Sonntag, 23. September 2018

Saftiger Kürbiskuchen mit Schokolade


Wenn es nach meiner besseren Hälfte geht, ist Sonntag Kuchentag. Nicht immer, aber immer öfter, verwöhne ich ihn deshalb auch gern mit einem frischgebackenen Kuchen, sodass sich der Sonntag in vollen Zügen genießen lässt. Wenn es allerdings nach meinem Herzblatt geht, so genügt ihm ein einfacher Obstkuchen, am besten noch mit Kuchenboden aus dem Supermarkt. Tjaa, an dieser Stelle blutet dann doch mein Foodie und Selbermacherherz, sodass ich es mir nicht nehmen lasse, immer wieder zu experimentieren und neue Rezepte zu kreieren. Klar, geht da auch mal was schief, sodass das ein oder andere Mal der gute Kuchensonntag einfach ausgefallen ist. Oder aber, der Mann muss erst mal von meiner neuesten Kreation überzeugt werden. Denn nicht alles, was nach Kuchen aussieht, muss auch schmecken. Und schon gar nicht, wenn er nicht ausschließlich aus Butter und Zucker besteht, sondern auch noch Früchte der Saison enthält. Verrückt! Da muss man(n) also erstmal zu seinem Glück gezwungen werden, um zu erkennen, dass auch Kürbis im Kuchen so richtig gut schmecken kann. 



Zugegebenermaßen hat es mir dieser Kuchen dieses Mal nicht allzu leicht gemacht, mich selbst von sich zu überzeugen. Lange Backzeiten irritieren mich häufig, wenn ich nicht gerade einen Quarkkuchen zubereite. Außerdem ärgert es mich, wenn der Kuchen fertig aussieht, aber nach der Holzstäbchenprobe offenbart, dass er innen quasi noch roh ist. Aber dennoch: Mit jeder Menge Geduld, einer unheimlich langen Backzeit und einer dicken abschließenden Schokoschicht kann ich nicht anders, als das Rezept für den saftigen Kürbiskuchen mit euch zu teilen. Und ja, wenn ich saftig schreibe, dann meine ich das auch so - versprochen!


Zutaten 

(für eine Springform Ø24 cm)

750 g Hokkaido-Kürbis | jeweils 1 Prise Zimt und Anis (gemahlen) | 2 Eier (Größe L) | 100 g Zucker | 1 Pckg. Vanillinzucker | 100 ml Rapsöl | 150 ml Joghurt | 200 ml Schlagsahne | 100 g Mehl | 2 TL Backpulver | 35 g gemahlene Haselnüsse | Prise Salz | 100 g Zartbitterschokolade


Zunächst bereitet ihr das Kürbis-Püree für den Kuchen vor. Dafür entfernt ihr den Strunk vom Kürbis, halbiert ihn, entfernt die Kerne und schneidet das Fruchtfleisch mit Schale in kleine Stücke. Gebt die Kürbiswürfel mit 300 ml Wasser, Zimt und Anis in einen Topf und lasst alles gemeinsam aufkochen. Lasst den Kürbis für etwa sechs bis acht Minuten köcheln, bis er weich geworden ist. Anschließend gießt ihr das Wasser mit Hilfe eines feinen Siebs ab und püriert das Kürbisfleisch zu einer glatten Masse.

Für den Teig gebt ihr zunächst Eier, Zucker und Vanillezucker in eine Rührschüssel und schlagt alles gemeinsam gut auf. Unter Rühren gebt ihr das Öl hinzu. Anschließend mengt ihr Joghurt, Sahne und das Kürbispüree unter, sodass eine glatte Masse entsteht. Vermengt dann Mehl, Backpulver, Haselnüsse und Salz miteinander und gebt es zu den flüssigen Zutaten hinzu. Verrührt alles zu einer glatten Teigmasse. Heizt den Ofen nun auf 180°C vor. Legt den Boden eurer Springform mit Backpapier aus und gebt dann den Teig hinein. Backt den Kürbiskuchen zunächst für 50 bis 60 Minuten und deckt ihn dann mit Alufolie ab, sodass er nicht zu dunkel wird. Backt den Kuchen für weitere 15 bis 20 Minuten, bis bei der Holzstäbchenprobe nur noch wenig Teig kleben bleibt. Schaltet dann den Ofen aus und lasst den Kuchen für 5 bis 10 Minuten weiter garen, ehe ihr ihn herausnehmt und vollständig abkühlen lasst.

