schnell umsetzen kann. Die Melonen-Anhänger gehören ganz klar dazu, denn für diese Idee benötigt man eigentlich nur ein Papier, Kleber und Schere. Wenn man dann noch einigermaßen gerade schneiden kann, ist das kleine i-Tüpfelchen am nächsten Geschenk auch schon fast fertig. Dennoch habe ich es mir nicht nehmen lassen und euch eine passende Anleitung vorbereitet.




Materialien:
Tonkarton in weiß, rosa und grün | Schere | Kleber | Bleistift | Lineal | schwarzer Fasermaler | Geschenkband | Locher


1. Zunächst schneidet ihr aus dem weißen Tonkarton ein Rechteck in der Größe eurer Wahl und schneidet die oberen Kanten ab.
2. Schneidet aus dem grünen Tonkarton einen schmalen Streifen aus und klebt ihn an das untere Ende des weißen Tonkartons.
3. Schneidet nun aus dem rosa Tonkarton ein etwas kürzeres Rechteck in der Breite des weißen Tonkartons und klebt es auf den weißen Tonkarton. Schneidet die Ecken ab.
4. Malt mit dem Filzstift kleine schwarze Ovale auf den rosa Tonkarton. 
5. Macht ein Loch in die obere Seite eures Geschenkanhängers und fädelt euer Geschenkband hindurch.
6. Fertig ist euer Geschenkanhänger in Melonen-Optik.






Tatsächlich hatte ich neben den Melonen-Anhängern auch eine Ananas-Variante ausprobiert, doch irgendwie wollte mir die nicht so ganz gelingen. Aber die Melonen-Anhänger haben in jedem Fall bereits meinen letzten Geburtstagskindern große Freude bereitet. Auf der Rückseite ist noch genügend Platz für ein paar persönliche Worte. Vielleicht könnt ihr hier auch gleich eure Handlettering-Künste ausprobieren! Da ist eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ich bin schon gespannt, ob ihr eure nächsten Geburtstagskinder auch mit solchen selbstgemachten Anhängern überraschen werdet. Ich wünsche in jedem Fall viel Spaß beim Nachmachen. Lasst es euch gut gehen!

Sonntag, 27. August 2017

Spaghetti mit frischen Pfifferlingen in Tomaten-Sahne-Sauce


Nass, warm, kalt, wieder nass, kalt, warm. Dieser Sommer hat wirklich eigenartige Auswüchse und ich glaube, es gibt nicht allzu viel, was man an dieser Situation gut finden kann. Aber ein paar Kleinigkeiten gibt es da dennoch. Ich freue mich beispielsweise sehr, dass ich im Büro nicht ständig das Gefühl haben muss, zu viel Sonne vor der Haustür zu verpassen. Oder das cremige Eis vom Lieblings-Eismann. Und ich glaube, dass dieses immer wieder feucht-warme Klima uns auch kulinarisch mit einigen Leckereien überraschen kann. Die heimischen Pilze beispielsweise freuen sich doch sehr über diese Temperaturen und so sprießen sie nun in Hülle und Fülle in unseren Wäldern. Glaube ich zumindest. Denn das einzige, was ich als Großstädter bisher gesehen habe, sind die hübsch aufgereihten Pilze im Supermarkt um die Ecke. Aber vor kurzem gab es frische Pfifferlinge aus der Region, die umgehend einen Platz in meinem Einkaufskorb gefunden haben. Und was soll ich sagen? Allein der Geruch hat mich spontan in einen dicht bewachsenen Brandenburger Wald katapultiert. Herrlich!


Die immer noch einfachste Art, frische Pfifferlinge zu genießen, ist die Zubereitung in der Pfanne. Einfach in Butter schwenken, etwas Kräuter hinzu und dann noch warm auf knusprigen Brot genießen. So so lecker! Doch ab und an soll man ja auch mal etwas neues ausprobieren und so wanderten die frisch erstandenen Pfifferlinge bei mir dieses Mal in unsere Pasta-Sauce. Gemeinsam mit Thymian und getrockneten Tomaten machen sie auch hier eine ausgesprochen gute und vor allem leckere Figur, sodass ich euch das Rezept natürlich auch nicht vorenthalten möchte. 


Zutaten (für 2-3 Personen) 
500 g Spaghetti | 400 g Pfifferlinge | 1 Zwiebel | 2 Knoblauchzehen | 1 EL Butter | 1 Glas getrocknete Tomaten (in Öl) | 1 Bund Thymian | 180 ml Sahne | 3 Eigelb | Salz, Pfeffer | etwas Parmesan


Zunächst kocht ihr die Spaghetti nach Packungsanweisung im Salzwasser. Schneidet die Zwiebel und die Knoblauchzehen in kleine Stücke und bratet sie in geschmolzener Butter in der Pfanne an. Putzt die Pfifferlinge und gebt sie mit in die Pfanne. Wascht den Thymian, schüttelt ihn trocken und gebt  drei bis vier kleine Zweige mit zu den Pfifferlingen. Dünstet die Pilze etwa fünf bis sieben Minuten und holt dann den Thymian wieder aus der Pfanne. In der Zwischenzeit lasst ihr die Tomaten abtropfen und schneidet sie in sehr feine Stücke. Rührt sie unter die Pfifferlinge. Verquirlt das Eigelb mit der Sahne und würzt es mit Salz und Pfeffer. Zupft die Blättchen von den restlichen Thymianzweigen und gebt sie gemeinsam mit dem Sahne-Ei-Gemisch unter die Pfifferlinge. Würzt noch einmal kräftig mit Salz und Pfeffer. Lasst die Spaghetti abtropfen und gebt sie zurück in den Topf. Pfifferling-Tomaten-Soße unterrühren und heiß servieren. Je nach Geschmack könnt ihr noch etwas Parmesan dazu reichen.



Nach diesem leckeren Sonntagsessen überlege ich nun, wo ich mich am besten tatsächlich auch selbst beim Pilzesuchen austoben kann. Hat jemand einen Tipp in der Nähe von Berlin parat? Für mich wäre das ja mal einen kleinen Ausflug wert. Wie sieht es bei euch aus? Ward ihr in diesem Jahr schon Pilze sammeln oder habt es noch vor? Ich bin ja gespannt, wie ihr eure Ausbeute am liebsten zubereitet und freue mich über eure Tipps und Tricks! 

Habt noch einen schönen Sonntag. Lasst es euch gut gehen.

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