Sonntag, 18. Februar 2018

Lunch to go: Quinoa-Salat im Glas


Letzte Woche hatte ich eine kleine Diskussion in einer der alltäglichen Mittagspausen mit meinen Kollegen. Wie fast immer hatte jeder von uns etwas zum Lunch von zu Hause mitgebracht, doch neben Fertigsalat aus dem Kühlregal oder dünn belegten Stullen hatten die Brotbüchsen meiner Kollegen absolut nichts Schönes zu bieten. Ich dagegen freute mich über einen selbstgemachten Salat, den ich am Vorabend zubereitet hatte. Einer meiner Kollegen fragte sich, woher ich die Zeit für meine Lunch-Vorbereitung nehme, ohne am Abend nach einem langen Arbeitstag von Tiefkühlpizza oder Tütensuppe zu leben. Die Antwort darauf ist eigentlich ganz leicht: Entweder, ich koche am Abend und freue mich am nächsten Tag zum Mittag über leckeres Reste-Essen. Oder aber ich schnibble mir schnell einen Salat zurecht und verpacke ihn in ein hohes Glas. So muss ich mir beim Lunch selbst nur noch einen Teller schnappen, den Salat darauf geben und genießen. Die Zubereitung dauert gerade einmal zehn Minuten und ist absolut kein Hexenwerk.


Wenn ich dann mal keine Lust auf Salat habe oder vom Abendessen keine Reste übrig geblieben sind, greife ich natürlich auch ab und zu zu frischem Brot oder auch Knäckebrot. Der Unterschied ist nur, dass ich mir erst auf Arbeit die Stullen schmiere und mit Wurst, Gurke, Ei oder anderen frischen Zutaten belege. So verzichte ich weitestgehend auf Fertigprodukte mit einer ellenlangen Liste an Konservierungsstoffen, zu viel Salz oder Zucker. Das funktioniert in meinem Alltag eigentlich recht gut und ich freue mich, dass ich dies für mich umsetzen kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass es in einem Haushalt mit Kindern garantiert etwas anders zugeht und bin selbst schon gespannt, wie gerade das Kochen mit frischen Zutaten bei uns in ferner Zukunft mal aussehen wird. Doch bis dahin genieße ich die Schnibbelei und freue mich in jeder Mittagspause über ein frisch zubereitetes Essen. 


Eine kleine Salat-Idee für eure nächste Mittagspause habe ich heute natürlich auch im Gepäck. Das Rezept benötigt nicht allzu viele Zutaten und ist am Vorabend einfach zubereitet. Ich nehme meist ein großes Mason Ball Glas mit (950 ml), in das der Salat perfekt passt.



Zutaten (für 1 Portion)
50 g Quinoa | 130 ml Wasser | 1/2 Paprika | 3 EL Kidneybohnen | 90 g Salatgurke | 6 Cherry-Tomaten | 50 g Feldsalat | 60 g Naturjoghurt | 1 EL Zitronensaft | 1/2 Bund Schnittlauch | Salz, Pfeffer


Zunächst bereitet ihr das Quinoa vor. Dafür gebt ihr das Wasser mit etwas Salz und dem Quinoa in einen Topf und lasst es etwa 15 Minuten köcheln. Anschließend stellt ihr den Topf kurz zur Seite bis das Wasser komplett aufgesogen ist.
In der Zwischenzeit würfelt ihr Paprika und Salatgurke, halbiert die Tomaten und wascht Kidneybohnen und Feldsalat mit kaltem Wasser ab. Schneidet den Schnittlauch in Röllchen. Verrührt Joghurt mit dem Zitronensaft und gebt den Schnittlauch hinzu. Würzt den Joghurtdressing kräftig mit Salz und Pfeffer. 
Gebt nun als erstes das Quinoa in euer Glas. Schichtet darauf Kidneybohnen, Gurke, Paprika, Tomaten und Salat und verschließt das Glas gut. Füllt das Joghurtdressing in ein Extra-Gefäß und schon ist euer Lunch fertig zum Verzehr.

Kleiner Tipp: Bereitet gleich die doppelte Menge von allem zu, so habt ihr zwei Tage hintereinander immer etwas zum Essen parat. 