Für das Topping lasst ihr die Zartbitterschokolade in einem Topf schmelzen und verstreicht diese mit einem Messer auf dem abgekühlten Kuchen. Lasst die Schokolade über Nacht oder im Kühlschrank fest werden, ehe ihr den Kürbiskuchen serviert. 



Ich bin ja jetzt schon gespannt, wer von euch als erstes das Rezept ausprobiert und bin jetzt schon gespannt auf das Feedback! Wir genießen nun den restlichen Sonntag in jedem Fall mit einem guten Stück Kürbiskuchen. Allein bei der tollen Farbe kann man doch kaum ablehnen, nicht wahr?

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag. Lasst es euch gut gehen!

Sonntag, 16. September 2018

Einfache Kürbis-Linsen-Suppe mit Salbei


Kaum ist der September angebrochen, schon habe ich tatsächlich keine Lust mehr auf heiße Spätsommerabende. Ja, eigentlich sollte man das herrliche Wetter doch noch einmal so richtig genießen, bevor wir wieder über trübe Tage meckern. Doch irgendwie ist alles in mir so langsam auf den Herbst eingestellt. Ich möchte mich am liebsten mit einer heißen Tasse Tee und einem guten Buch auf dem Sofa verkriechen, lange Spaziergänge im Herbstlaub unternehmen oder einfach die saisonale Küche genießen. Stattdessen erwische ich mich dabei, wie ich unseren Gefrierschrank erneut mit Eis fülle und meine Sandalen schon wieder aus dem Schrank hole. Verrückt, nicht wahr? Doch ganz ehrlich - an den leckeren Zutaten der Saison konnte ich im Supermarkt einfach nicht vorbei gehen. Viel zu groß war in dieser Woche meine Lust auf ein tolles Herbstrezept, sodass gleich mehrere Kürbisse in meinen Einkaufswagen landeten. Und kaum hat es einen Tag mal geregnet, schon habe ich die Gunst der Stunde genutzt und mir das erste Süppchen in diesem Herbst gezaubert. Hach! Das ist genau einer der Gründe, warum ich diese Jahreszeit so liebe.



Ein anderer Grund liegt auf der Hand: Ich bin ein Oktoberkind und freue mich daher jedes Jahr aufs neue über die Besonderheiten dieser Jahreshälfte. Alles um einen herum wird so langsam wieder etwas gemütlicher und ruhiger. Die langen Abende werden wieder kürzer und schaut man nach draußen, so kann man die ersten bunten Verfärbungen an den Bäumen sehen. Einen goldenen Herbst kann ich mir in diesem Jahr noch besser vorstellen als sonst und ich hoffe, dass nach einem so grandiosem Sommer an noch viel schönerer Herbst auf uns wartet. Lassen wir uns überraschen!



Bis dahin vertreibe ich mir meinen angebrochenen Mutterschutz mit der Umsetzung einiger Ideen, die ich gern mit euch teilen möchte. Den Anfang macht heute das Rezept für die Kürbis-Linsen-Suppe mit gebackenem Salbei und Kürbiskernen, die ich euch heute auf einem neuen Untergrund präsentiere. Tatsächlich handelt es sich hierbei einfach um drei kleine Bretter, die eigentlich demnächst in unserer Feuerschale im Garten landen sollten. Doch irgendwann muss man auch mal etwas neues ausprobieren, nicht wahr? Und da mich dieser absurd große Holzhaufen in unserem Garten ganz schön angelacht hat, habe ich endlich mal kurzen Prozess gemacht und die Gunst der Stunde genutzt. Lediglich noch etwas zusägen und zusammenschrauben muss ich das hübsche Foto-Accessoire, sodass es mir noch eine Weile treu bleiben wird. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie euch dieser etwas urige Look gefällt! Doch lange Rede, kurzer Sinn: Ihr möchtet nach dem Anblick der Suppe bestimmt endlich das Rezept, nicht wahr? Also spanne ich euch mal nicht länger auf die Folter...



