Sonntag, 14. Oktober 2018

Urlaub mit Babybauch: Hallo Dänemark!


Anfang des Jahres sagte ich zu meinem Mann: "Zu meinem 30. Geburtstag möchte ich verreisen. Egal, wohin. Ich lasse mich überraschen und möchte mich um nichts kümmern." Etwa zwei Monate später hielt ich dann einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand und mein Traum von einem Urlaub im Oktober rückte zunächst in weite Ferne. Drei Wochen vor dem errechneten Termin noch verreisen? Unvorstellbar. Je näher aber mein Geburtstag rückte, umso deutlicher wurde eines: Mir ging es gut und das auch mit meiner Babykugel. Also entschied mein Mann, dass ein Babymoon durchaus auch in der 37. Schwangerschaftswoche möglich sein sollte - und plante eine entspannte Reise, die uns letztlich nach Dänemark führte. Und was soll ich sagen? Was besseres hätte er mir nicht zum Geburtstag schenken können, so viel steht fest.



Erst kurz vor unserer Reise erfuhr ich, wohin mich meine bessere Hälfte entführen möchte. Mit diesem Ziel hätte ich nie gerechnet - vielmehr dachte ich, er würde in Anbetracht meiner Babymurmel in Deutschland bleiben. Stattdessen steuerte er direkt den fast nördlichsten Zipfel von Dänemark an, genauer gesagt das kleine Örtchen Harrerenden bei Lønstrup. Als wir hier mit dem Auto in die Dünen einbogen, an einem Ferienhäuschen nach dem anderen vorbei fuhren und letztlich das abgelegenste von allen ansteuerten, von dem aus man nichts außer das stürmische Meer sehen konnte, war es um mich geschehen. Kein Wort habe ich in diesem Moment über meine Lippen gebracht, kein erstauntes "Oh!" oder "Ah!". Stattdessen liefen einfach nur jede Menge Glückstränen meine Wangen hinab. 




Unser Ferienhäuschen war perfekt. Es bestand aus einem offenen Küchen- und Wohnbereich, zwei kleinen Schlafzimmern und einem Badezimmer. Gemütlicher hätten wir es im Herbst einfach nicht haben können. Das besonders schöne: Von fast allen Seiten konnte man direkt auf das Meer schauen und so begann jeder Morgen bereits mit einem breiten Lächeln mit Blick aus dem Fenster.




Die gesamte Woche unseres Dänemark-Aufenthaltes verbrachten wir zunächst mit einem ausgiebigen Frühstück und planten erst dann den angebrochenen Tag. Trotz Babybauch traute ich mir einiges zu, sodass wir Ausflüge in die Umgebung unternahmen und beispielsweise zur Wanderdüne Rubjerg Knude liefen und dort die Aussicht vom Leuchtturm genossen. An einem anderen Tag besuchten wir das Nordsee-Ozeanarium und an einem anderen einen kleinen Fun Park, wo wir die meiste Zeit umgeben von Kaninchen, Schweinen und Eseln mit viel Streicheleinheiten und Fütterungen verbrachten. Dank der Nebensaison waren alle Ausflugsziele absolut nicht überfüllt, sodass wir fast alles für uns hatten - und das trotz herrlichstem sonnigen Herbstwetter. Für mich bzw. für uns war der Urlaub das beste, was uns passieren konnte. Wir hatten Zeit für uns, kamen noch einmal auf völlig andere Gedanken und konnten vor allem eines: Abschalten. Zweifel, um diese Reise überhaupt noch drei Wochen vor dem Geburtstermin anzutreten, hegte ich zu keinem Zeitpunkt. Und warum? Das verrate ich euch in drei kleinen Tipps rund um das Verreisen mit Babybauch.



Drei Tipps zum Verreisen in der Schwangerschaft


1. Höre auf deinen Körper

Ich persönlich hatte während meiner gesamten Schwangerschaft viel Glück. Gerade mal in den ersten paar Wochen hatte ich mit großer Müdigkeit zu kämpfen und fühlte mich einfach nur schlapp. Doch spätestens, als der dritte Monat rum war, ging es bergauf und ich fühlte mich normal und fidel - und das eigentlich auch bis jetzt zur 38. Schwangerschaftswoche. Das es nicht jedem so geht, weiß ich aus Erfahrungsberichten von vielen Freundinnen und Bekannten, die die meiste Zeit mit Übelkeit, Rückenschmerzen oder Kreislaufproblemen zu kämpfen hatten. Deshalb mein Tipp: Hört auf euren Körper! Wenn ihr euch fit fühlt und euch eine Reise zutraut, dann macht es. Sprecht gern vorab mit eurer Hebamme oder Ärztin, ob sie irgendwelche Argumente haben, die gegen solch eine Reise sprechen. Wenn nicht, kann es losgehen - und da ist es aus meiner Sicht auch ganz egal, ob ihr im vierten oder gar neunten Monat schwanger seid.

