Sonntag, 16. Oktober 2016

DIY: Tipps und Tricks, um herbstliche Blumensträuße selber zu binden



Frische Schnittblumen in den eigenen vier Wänden lassen mein Herz definitiv höher schlagen. Auch das noch so kleinste Blümchen in einer passenden Vase macht die Wohnung gemütlich und ich kann mich daran einfach nicht satt sehen. Wie gut, dass ich einen Mann geheiratet habe, der diese Liebelei fördert und mich regelmäßig mit kleinen oder großen Sträußchen überrascht. Auch im Herbst darf bei mir ein bunter Strauß auf dem Wohnzimmertisch nicht fehlen. Gern stelle ich mir dafür selbst die Schnittblumen zusammen und dekoriere sie nach Lust und Laune.




Als ich nun am Wochenende im Lieblingsblumenladen meines Vertrauens stand, fühlte ich mich von der Auswahl dort so inspiriert, dass ich mich dazu entschlossen habe, auch euch mal ein bisschen an meiner Blumenliebe teilhaben zu lassen. Außerdem möchte ich euch mit dem heutigen Blogpost ein paar Tipps auf dem Weg geben, um eure eigenen herbstlichen Blumensträuße zu binden. Zudem verrate euch auch ein paar offene Geheimnisse, wie diese besonders lange frisch halten.




Der Herbst hat ja so einige blumige Schätzchen zu bieten. Die typischen Schnittblumen, die man zu dieser Jahreszeit bei jedem Floristen erhält, sind neben Sonnenblumen und Dahlien vor allem Astern, Chrysanthemen, Erika, Heidekraut oder auch Hortensien. Zu den Blumen gesellen sich gern Beeren oder auch buntes Herbstlaub. Wer einen typischen herbstlichen Strauß binden möchte, der greift am besten zu den warmen Farbtönen wie Rot, Gelb, Orange oder auch Violett. Die erste Variante, die ich euch in diese Post zeige, ist ein typisch rot-gelber Strauß aus Chrysanthemen und Mini-Hagebutten. Den Blumenstrauß habe ich außerdem mit ein paar bunten Herbstblättern abgerundet, die ich vor unserer Haustür gesammelt habe. 

Meinen Strauß habe ich für euch auf den Fotos in zwei verschiedenen Vasen hergerichtet, um euch zu zeigen, dass auch die Wahl der Vase eine entscheidende Wirkung auf die Blumendekoration haben kann. Zunächst habe ich den Strauß in einer durchsichtigen Vase drapiert und diese selbst mit einem braunen Band dekoriert. Insgesamt wirkt der Strauß dadurch schön wild und wie frisch von der Wiese gepflückt. In der weißen Vase dagegen wird der Blick vor allem auf die farbigen Blüten gelenkt, sodass der Strauß insgesamt etwas ruhiger und harmonischer wirkt. 






Die typischen Herbstfarben wie Rot oder Orange sind ja nicht jedermanns Geschmack. Dass der Herbst aber auch ganz schlicht sein kann, beweist mein zweiter herbstlicher Blumenstrauß. Für diesen habe ich nicht allzu tief in den blumigen Farbtopf gegriffen, sondern vielmehr zu Grüntönen und nur kleinen roten, weißen und orangenen Farbtupfern. So ganz kann ich dann im Herbst doch nicht auf die warmen Farben verzichten... Für den Strauß habe ich Kamille mit einigen Blätterzweigen, Johanniskraut und Färberdisteln kombiniert. 




Bei meinem zweiten herbstlichen Strauß habe ich mich für eine etwas bereitere und durchsichtige Vase entschieden. Gerade die Färberdisteln brauchen aufgrund ihrer Breite etwas mehr Platz und da ich den Strauß im Gegensatz zu der ersten Variante sowieso etwas voller und noch wilder gestalten wollte, kam die breite Vase wie gerufen. Neben den Blumen und Beeren vom Floristen habe ich diesen Strauß zusätzlich noch mit ein paar Blätterzweigen kombiniert, die ich - genau wie die einzelnen Herbstblätter zuvor - vor unserer Haustür entdeckt habe. Die Blätter werden sich in den kommenden Tagen vermutlich genau wie ihre Kollegen noch weiter bunt färben, sodass dieser Strauß bald ein leuchtender Hingucker sein wird. Wie ich ihn bis dahin pflege, damit er besonders lange frisch bleibt und gut aussieht, verrate ich euch in den folgenden Tipps.