Wer übrigens noch mehr Zeit sparen möchte, der verzichtet auf Quinoa und schichtet nur das Gemüse in das Glas. Kurz vorm Verzehr könntet ihr noch ein hart gekochtes Ei vierteln und zum Salat geben. Gemeinsam mit dem frischen Joghurt-Dressing ist das ein Genuss! 


Das besonders Gute an dem Salat ist ja auch, dass er nicht allzu schwer im Magen liegt und man nach der Mittagspause wieder mit Schwung in den restlichen Arbeitstag starten kann. Perfekt, nicht wahr?

Ich bin gespannt: Bereitet ihr euch auch immer etwas für eure Mittagspause vor? Wenn ja, dann freue ich mich auf eure Ideen, denn Inspiration kann man ja immer gut gebrauchen. Bis dahin wünsche ich euch noch einen herrlichen Sonntag. Lasst es euch gut gehen.

Sonntag, 11. Februar 2018

Zum Valentinstag: Saftige Mini-Gugl mit Roter Bete


Und schon steht er schon wieder vor der Tür: Der Valentinstag! Ich gebe zu, dass dieser Tag für mich schon immer irgendwie etwas besonderes war. Natürlich weiß ich, dass es keinen bestimmten Tag braucht, um mal wieder besonders romantisch zueinander zu sein. Doch seitdem meine bessere Hälfte mir so ziemlich exakt vor vier Jahren genau an diesem Tag den wohl filmreifsten Heiratsantrag überhaupt gemacht hat, verbinde ich mit dem Valentinstag spätestens ab da einfach herrliche Erinnerungen. Es ist also kein Wunder, dass wir somit weiterhin diesen Tag auf irgendeine Weise zelebrieren. So darf ich mich in diesem Jahr über ein selbstgekochtes 3-Gänge-Menü am Abend freuen und meine bessere Hälfte wird mit Mini-Gugl verwöhnt. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen, nicht wahr?


Meine Mini-Gugl habe ich dieses Mal mit frischer Roter Bete zubereitet. Gemeinsam mit dunkler Schokolade sind die kleinen Küchlein so richtig schön schmatzig und erinnern absolut an saftige Brownie-Stückchen. Besonders toll: Die Mini-Gugl sind ratzfatz zubereitet, sodass ihr die kleinen Dinger auch noch als Last-Minute-Geschenk für eure Liebsten vorbereiten könnt.


Zutaten (für 36 Mini-Gugl)
90 g Rote Bete | 100 g Zartbitterschokolade | 100 g Butter | 80 Mehl | 2 EL Kakao | 1/2 TL Backpulver | Prise Salz | 2 Eier | 80 g Zucker | 100 g weiße Schokolade

Heizt den Ofen auf 160°C vor. Zunächst schält ihr die Rote Bete, schneidet sie in kleine Stücke und püriert sie mit dem Stabmixer fein. Lasst die Zartbitterschokolade gemeinsam mit der Butter über dem Wasserbald schmelzen. Vermengt in der Zwischenzeit Mehl, Kakao, Backpulver, Salz und die Eier zu einer glatten Masse. Gebt dann die Rote Bete, Zucker und die geschmolzene Schokolade hinzu. Verteilt den Teig auf einer Mini-Gugl-Form und backt die Mini-Gugl etwa 20 Minuten im Ofen. Nehmt sie heraus und lasst sie gut abkühlen, bevor ihr sie aus der Form löst. Für die Dekoration lasst ihr die weiße Schokolade schmelzen und gebt sie auf die Mini-Gugl.

Kleiner Tipp: Für eine glatte Dekoration mit der weißen Schokolade, gebt ihr diese zunächst in eine Mini-Gugl-Form, rüttelt kurz daran und stülpt dann die fertig gebackenen Mini-Gugl in die weiche Schokolade. Lasst die Mini-Gugl im Kühlschrank etwa eine halbe Stunde abholen, bevor ihr sie herauslöst und serviert. 


Ich bin gespannt: Zelebriert ihr den Valentinstag? Wenn ja, bin ich schon gespannt auf eure Pläne. Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag. Lasst es euch gut gehen. 