2. Bereite dich vor - Kliniktasche und Babyschale dürfen mit

Je näher der errechnete Geburtstermin rückt, desto größer werden die Augen derjenigen, denen ihr verratet, dass ihr ausgerechnet jetzt noch in den Urlaub fahren möchtet. Doch wie bereits im ersten Tipp erwähnt, soll das kein Problem sein, solange es euch gut geht. Dennoch: Bereitet euch gut vor. Dass heißt vor allem: Nehmt im Zweifel eure fertig gepackte Kliniktasche und die Babyschale fürs Auto mit. Letztlich weiß man nie, wann sich die Kleinsten entscheiden auf die Welt zu kommen. Erkundigt euch vorab außerdem, wo in der Nähe eures Urlaubsortes ein Krankenhaus ist. Dieses Wissen beruhigt nicht nur vorab, es kann im Notfall natürlich auch helfen, dass euer Baby gesund und munter in guten Händen das Licht der Welt erblickt.

3. Gönne dir Auszeiten

Ein Urlaub kurz vor dem errechneten Geburtstermin muss nicht bestückt sein mit tausenden Aktivitäten, Ausflügen und Erlebnissen - es sei denn, ihr wollt es genau so und euer Körper spielt da auch mit. Ihr könnt aber auch einfach nur die Füße hochlegen, die neue Umgebung genießen, ein Buch lesen und vollkommen abschalten. Niemand zwingt euch, einen Städtetrip zu unternehmen und stundenlang durch die Gegend zu laufen, um die nächste Sehenswürdigkeit auf der Bucket List abzustreichen. Wenn ihr wie ich viel lieber die Aussicht auf das Meer genießen möchtet, in Ruhe ausschlafen wollt und es euch einfach gut gehen lassen möchtet, dann macht das. Gönnt euch die Ruhepausen, die euer Körper verlangt und genießt den Moment in vollen Zügen. 


In meinen Geburtstag startete ich übrigens mit frisch gebackenen Muffins von meinem Mann (ja, er stand extra Morgens um sechs Uhr auf, um die Küche in einen leckeren Schokoduft zu hüllen), dem schönsten Ausblick auf das Meer und strahlendem Sonnenschein. Wir fuhren nach Aarhus in das Freilichtmuseum Den Gamle By, um uns dort ein wenig in die Geschichte von Dänemark einzufinden und letztlich eine Kutschfahrt durch das Museumsdorf sowie dem angrenzenden botanischen Garten zu unternehmen. Abends suchten wir uns spontan ein hübsches kleines Restaurant aus, bei dem ich das wohl leckerste Menü verspeiste, was ich mir zum Geburtstag hätte wünschen können. Den schönsten Abschluss des Tages bildete aber letztlich der sternenklare Himmel an unserem Ferienhäuschen. In unsere Windjacken eingepackt setzen wir uns auf eine kleine Bank am Meer, lauschten dem Rauschen des Meeres und schauten in die Sterne. Sechs Sternschnuppen machten den Abend letztlich perfekt und mich einfach nur unfassbar glücklich. 



Rückblickend betrachtet würde ich mir zum meinem Start in das 30. Lebensjahr nichts anderes außer diese unzähligen herrlichen Momente wünschen, die ich mit meiner besseren Hälfte in Dänemark erleben durfte. Denn ab jetzt zählt nur noch eines: Die letzten neun Tage zum errechneten Geburtstermin unserer kleinen Himbeere haben begonnen und ich freue mich, dass ich mich nun, ganz entspannt und beflügelt von der herrlichen Zeit zu zweit, ausnahmslos ihr widmen kann.



Sonntag, 7. Oktober 2018

Mini-Apfelmus-Gugl mit Haselnüssen und dunkler Schokolade


Es war eindeutig schon wieder zu lange her, dass ich meine Mini-Gugl-Form aus ihrem angestammten Platz in der Küche hervorgeholt habe. Vielleicht lag es daran, dass ich mich in letzter Zeit doch lieber größeren Kuchen gewidmet hatte, als den kleinen Leckereien Beachtung zu schenken. Doch nun konnte ich einfach nicht anders: Mini-Gugl ersetzen in meinen Augen nicht den klassischen Sonntagskuchen, aber sie bilden eine tolle Ergänzung. Oder aber man zaubert sich damit selbst eine kleine Nascherei, die vom üblichen Griff nach Schokolade und Co ablenken. Immerhin sind sie mit einem Happs verschwunden... Wenn es nach meiner besseren Hälfte geht, hätte ich in jedem Fall noch mehr von den kleinen Gugl backen können. Die Kombination aus Apfelmus und dunkler Schokolade ist aber auch zu lecker - da kann niemand ablehnen.