Meine 5 Tipps für eine lange Freude an Schnittblumen


1. Blätter entfernen. Um lange Freude an eurem Blumenstrauß zu haben, entfernt ihr am unteren Bereich der Blumenstiele die Blätter und achtet darauf, dass so wenig Blätter am Ende im Wasser stehen. Durch die Feuchtigkeit werden die Blätter nämlich schnell faulig und verunreinigen das Blumenwasser, sodass der Strauß schneller verblüht.

2. Anschneiden. Egal, ob ihr eure Blumen beim Floristen eures Vertrauens gekauft habt oder beim Supermarkt um die Ecke, wichtig ist, dass ihr sie noch einmal anschneidet, bevor ihr sie mit frischem Wasser in die Vase stellt. Das gilt vor allem auch für Sträuße, die eventuell etwas länger unterwegs waren, bevor sie bei euch zu Hause angekommen sind. Wenn die Blumen eine Weile ohne Wasser waren, sind die Blumenstiele in der Regel bereits hart und leicht vertrocknet, sodass sie weniger Wasser aufnehmen können. Das Anschneiden mit einem scharfen Messer oder einer Blumenschere sind daher besonders wichtig, damit eure Blumen lange frisch halten. Auch über einen frischen Anschnitt nach ein paar Tagen in der Vase freut sich euer Blumenstrauß besonders.

3. Frisches Wasser. Was euer Blumenstrauß besonders liebst, ist frisches Wasser. Und nein, das Befüllen eurer Vase mit frischem Wasser sollte für eure Blumen nicht einmalig sein, sondern im Idealfall täglich oder mindestens alle zwei Tage wiederholt werden. 

4. Ein schattiges Plätzchen. Zugegeben: Im Herbst oder Winter herrschen für Schnittblumen ideale Bedienungen, um lange zu Blühen, denn die Sonne lässt sich hier nur selten blicken. Generell gilt aber, dass euer Blumenstrauß es vor allem schattig und kühl mag. Stellt eure Vase also am Besten nicht in die direkte Sonne oder in die Nähe einer Heizung.

5. Verblühte Blumen entfernen. Auch wenn ihr alles gegeben habt, um euren Blumenstrauß frisch zu halten, kann es dennoch sein, dass in einem bunt gemischten Strauß einige Blumen schneller verblühen als die anderen. Entfernt diese, um den anderen Blumen in der Vase weiterhin die Gelegenheit zu geben, voll aufzublühen. So verhindert ihr auch, dass das Blumenwasser aufgrund fauliger Stellen an den Blumenstängeln schnell verunreinigt wird.






Wie schon erwähnt ist auch Violett eine tolle Herbstfarbe. Gerade Dahlien, Astern und Chrysanthemen leuchten regelrecht in dieser Farbe, sodass ich mich bei meinem dritten Herbststrauß im heutigen Blogpost genau dafür entschieden habe. Die Chrysanthemen habe ich dieses Mal mit der Fetten Henne, Klee, und Schafgarbe kombiniert. Platziert habe ich alles gemeinsam in einem großen Weckglas. 




Weckgläser, egal ob groß oder klein, sind übrigens meine liebsten Blumenbehausungen. Gerade bei Tischdekorationen greife ich gern zu diesen Gläsern zurück, denn sie sind nicht zu groß, lassen sich mit unterschiedlichen Formen und Höhen bestens kombinieren und bieten jede Menge Platz für unterschiedliche Schnittblumen. Einziger Nachteil ist hier, dass man Stauden oder Zweige extrem kürzen muss, damit sie einen idealen Halt in dem Glas haben. Zudem benötigt man in der Regel etwas mehr Blüten, da die Blumen darin sonst schnell etwas verloren aussehen.




Na, wer von euch hat nun Lust bekommen, seinen eigenen herbstlichen Blumenstrauß zu binden? Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen kleinen Tipps und Tricks etwas ermutigen, öfters mal beim Blumenladen nebenan vorbeizuschauen und eure vier Wände mit ein paar frischen Blüten zu verschönern. 

Ich wünsche viel Spaß beim Gestalten, Dekorieren und Pflegen eurer eigenen Kreationen!

Kommentare

  1. Antworten
    1. Lieben Dank Nina!

      Hab einen schonen Sonntag.
      Liebe Grüße, Sarah

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  2. Wow, das sieht toll aus. Ich bin leider nicht so begabt beim Blumenstecken, werde es aber mal ausprobieren. Liebe Grüße
    Wiebke

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