Sonntag, 4. Februar 2018

Einfaches Rezept für gedeckten Apfelkuchen


Das heutige Rezept habt ihr meinem Mann zu verdanken. Ich gebe zu, mit genau diesem Satz könnte ich wohl beinahe jeden Post beginnen, bei dem ich euch ein neues Kuchenrezept vorstelle. Mein aktueller Hauptdarsteller allerdings stand schon eine Weile auf der Backwunschliste meiner besseren Hälfte, sodass ich nach dem Backen die Chance direkt nutze, um es für euch in Szene zu setzen. Ein paar Minuten länger und ich hätte nur noch Krümel fotografieren können, so viel steht fest... Das Rezept ist aber auch wirklich herrlich klassisch und immer wieder ein perfekter Gaumenschmaus für die sonntägliche Kaffeetafel. Da kann natürlich keiner widerstehen, sodass ich heute auch nicht lange um den heißen Kuchen herumrede. 



Für das Rezept für meinen gedeckten Apfelkuchen habe ich mich hier inspirieren lassen. Beim Stöbern im Netz, vor allem bei Pinterest, entdeckt man ja immer wieder solch leckere Schätzchen, sodass man gar nicht dazu kommt, all diese Leckereien auch wirklich mal selbst auszuprobieren. Da ich jedoch zugegebenermaßen nicht alle Zutaten wie im Link beschrieben zur Hand hatte, habe ich kurzerhand ein wenig improvisiert. Heraus kam eine herrlich einfache Variante für einen fruchtigen Apfelkuchen, die perfekt zum heutigen sonnigen Sonntag passt.


Zutaten 
(für eine Springform Ø24cm)
300 g Mehl | 155 g Zucker | 1 Pckg. Vanillezucker | 1 Ei | 180 g weiche Butter | 4 Äpfel | 1 EL Zucker | 2 TL Zimt | 2-3 EL Marmelade (zum Beispiel Aprikose) | etwas Puderzucker zum Bestreuen 

Für den Mürbeteig gebt ihr Mehl, Zucker, Vanillezucker, Ei und Butter in Stückchen in eine Rührschüssel. Verknetet alles mit dem Knethaken eures Rührgerätes und formt dann mit den Händen einen glatten Teig. Schlagt den Teig in Frischhaltefolie und stellt ihn kalt.
In der Zwischenzeit schält ihr die Äpfel, entfernt das Kerngehäuse und schneidet sie in feine Scheiben. Gebt die Äpfel in mit Zucker und Zimt in eine Schüssel und vermengt alles gut. Anschließend heizt ihr den Ofen auf etwa 175°C vor. 
Teilt euren Teig in 2/3 und 1/3 große Stücken auf. Rollt das größere Teigstück auf einer bemehlten Arbeitsfläche für den Boden eures Kuchens aus. Fettet eure Springform ein, legt den Teig hinein und zieht den Rand schön hoch. Stecht den Boden mehrmals mit einer Gabel ein, bevor ihr ihn mit Marmelade bestreicht. Anschließend verteilt ihr die Apfelscheiben auf der Marmelade. Das kleinere Teigstück rollt ihr ebenfalls mit etwas Mehl aus. Entweder schneidet ihr nun lange Streifen aus dem Teig und bedeckt euren Kuchen mit einem dekorativen Gitter oder ähnlichem. Oder ihr bedeckt die Äpfel vollständig mit dem ausgerollten Teig. 
Lasst nun den gedeckten Apfelkuchen etwa 45 Minuten im Ofen goldbraun backen. Holt ihn anschließend heraus und lasst ihn gut abkühlen. Anschließend könnt ihr ihn mit frisch geschlagener Sahne servieren und genießen.



Ich gönne mir dann mal noch ein Stückchen Kuchen (sofern mein Mann mit mir teilt), bevor ich mich wieder ein paar Aufgaben für unser Hausbauprojekt zuwende. Aber auch Bauherren brauchen ab und an eine Pause, nicht wahr?

Also, lasst es euch gut gehen und genießt den Sonntag! Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken und Ausprobieren. 

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