Normalerweise wäre ich ja absolut dafür, dass auch das Apfelmus für das folgende Rezept selbstgemacht wird - immerhin schmeckt das bekanntlich am besten, nicht wahr? Allerdings wollte ich dieses Mal schnell in den Genuss der kleinen Gugl kommen, sodass jede Sekunde genutzt werden musste und ich ausnahmsweise zum fertigen Glas griff. Das hat dem Geschmack der kleinen Küchlein Gott sei Dank nicht geschadet, sodass ich durchaus mit gutem Gewissen das Rezept mit euch teilen kann.


Zutaten (für 36 Mini-Gugl)

250 g Mehl | Prise Salz | 1 1/2 TL Backpulver | 145 g Zucker | 1 Pckg. Vanillinzucker | 1 TL Zimt | 145 g Butter | 50 g Naturjoghurt | 210 g Apfelmus | 15 g gemahlene Haselnüsse | 2 EL Milch | 100 g Zartbitterschokolade 

Heizt zunächst den Ofen auf 180°C vor. Gebt dann Mehl, Salz, Backpulver, Zucker, Vanillinzucker und Zimt in eine Rührschüssel und vermengt alles gut miteinander. Anschließend lasst ihr die Butter schmelzen und rührt sie unter die trockenen Zutaten. Gebt dann Joghurt und Apfelmus hinzu und verarbeitet den Teig zu einer glatten Masse. Anschließend rührt ihr die gemahlenen Haselnüsse und die Milch unter. 
Verteilt nun euren glatten Teig in die Mini-Gugl-Form. Backt die Mini-Gugl für etwa 15 bis 18 Minuten, bis bei der Holzstäbchenprobe kein Teig mehr kleben bleibt. Anschließend lasst ihr sie abkühlen und löst sie aus der Form.
Für das Schokoladentopping lasst ihr die Schokolade am besten über dem Wasserbad schmelzen und verteilt sie anschließend mit einem Teelöffel auf den kleinen Küchlein. Sobald die Schokolade fest ist, könnt ihr die Mini-Gugl auch schon genießen. 


Ich war übrigens so ungeduldig, dass ich meine Schokolade direkt im Topf geschmolzen habe. Das war tatsächlich keine gute Idee, denn so wurde sie zu heiß und letztlich zu dickflüssig, sodass ich sie nicht optimal auf den Mini-Gugl verteilen konnte - wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Nehmt euch also ruhig die Zeit, um die Schokolade über dem Wasserbad zu schmelzen. So glänzt die Schokolade am Ende schön und ihr habt einen leckeren Blickfang auf eurer Kaffeetafel.

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachmachen und einen gemütlichen Sonntag. Lasst es euch gut gehen.

Sonntag, 30. September 2018

Sechs köstliche Rezepte für die Herbstzeit


Morgen starten wir bereits in meinen absoluten Lieblingsmonat des Jahres: Den Oktober! Kaum haben wir die sonnigen und heißen Sommertage hinter uns gelassen, beehrte uns das Wetter in den letzten Tagen von seiner herbstlichen Seite. Um uns herum verfärben sich von einem Tag auf den anderen die Blätter bunt und die Luft ist merklich kälter. Trotz Sonnenschein musste ich meine Jacke enger um mich wickeln und schon langsam die ersten großen Loopschals heraussuchen. Und was soll ich sagen? Ich liebe es! Der Herbst lässt mich nach aufregenden Monaten und Wochen so richtig zur Ruhe kommen. Ich mache es mir so langsam in den eigenen vier Wänden gemütlich und genieße alle Vorzüge dieser besonderen Jahreszeit. Ja, in diesem Jahr wartet im Oktober nicht nur ein Highlight auf mich, sondern gleich mehrere. Abgesehen von meiner Liebe zur saisonalen Küche, die ich nur zu gerne tatkräftig auslebe, und meinem Geburtstag, wird das wohl größte und unbeschreiblichste Ereignis die Geburt unserer Tochter sein. Natürlich frage ich mich da, ob mein Lieblingsmonat künftig noch mehr an Bedeutung gewinnen wird, als sowieso schon. Geht das überhaupt? Fest steht: Ich freue mich auf alles, was kommen mag! Und da ich noch ein paar Wochen sozusagen für mich alleine habe, um den Start in den Herbst zu zelebrieren, gehe ich alles der Reihe nach an. Los geht es also heute mit insgesamt sechs leckeren Rezeptideen der Saison. Natürlich darf da vor allem der Kürbis in seinen süßen und herhaften Varianten nicht fehlen. Aber auch Birne und Apfel sind mit von der Partie, sodass ich eine bunte Mischung für euch zusammenstellen konnte. Lasst euch heute also inspirieren und vom Herbst begeistern! Ich bin gespannt, welches der Rezepte als erstes auf eurem Teller landet.