Zutaten 

(für etwa 4 Portionen)
700 g Hokkaido-Kürbis | 330 g rote Linsen | 1 Stange Lauch | 330 g Kokosmilch | 2 kleine Zwiebeln | 2 Knoblauchzehen | 1 l Gemüsebrühe | 100 ml Orangensaft | 1 Bund Salbei | 50 g Kürbiskerne | 4 EL Olivenöl | Salz, frisch gemahlener Pfeffer, Prise Chili


Wascht zunächst den Kürbis, entfernt den Strunk und halbiert ihn. Entfernt die Kerne und würfelt das restliche Fruchtfleisch in grobe Würfel. Wascht den Lauch und schneidet ihn in Ringe. Schält Knoblauch und Zwiebeln und schneidet beides klein. Erhitzt einen Esslöffel Olivenöl in einen Topf und lasst die Zwiebeln gemeinsam mit dem Knoblauch und einer Prise Salz darin glasig dünsten. Gebt dann Kürbiswürfel und Lauch hinzu und bratet das Gemüse etwas an. Anschließend gebt ihr die Linsen hinzu und löscht alles mit Gemüsebrühe und Kokosmilch ab. Lasst alles gemeinsam etwa 20 Minuten köcheln - regelmäßiges Umrühren dabei nicht vergessen! Anschließend püriert ihr die Suppe mit einem Pürierstab oder im Mixer und gebt dann den Orangensaft hinzu. Mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Chili könnt ihr eure Herbstsuppe abschmecken.

Für das Salbei-Topping zupft ihr zunächst die Salbeiblätter von den Stielen und hackt sie in grobe Stücke. Gebt drei Esslöffel Olivenöl in eine Pfanne und lasst den Salbei gemeinsam mit den Kürbiskernen und etwas Salz darin etwa für vier bis fünf Minuten backen, bis die Salbeiblätter schön knusprig sind. Streut Kürbiskerne und Salbei über die Suppe und serviert diese.


Gerade das knusprige Salbei-Topping ist das Highlight für meine Herbstsuppe. Von dem gebackenen Salbei kann ich persönlich gar nicht genug bekommen, so lecker finde ich die Kombination. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie euch das Rezept gefällt! Vielleicht verratet ihr mir ja auch eure liebsten Suppenrezepte für diese Jahreszeit? Ich würde mich freuen.

Bis dahin wünsche ich euch noch einen zauberhaften Sonntag. Lasst es euch gut gehen.

Sonntag, 26. August 2018

Einfacher Nudelsalat mit selbstgemachtem Rucola-Pesto


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Wenn die Küche nach gerösteten Pinienkernen und Rucola duftet, das Wasser auf dem Herd brodelt und man sich selbst beim Naschen der Gartentomaten erwischt, dann kann es nur ein guter Tag werden. Ich glaube, in diesem Sommer konnte ich trotz Hitze und stetig wachsendem Babybäuchlein den Herd nie so kalt lassen wie vielleicht in den vergangenen Jahren. Dafür war mein Verlangen nach selbstgemachten Leckereien einfach viel zu groß. Außerdem konnte ich es einfach nicht mit ansehen, wenn meine bessere Hälfte der Bequemlichkeit halber kurz vor einem neuen Grillgelage beinahe zum fertigen Salat aus der Plastikpackung im Supermarkt greifen wollte. Nein, so etwas kommt mir nicht in die Tüte. Da halten mich dann auch keine schwül-heißen Außentemperaturen davon ab, in der Küche etwas Selbstgemachtes zu zaubern. Genau so entstanden letztlich immer wieder neue Salat-Kreationen - immerhin soll es neben dem leckeren Grillgut auch nicht langweilig werden.



Wenn es beim Grillen mal besonders schnell gehen soll, gibt es bei uns meist einen Nudelsalat. Hier muss man nicht allzu viel schnippeln und die Varianten sind herrlich vielfältig. So probierte ich mich in den letzten Wochen immer wieder aus und griff neben unterschiedlichen Gemüsesorten auch zu diversen Nudelarten - immerhin isst das Auge bekanntlich mit. Und neben den klassischen Maccaroni, Spiralen oder Hörnchen machen sich auch noch ganz andere Nudelvarianten im Salat besonders gut. Damit meine ich nicht zwingend Vollkornnudeln oder auch kunterbunte Nudeln. Birkel hat beispielsweise in ihrer "Birkel´s No.1"-Produktreihe aus Hartweizen und Frischei auch meine heutigen Stars, die "Trulli", im Sortiment. Und wenn die nicht einfach perfekt zum selbstgemachten Rucola-Pesto, gerösteten Pinienkernen, getrockneten sowie frischen Tomaten aus dem Garten und Mini-Mozzarella passen, dann weiß ich auch nicht. Allein die besondere Formung der Nudeln sind ein echter Hingucker auf dem Teller, so viel steht fest. Und ja, die Rezeptvariante mit dem hausgemachten Pesto hat sogar meine kritische bessere Hälfte vom Salat vollkommen überzeugt. So kann ich euch also mit bestem Gewissen heute auch das Rezept verraten!



