Sonntag, 14. Februar 2021

Gnocchi-Pfanne mit Sahnesauce und Salbei-Haselnuss-Butter-Topping


Schnee! Wer hätte gedacht, dass auch wir im Speckgürtel von Berlin mitten im Februar plötzlich durch weiß gepuderte Straßen stapfen? Mit Schlitten bewaffnet ging es für uns mehr als einmal am Nachmittag durch unseren Ort, stets auf der Suche nach ein paar Hügelchen zum Rodeln. Das war zugegebenermaßen nicht nur für die Kleinste von uns ein absolutes Highlight. Das Schönste nach einem langen Winterspaziergang ist aber definitiv das Aufwärmen in den eigenen vier Wänden - natürlich mit einer großen Portion Soulfood!


Nach langen Familiennachmittagen mit viel Zeit vor der Haustür, bleibt am Ende des Tages nicht viel Zeit, um sich um das leibliche Wohl zu kümmern. Da muss es flott gehen, ohne viel Schnibbelei oder zu vielen Zutaten. Genau so ist mein heutiges Rezept entstanden: Eine einfache Gnocchi-Pfanne mit Sahnesoße! Das leckere Salbei-Haselnuss-Butter-Topping rundet das ganze Gericht ab und gibt ihm den letzten Pfiff. 

Zutaten 

(für 3 bis 4 Portionen)

700 g Gnocchi | 100 g frischer Blattspinat | 250 g Kirschtomaten | 50 g Butter | 30 g Haselnüsse | 10 g frischer Salbei | kleines Bund Petersilie | 2 Knoblauchzehen | 1 kleine Zwiebel | 300 g Sahne | 2 TL Gemüsebrühe (instant) | 1 EL Tomatenmark | 3 EL Öl | Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Salbei und Petersilie waschen, trocken tupfen und fein hacken.
  2. Haselnüsse fein hacken.
  3. Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen und anschließend Haselnüsse und Salbei etwa eine Minute darin anschwitzen. Topf beiseite stellen.
  4. In einer großen Pfanne ca. 2 EL Öl erhitzen und darin Gnocchi 8 bis 10 Minuten goldbraun anbraten. Anschließend kurz zur Seite stellen.
  5. Tomaten halbieren. Spinatblätter waschen. Knoblauch abziehen und fein hacken. Zwiebel schälen und in feine Stücke schneiden.
  6. In der gleichen Pfanne mit 1 EL Öl erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin kurz anschwitzen. 
  7. Tomatenmark unterrühren und mit Sahne, 50 ml Wasser sowie Gemüsebrühe ablöschen und aufkochen lassen. 
  8. Tomatenhälften hinzugeben und Spinat nach und nach in der Pfanne zusammenfallen lassen. 
  9. Gnocchi in die Pfanne geben und alles miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  10. Gnocchi-Pfanne mit Salbei-Haselnuss-Butter servieren und mit Petersilie bestreuen. 



Kleiner Tipp: Statt dem selbstgemachten Topping, könnt ihr natürlich auch etwas Parmesan zu den Gnocchi reichen. Das Salbei-Haselnuss-Butter-Topping solltet ihr aber auf jeden Fall mal ausprobieren. Die nussige Note passt einfach perfekt! Ich wünsche euch viel Freude beim Ausprobieren.

Sonntag, 7. Februar 2021

DIY: Botanische Grafiken mit Handlettering zum Valentinstag


In diesem Jahr zelebriere ich den Valentinstag. Nicht etwa mit einem dicken Strauß roter Rosen oder Frühstück am Bett, sondern mit Karten an meine Lieben. Karten für die, die ich pandemiebedingt einfach zu lange nicht gesehen habe oder in die Arme nehmen konnte. Karten für die Lieben, an die ich durchaus oft denke, aber dennoch viel zu wenig Zeit finde, um ein paar persönliche Worte auszutauschen. So nehme ich den Valentinstag zum Anlass, genau diesen Menschen mit handschriftlichen Zeilen ein kleines Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Damit die auch in einem besonders schönen Rahmen präsentiert werden, habe ich endlich mal wieder zu Stift, Pinsel und Papier gegriffen und mir ein bisschen kreative Auszeit gegönnt. Herausgekommen sind ein paar Motive, mit denen ich auch euch vielleicht ein bisschen zum Selbermachen inspirieren kann.



