Sonntag, 23. April 2017

[Roadtrip durch Neuseeland] Unsere Reiseroute durch Neuseeland - Die Südinsel


Na, wer von euch hat mein leckeres Rezept aus Neuseeland bereits ausprobiert? Meine Eltern waren auf jeden Fall begeistert und nutzen die Gelegenheit, um die Pasta nach einem Gericht vom anderen Ende der Welt gleich mal auszuprobieren. Fazit: Super lecker! Wer sich also noch nicht an den leckeren Lachs mit getrockneten Tomaten gewagt hat, dem kann ich es nur empfehlen. Heute nehme ich euch aber erst einmal wieder mit auf unsere Reise durch Neuseeland. Nachdem ich euch beim letzten Mal von einem ganz besonderen Highlight auf der Nordinsel erzählt habe, geht es heute endlich weiter mit unserer Reiseroute, die uns nun auf die Südinsel führt. Kaum hatten wir die Fähre verlassen, spürten wir sofort, dass sich dieser Teil des Landes tatsächlich von seinem Nachbarn unterscheidet. Die Landschaft wurde bergiger, die Straßen kurvig. Auf der Südinsel hatten wir insgesamt ein paar Tage mehr eingeplant - denn laut Reiseführer gibt es hier noch mehr zu entdecken, noch mehr Highlights, die es zu erforschen gilt.

Tag 10 - Havelock - Nelson - Collingwood
Nachdem wir in Havelock übernachtet hatten, machten wir uns gleich früh auf dem Weg zur Golden Bay, einer Bucht direkt am Nordende der Südinsel Neuseelands. Bevor wir uns dort jedoch niederließen, machten wir noch einen Abstecher in den hübschen Ort Nelson. Es war ein Sonntag, sodass wir hier eigentlich mit wenigen Menschen gerechnet hatten, doch entgegen dieser Erwartung tummelte sich wohl die ganze Stadt auf den Straßen. Wir sollten auch bald darauf feststellen, warum sich Groß und Klein es sich am Rande der Fußgängerzone gemütlich machen: Eine Christmas Parade zog durch den kleinen Ort! So sahen wir Elfen, Clowns und den Weihnachtsmann mit seinen Rentieren - und das alles bei herrlichstem Sonnenschein und Palmen im Hintegrund. Wirklich ein verrückter Anblick, den wir so schnell wohl nicht vergessen werden. Nach diesem einzigartigen Erlebnis zog es uns auch schon weiter zum Split Apple Rock, wo wir einen kleinen Spaziergang unternahmen, bevor es uns auch schon weiter über die Berge führte und letztlich zum Motor Camp in Collingwood. 





Tag 11 - Golden Bay
Den elften Tag in Neuseeland blieben wir am golden Bay und erfreuten uns an dem unglaublich sonnigen Wetter. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir zur Cape Farwell Horse Trek und buchten vor Ort einen Ausritt mit der Besitzerin des Hofs. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken machten wir einen Abstecher zum Cape Farewell Trek, dem nördlichsten Punkt der Südinsel und wanderten anschließend zum Wharaiki Beach. Danach schwangen wir uns auch schon auf die Pferde und los ging es mit einer wundervollen und super privaten Tour über die Hügel Neuseelands. Unser Nachtlager schlugen wir in Tapawera, genauer gesagt in "Quinney´s Bush" auf - eines der gemütlichsten und auch größten Campingplätzen unserer Reise.





Tag 12 - Cape Foulwind - Tauranga Bay - Pancake Rocks
Der nächste Tag präsentierte sich leider sehr regnerisch und grau. Wir fuhren zunächst zum Cape Foulwind und unternahmen eine etwa einstündige Wanderung auf dem gleichnamigen Pfad. Da das Wetter sehr ungemütlich war, wanderten wir nicht bis an das Ende der Strecke, sondern nahmen stattdessen den Camper, um zur Tauranga Bay zu gelangen, wo wir eine Robben-Kolonie beobachten konnten. Anschließend fuhren wir weiter zu den Pancake Rocks und buchten schließlich vor Ort im Visitor Center das wirklich größte Highlight unserer Reise: Einen Helikopter-Rundflug über die Gletscher! Jetzt mussten wir nur noch die Daumen drücken für gutes Wetter... Nach einem leckeren Abendessen in Greymouth suchten wir uns aber erst einmal wieder eine Übernachtungsmöglichkeit, ehe wir in den neuen Tag starteten.