Zutaten für selbstgemachtes Rucola-Pesto

140 g Rucola | 50 g Pinienkerne | 60 g Parmesan | 3 Knoblauchzehen | 100 ml Olivenöl | Prise Zucker | Salz, Pfeffer

Röstet die Pinienkerne in der Pfanne ohne Fett an und stellt sie dann beiseite. Wascht den Rucola und schüttelt ihn trocken. Schält den Knoblauch und gebt ihn mit Pinienkernen, Rucola und Parmesan in einen Mixer und püriert alles gemeinsam zu einer cremigen Masse. Gebt dabei nach und nach das Olivenöl hinzu, bis das Pesto die gewünschte Konsistenz hat. Schmeckt das Pesto mit Zucker, Salz und Pfeffer nach Belieben ab. 

Zutaten für Nudelsalat mit Rucola-Pesto 

(für 6-8 Personen)

500 g Nudeln (zum Beispiel Birkel´s Nr. 1 Trulli) | 50 g Pinienkerne | 240 g getrocknete Tomaten in Öl (Abtropfgewicht) | 500 g gelbe und rote Cocktailtomaten | 250 g Mini-Mozzarella | 50 g frischer Rucola  | 6 bis 8 EL Rucola-Pesto | Salz, frisch gemahlener Pfeffer | 20 ml Olivenöl nach Bedarf

Kocht die Nudeln nach Packungsanweisung im Salzwasser gar und lasst sie anschließend kurz abkühlen. Röstet in der Zwischenzeit die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne an und stellt sie beiseite. Lasst die getrockneten Tomaten abtropfen und schneidet sie in feine Streifen. Wascht die Cocktailtomaten und halbiert diese. Schneidet den Mini-Mozzarella in Viertel, wascht den Rucola und schüttelt ihn trocken. 
Gebt alle Zutaten nach und nach mit den Nudeln in eine große Schüssel und mengt das Rucola-Pesto gut unter. Wenn euch der Nudelsalat noch etwas zu trocken erscheint, könnt ihr noch etwas Olivenöl hinzu geben. Würzt alles kräftig mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer und schon könnt ihr den Nudelsalat servieren. 

Kleiner Tipp: Das übrige Rucola-Pesto schmeckt auch pur hervorragend zu Nudeln oder frischem Baguette. In einem gut verschlossenen Glas und mit Olivenöl bedeckt hält es sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen. 


Ich bin mir sicher, dass wir in den kommenden Wochen auch bei herbstlicheren Temperaturen nicht die Finger vom Grill lassen können. Mal sehen, ob ich da nicht noch die ein oder andere weitere leckere Nudelsalat-Kreation ausprobieren werde. Die Birkel-Nudeln kommen mir da gerade recht, denn sowohl optisch als auch geschmacklich sind sie für solche Rezepte wirklich sehr gut geeignet. Hach! Vielleicht kombiniere ich sie im Herbst einfach mal mit ein paar Feigen... Das wäre auch mal etwas anderes, nicht wahr?



Ich bin in jedem Fall gespannt, welcher Salat zum Grillen bei euch nie fehlen darf! Ich freue mich immer sehr über neue Rezeptideen und bin gespannt, was ihr am liebsten für Grill- und Gartenpartys euch und euren Lieben zaubert. 

Bis dahin wünsche ich euch noch einen herrlich entspannten Sonntag. Lasst es euch gut gehen.


* Vielen Dank an Birkel für die schöne Zusammenarbeit. Meine Meinung zum vorgestellten Produkt bleibt davon unberührt.Rezept und Umsetzung stammen wie immer aus meiner Feder. 
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