Ich persönlich bin keine große Künstlerin. Ich kann nicht außerordentlich gut zeichnen und schon gar nicht perfekt mit Farbe und Pinsel umgehen. Dennoch probiere ich immer gern etwas aus und habe vor kurzem festgestellt, dass Aquarellbuntstifte für mich ein perfektes Werkzeug sind, um zarte Blumen und andere botanische Elemente aufs Papier zu bringen. Dabei ist für mich die detailgetreue Darstellung von Pflanzen nebensächlich. Ich versuche zum Beispiel nicht, zarte Vergissmeinnicht oder Blätter eins zu eins abzubilden. Für mich reicht es vollkommen, wenn man erahnen kann, was ich dort gezeichnet habe - und wenn es am Ende nur eine kleine bunte Blumenwiese ist. Wichtig ist, dass die Botschaft stimmt. Und für mich gehören zu lieben Grüßen auch immer ein Strauß Blumen, egal in welcher Form.



Für jeden, der gerne selbst zum Valentinstag oder einem anderen Anlass botanische Grüße auf das Papier bringen möchte, aber nicht so richtig weiß, wo er anfangen soll, habe ich drei einfache Tipps parat, die jeder schnell umsetzen kann. Große Vorkenntnisse braucht man da nicht, nur die Lust am Selbermachen.

Drei Tipps zum Zeichnen von botanischen Grußkarten


1. Motivsuche: Für das perfekte Motiv könnt ihr euch entweder von euren eigenen Zimmerpflanzen oder auch Schnittblumen inspirieren lassen oder aber schlicht und ergreifend das Internet befragen. Sucht beispielsweise nach bestimmten Pflanzenarten, die perfekt zu der Botschaft eurer Grußkarte passen. "Vergissmeinnicht" passt zum Valentinstag besonders gut, aber auch "Wiesenblumen" für freundschaftliche Grüße sind ein passender Suchbegriff.

2. Aquarellbuntstifte und Fineliner: Für die Umsetzung der botanischen Grafiken habe ich nicht mehr verwendet als Aquarell-Buntstifte, Fineliner und einen dünnen Pinsel. Auf Aquarellpapier habe ich zunächst die ausgewählten Blumen und Grafiken mit dem Fineliner aufgezeichnet und danach mit Aquarell-Buntstiften und Pinsel coloriert. Viel Farbe war dafür nicht nötig, denn ich wollte lediglich kleine Akzente setzen. Die Botschaft in Form eines Handletterings war für mich wichtiger und genau dafür habe ich auch noch einen dritten und letzten Tipp. 

3. Handlettering: Ich selbst bin mittlerweile mit den Grundtechniken des Handletterings vertraut und kann durchaus freihand kurze Sprüche oder Texte zu Papier bringen. Für jeden, der nun nicht extra üben und lieber schnell ein schönes Ergebnis erzielen möchte, der kann auch zu einem kleinen Trick greifen. Online gibt es zahlreiche Handlettering-Generatoren zu finden, um einen bestimmten kurzen Text oder ähnliches in der gewünschten Schriftart zu generieren. Druckt euch diesen Text in der gewünschten Größe aus und paust diesen schließlich auf eure Grußkarte ab. Fertig ist eine individuelle Grußkarte, mit denen ihr euren Lieben eine Freude bereiten könnt.



Wer sich unsicher ist und erst einmal in Ruhe üben möchte, ohne sich über falsch gesetzte Linien zu ärgern, kann natürlich auch seine Zeichnung vorab mit dem Bleistift auf Papier bringen. Achtet dabei nur darauf, mit dem Bleistift nicht zu sehr aufzudrücken, sodass diese Linien am Ende auch wieder komplett wegradiert werden können. 

Meine selbstgemachten Karten habe ich übrigens auf kleine A6-Karten gezeichnet und letztlich auf Tonkarton aufgeklebt. So drücken meine persönlichen Zeilen auf der Rückseite der Karte nicht durch, die Karte ist insgesamt stabiler und kann auch durch unachtsame Postboten nicht so schnell zerknickt werden. 