Tag 13 - Hokitika - Franz Josef
Nachdem der Vortag uns wettertechnisch schon sehr enttäuscht hatte, so sollte auch der dreizehnte Tag auf der Südinsel Neuseelands nicht besser werden. Es schüttete aus Eimern, sodass wir in Hokitika lediglich einen kleinen Shopping-Spaziergang unternahmen, den Jade-Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauten und es uns schließlich in Franz Josef im Rainforest Holiday Park gemütlich machten. Dort nutzen wir die kurze Pause, um Postkarten an unsere Lieben zu schreiben und gingen früh ins Bett, um am nächsten Morgen fit und munter in den Helikopter steigen zu können.

Tag 14 - Franz Josef - Queenstown
Pünktlich um neun Uhr am Vormittag stiegen wir zum ersten Mal in unserem Leben in einen Helikopter. Dieser brachte uns über den Franz Josef Gletscher und zum Fox Gletscher. Allein der Anblick dieser gewaltigen Schneemassen ließ uns den Atem stocken. Dieser Ausflug war wirklich ein unvergesslicher Moment, den man wohl nie vergisst. Als wir dann auch noch mitten auf dem Gletscher landeten und dort den Schnee unter unseren Schuhen knirschen hörten, war das Glücksgefühl perfekt. Besser hätte der Start in den Tag wirklich nicht sein können.




Nachdem unser der Helikopter wieder sicher nach Franz Josef zurückbrachte, schauten wir noch im Kiwi Wildlife Center vorbei, wo wir endlich ein paar waschechte Kiwis zu Gesicht bekamen. Bei einer Backstagetour hatten wir außerdem die Möglichkeit, ein paar frisch geschlüpfte Kiwis beim Schlafen zu beobachten. Danach fuhren wir weiter, hielten kurz am Knights Point und am Roaring Billy Falls Track, wo wir ein paar Steine über das Wasser springen ließen. Danach hielten wir noch am Thunder Creek Fall und am Lake Wanaka, ehe wir unser Ziel dies Tages, Queenstown, erreichten.



Tag 15 - Milford Sound
Der nächste Tag begann wieder sehr trüb. Wir fuhren zum Milford Sound, einem fünfzehn Kilometer langem Fjord, der übrigens zu den größten Touristenzielen Neuseelands gehört. Natürlich konnten wir es uns auch nicht nehmen lassen, an diesem Ort mit einem Schiff den Fjord zu erkunden. Trotz dem kühlen Wetter genossen wir die etwa zweistündige Fahrt sehr. Nachdem wir dort auch ein paar Keas entdeckt hatten, fuhren wir anschließend nach Te Anau. Zuvor hielten wir noch am "The Chasm", wo wir von gemeinen Sandfliegen zerbissen wurden.






Tag 16 - Bluff - Slope Point - Papatowai
Was für ein windiger Tag! Unser erstes Ziel sollte Bluff sein, wo wir einen kurzen Abstecher zum Aussichtpunkt machten und dort einen guten Blick über die Stadt und den Hafen hatten. Am Stirling Point, der letzte Punkte der längsten Straße Neuseelands, wehte uns ebenfalls der Wind sehr um die Nase, sodass man es kaum glauben konnte, dass es an diesem Tag noch windiger werden sollte. Doch zunächst ließen wir uns in Invercargrill zum Mittagessen nieder. Danach fuhren wir zum Slope Point, dem südlichsten Punkt der Südinsel und damit auch der südlichste Punkt Neuseelands. Hier war es so windig, dass wir das Meerwasser auf unserer Haut spüren konnten und sogar unser Camper auf einmal milchige Scheiben bekam. Anschließend ging es für uns auch schon weiter zum Curio Bay, wo wir Gelbaugen-Pinguine beobachten konnten. Nach einem weiteren Stop an den Niagara Falls übernachteten wir schließlich in Papatowai

Tag 17 - McLean-Falls - Golden Nugget - Dunedin
In der Nähe unseres Campingplatzes befand sich der schöne Mc Lean-Wasserfall, den wir gleich am nächsten Morgen erkundeten. Unsere Weiterfahrt führte uns am Florence Hill Aussichtspunkt vorbei. Danach unternahmen wir eine kurze Wanderung zum Purakaunui Wasserfall, bevor wir auch noch beim "Jacks Blowhole" vorbei schauten. Nach einem Abstecher zum Cannibal Bay, bei dem wir leider nicht wie erwartet auf weitere Seehunde stießen, fuhren wir zum Golden Nugget und wurden dort schließlich mit der Aussicht auf einige Robben belohnt. In Dunedin endete für uns der Tag.