1. Pikante Süßkartoffel-Kürbis-Suppe mit frischer Minze und Chili

Wenn es draußen wieder kühler wird, freue ich mich am Ende des Tages immer über eine schöne heiße Suppe. Im Herbst darf da der Kürbis als besondere Zutaten in meinen Augen nicht fehlen, so viel steht fest. Aber in Kombination mit Süßkartoffel, Minze und Chili ist der Kürbis einfach unschlagbar! Ich habe bereits einige Kürbissuppen-Varianten auf meinem Blog, doch diese zaubere ich zugegebenermaßen besonders gern. Neben nur wenigen Zutaten und minimaler Zubereitungszeit hat man den Seelenwärmer nämlich ganz schnell auf dem Tisch - das klappt auch noch nach dem wohlverdienten Feierabend.


2. Apfelkuchen vom Blech mit Hefeteig und Streuseln

Äpfel in allen Varianten, vor allem in dieser Saison, ist doch wirklich ein Genuss. Da darf auch Omas Apfelkuchen natürlich nicht in meiner kleinen Top-6-Liste fehlen. Das Rezept ist ein Klassiker und in vielen Kombinationen mit unterschiedlichen Früchten unschlagbar. Mit frisch geschlagener Sahne ist der Apfelkuchen vom Blech ein Highlight auf jeder Kaffeetafel. 


3. Süße Birnen-Tartelettes mit Schoko-Lavendel-Creme

Ich frage mich, warum ich schon so lange keine Tartelettes mehr gebacken habe. Vielleicht sollte ich das in den kommenden Wochen schnell nachholen, wenn ich so meinen Blick über die leckeren Birnen-Lavendel-Tartelettes schweifen lasse. Das Rezept für die süßen Köstlichkeiten ist durchaus etwas aufwendiger als andere auf meinem Blog, aber die Geduld lohnt sich. Birne in Kombination mit Lavendel ist außergewöhnlich und einfach köstlich. Wer also auf der Suche nach einem besonderen Highlight zum Kaffeeklatsch ist, der liegt mit diesem Rezept absolut richtig.


4. Pasta mit Kürbis-Thymian-Soße

Sind wir doch mal ehrlich: Auch zu dieser Jahreszeit dürfen Pasta-Gerichte nicht zu kurz kommen. Für die passende Soße zur Saison nimmt man einfach einen Kürbis zur Hand, verfeinert ihn mit Frischkäse, Knoblauch und Thymian und schon kann man den Herbst schmecken. Die Farfalle mit Kürbis-Thymian-Soße sind mit wenig Aufwand zubereitet und absolut empfehlenswert. 


5. Buntes Ofengemüse mit Rosmarin und Fetakäse

Mmmh... Ich kann den Rosmarin praktisch schon riechen, wenn ich an das leckere Ofengemüse denke. Es ist und bleibt eines meiner absolut liebsten Rezepte, denn einfacher kann man wohl kaum ein Abendessen zaubern. Neben Kürbis gesellen sich auch noch Süßkartoffeln, rote Bete, Möhren und Kartoffeln in die Auflaufform. Abgerundet wird das ganze dann mit Rosmarin und Fetakäse. Ein Genuss!


6. Würzige Mini-Kürbis-Cupcakes mit Zimt-Sahne-Frosting

Was darf bei einer herbstlichen Rezeptzusammenstellung nicht fehlen? Klar: Kürbis-Cupcakes. Mein Rezept zu den Mini-Cupcakes befindet sich nun schon seit drei Jahren auf dem Blog und ich selbst habe sie unzählige Male gebacken. Der Kürbis macht die kleinen Küchlein unheimlich saftig und gemeinsam mit dem Topping träumt man sofort von einem ausgiebigen Spaziergang im bunten Herbstlaub. Jammie!

Ich bin wie immer gespannt: Welche Rezepte dürfen bei euch zu dieser Jahreszeit nicht fehlen? Ist es die klassische Kürbis-Suppe? Oder vielleicht ein gedeckter Apfelkuchen? Ich bin gespannt auf eure Ideen und Inspirationen!

Ich wünsche euch noch einen zauberhaften Sonntag. Lasst es euch gut gehen.
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