Also, lasst uns mal wieder ein paar liebe Grüße versenden und unsere Lieben wissen, dass wir an sie denken. Ran an Stift und Papier und los geht´s! Ich wünsche euch viel Freude beim Selbermachen und hoffe sehr, euch ein bisschen inspirieren zu können.

Sonntag, 31. Januar 2021

Müsli-Muffins mit Honig, Apfel und Haselnüssen


Eine kleine weiße Schneeschicht hatte sich gestern in unserem Garten niedergelassen. Endlich. Nachdem ich bei Instagram & Co vermutlich schon halb Deutschland in einer großen Portion Winterweiß spazieren sah, hat sich der Januar nun auch bei uns von seiner besonders schönen Seite gezeigt. Die Sonne ließ die gepuderte Landschaft sanft glitzern, während wir mit Schlitten ausgestattet unsere kleine Tochter durch den Ort zogen. Ein herrliches Gefühl, auf das ich mich schon lange gefreut hatte. Nach den letzten nicht so leichten Wochen im alten sowie im neuen Jahr, tat dieses Erlebnis besonders gut und ich fühlte mich prompt wieder stärker motiviert. So motiviert, dass ich mich noch am gleichen Nachmittag endlich aufraffte und eines meiner lang gehegten Vorhaben in die Tat umsetzte: Ich schwang wieder den Rührlöffel und fotografierte ein Rezept, was hier schon eine ganze Weile in der Schublade schlummert. Ein Rezept, mit dem man beschwingt in den Tag starten oder sich die Kaffeetafel versüßen kann. 



Müsli-Muffins habe ich schon öfter gebacken, doch ich hielt das simple Rezept bisher für zu unspektakulär, um es auf meinem Blog zu verewigen. Dabei sind es doch besonders die einfachen Rezepte, die auch ich selbst am liebsten in die Tat umsetze. Und nachdem die schöne Wintersonne gestern auch noch das perfekte Fotolicht für mich bereit hielt, gab es für mich kein Halten mehr. Erst backen, dann ein paar Schnappschüsse und schließlich genießen. Perfekt! 



Zutaten 

(für 10 bis 12 Muffins)
150 g Mehl | 2 TL Backpulver | 1/2 TL Zimt | 250 g Magerquark | 2 Eier | 80 ml Öl | 80 g Honig | 2 Äpfel (ca. 240 g) | 40 g gestiftete Mandeln | 40 g Haselnüsse | 50 g kernige Haferflocken

Zubereitung

  1. Mehl, Backpulver und Zimt miteinander vermengen.
  2. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke würfeln. Haselnüsse grob hacken. Je eine kleine Handvoll Apfelwürfel, gehackte Haselnüsse, gestiftete Mandeln und Haferflocken beiseite stellen.
  3. Apfelstückchen mit Haferflocken, Mandeln und Haselnüssen vermengen. 
  4. Quark mit Eiern, Öl und Honig zu einer glatten Masse verrühren.
  5. Abwechselnd die Apfel-Nuss-Mischung und das Mehl zur Quarkmasse geben und vorsichtig vermengen.
  6. Ofen auf 180 °C vorheizen. Eine Muffinform mit Papierförmchen auskleiden und den Teig gleichmäßig darauf verteilen. Restliche Apfelstückchen, gehackte Haselnüsse, Haferflocken und gestiftete Mandeln auf den Muffins verteilen.
  7. Muffins für etwa 20 Minuten backen, bis die Muffins leicht gebräunt sind. Anschließend abkühlen lassen und genießen.
Kleiner Tipp: Wer es etwas süßer mag, verwendet am besten etwas mehr Honig oder tauscht diesen in gleicher Menge gegen Zucker aus. Die Honig-Variante gefällt mir persönlich besser, da ich die fluffigen Muffins so auch ohne schlechtes Gewissen meiner 2jährigen anbieten kann.



Dank dem gestrigen herrlichen Wintertag und natürlich den leckeren Muffins bin ich hiermit übrigens offiziell aus meinem Winterschlaf erwacht. Jede Menge Ideen warten darauf in die Tat umgesetzt zu werden und ich hoffe sehr, dass mir mein kleiner Motivationsschub dementsprechend noch eine Weile erhalten bleibt. In dem Sinne: Ich wünsche euch viel Freude beim Nachbacken und noch einen herrlichen Sonntag. Lasst es euch gut gehen.

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