Tag 18 - Moeraki Boulders - Oamaru - Lake Tekapo - Fairlie
Am nächsten Tag fuhren wir zunächst zum Moeraki Lighthouse und beobachteten dort abermals in nächster Nähe mehrere Robben. Anschließend wurde es wieder sehr touristisch und voll, als wir die Moeraki Boulders bestaunten. Nach einem kurzen Stopp in Oamaru fuhren wir schließlich zu den Elephant Rocks und machten danach noch einen Abstecher zu den Omarama Clay Cliffs, ehe wir meinen persönlichen Lieblingsort unserer Reise erreichten: Lake Tekapo. Hier kam ich in den Genuss des Anblicks von Unmengen Lupinen, die sich in der untergehenden Abendsonne badeten. Diesen Ort werde ich euch in einem kleinen Post noch etwas näher beschreiben, denn meine Kamera stand hier praktisch nicht still. Nach dem schönen Blick über den Lake Tekapo ließen wir uns in Fairlie zum Übernachten nieder.





Tag 19 - Akaroa - Christchurch
Nachdem wir in Geraldine am nächsten Morgen eigentlich eine Farmtour mitmachen wollten, die Farm jedoch geschlossen hatte, brachen wir direkt nach Christchurch auf - dem letzten Ziel unserer Reise. Unterwegs machten wir noch einen Halt am Farmer Corner, wo wir Alpakas fütterten und sich über die vielen Busse voller asiatischer Touristen wunderten. Nach einem Mittagessen in Akaroa und einem Bummel durch die Geschäfte in dem kleinen Ort am See, wanderten wir zum Newtons Wasserfall und genossen den kleinen Abstecher, ehe wir nach Christchurch fuhren und den Tag im Camper Van beendeten.



Tag 20 - Christchurch
Unseren letzten vollen Tag in Neuseeland nutzen wir für Sightseeing durch die größte Stadt der Südinsel: Christchurch. Die Stadt, die 2011 von einem schweren Erdbeben überrascht wurde, ist auch heute noch nicht wieder vollständig aufgebaut. Überall begegneten man großen und kleinen Baustellen und sieht an vielen Ecken auch immer noch die Zerstörungen durch diese Naturkatastrophe. Doch bevor wir uns in der Stadt in eine Straßenbahn für eine Sightseeing-Tour schwangen, machten wir uns am frühen Morgen erst einmal auf dem Weg zum Strand. Dort verabschiedeten wir uns schon mal von dem herrlichen Blick auf das Meer, den schwarzen Sand und den kreischenden Möwen, ehe wir die Zeit für eine Fahrt mit der Christchurch-Gondola nutzen. Diese brachte uns auf einen kleinen, aber wunderschönen Aussichtspunkt, von dem wir die gesamte Stadt in einem tollen Panorama sehen konnten. Danach wandelten wir auf den touristischen Pfaden durch Christchurch, besuchten den Botanischen Garten und ließen uns durch den Fahrer der Straßenbahn die markantesten Highlights der Stadt erklären. Mit einem Milchshake gestärkt ging es für uns an diesem Tag noch an den New Brighton Pier, an dem wir die Möwen mit Brot fütterten und den Anglern beim fischen nach Krabben beobachteten. Den Tag beendeten wir mit einem leckeren Abendessen, ehe wir die letzte Nacht auf einem Camping Platz verbrachten.

Tag 21 - Abflug

Da wir am letzten Vormittag in Neuseeland noch Zeit für ein ausgiebiges Frühstück hatten, verlegten wir dieses zum ersten Mal außerhalb unserer CampingVan-Wände. Wir ließen es uns mit Pancakes und Co. gut gehen und sagten schließlich Goodbye zu diesem Land mit den unglaublichen Landschaften, wundervollen Erlebnissen und einzigartigen Eindrücken.



Mit weiteren herrlichen Eindrücken dieses vielfältigen Landes geht es dann bald weiter. Denn auch wenn ihr nun bereits unsere komplette Route quer durch Neuseeland kennt, so gibt es dennoch noch so viele schöne Details unserer Reise, die ich euch nicht vorenthalten möchte. So berichte ich euch schon im kommenden Beitrag über den Ort, den ich persönlich unbedingt sehen musste. Wo das war und ob ich dort das entdeckt habe, was ich mir erträumt hatte, verrate ich euch dann. Bis dahin wünsche ich euch noch einen herrlichen Sonntag mit jeder Menge Träumereien in die Ferne.

3 Kommentare

  1. Ich bin fasziniert wie viele verschiedene Landschaften Neuseeland bietet. Wenn man ein Naturliebhaber ist, wird man wohl unbedingt dahin müssen ^^

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    1. Absolut! An einem Tag kann man dort am Strand sitzen, im Schnee stapfen oder karge und bemooste Steppen entlang wandern - wirklich ein unglaubliches Land :)

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  2. Wundervolle Fotos und toller Reisebericht!
    Man bekommt glatt Fernweh!
    Liebe Grüße
    Yvi

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