Sonntag, 11. September 2016

Kleine Zwetschgen-Tartelettes mit Vanillesahne


Heiß, heißer, September! Als ich letzte Woche meinen Post zum Quino-Auflauf verfasst hatte, hatte ich mich seelisch und moralisch eigentlich schon langsam auf den Herbst eingestellt. Es kann ja keiner ahnen, dass der Spätsommer es noch einmal so gut mit uns meint, nicht wahr? Nichtsdestotroz ist der Herbst zumindest bei den leckeren Früchten der Saison so langsam eingekehrt. Deshalb verputze ich nun auch weider Unmengen an Zwetschgen und plane gedanklich die Zubereitung meiner ersten Kürbissuppe des Jahres. Letzteres verschiebt sich jedoch einfach auf etwas herbstlichere Tage... Die Zwetschgen jedoch finden nicht nur auf ganz unzubereitetem Wege ihren Platz in meinem Bauch, sondern natürlich auch in gebackener Form. So hatte ich letztes Wochenende bereits diese kleinen süßen Zwetschgen-Tartelettes gezaubert, denn ein Sonntag ohne Kuchen geht einfach nicht.


Eigentlich wollte ich ja ursprünglich einen leckeren Pflaumenkuchen vom Blech backen, den meine Oma auch immer ganz wunderbar zaubern kann. Doch als ich über ein Grundrezept für Biskuitteig stieß dachte ich mir: Hey, ich habe noch nie einen Biskuitteig zubereitet! Also stopfte ich diese kleine Backlücke gleich einmal und zauberte die wirklich köstlichen Zwetschgen-Tartelettes. Das besonders schöne daran: Sie sind unkompliziert zuzubereiten und schmecken so schön fluffig und fruchtig. Genau nach meinem Geschmack.


Zutaten 
(für 6 - 8 Tartelettes)

2 Eier | 70 g Zucker | 70 g Mehl | 1 TL Backpulver | 2 Vanilleschoten | 2 EL Grenadine | 300 g Schlagsahne | 1 Pck. Vanillezucker | 10 Zwetschgen | 1 EL gehackte Mandeln


Bereitet zunächst den Biskuitboden vor. Dafür trennt ihr die Eier und schlagt das Eiweiß so lange, bis es langsam weiß wird. Dann gebt ihr nach und nach den Zucker hinzu und schlagt das Eiweiß so steif, dass die Spitzen stehen bleiben. Anschließend rührt ihr das Eigelb ordentlich unter das Eiweiß und gebt zum Schluss nach und nach Mehl und Backpulver sowie das Mark einer Vanilleschote hinzu. Heizt den Backofen auf 185 °C (Umluft) vor. Fettet eure Tartelette-Förmchen und bestäubt sie mit etwas Mehl. Gebt den Teig in die Förmchen und backt ihn 12 bis 15 Minuten. Lasst die Biskuitböden abkühlen. Mischt die 2 EL Grenadine mit etwa 50 ml Wasser und beträufelt damit die Biskuitböden.

Schlagt die Sahne mit Vanillezucker und dem Mark der zweiten Vanilleschote steif. Gebt die Sahne anschließend in einen Spritzbeutel und vereilt sie auf den Tartelette-Böden. Wascht die Zwetschgen, entfernt den Stein und schneidet das Fruchtfleisch in Scheiben. Verteilt die Zwetschgen-Scheiben auf der Sahne und bestreut sie mit den gehackten Mandeln. 



Wer seinen kleinen Tartelettes den letzten Schliff verleihen möchte, der greift einfach noch zu ein paar essbaren Blüten. Ich selbst habe mittlerweile ein kleines Töpfchen der Blumen auf meinem Fensterbrett zu stehen, welches ich beim Tasty Gardening-Event von "1000 gute Gründe" mitnehmen durfte. Auf Facebook habe ich euch bereits darüber berichtet. Die kleinen Stiefmütterchen machen sich also nicht nur zur Fensterbankverschönerung ganz wunderbar, sondern eben auch auf selbstgebackenen Törtchen und Küchlein.


Ich bin in jedem Fall hin und weg von meinen kleinen Zwetschgen-Tartelettes. Sowohl optisch, als auch geschmacklich. Übrigens: Zwetschgen sind keine Pflaumen! Lange Zeit war ich ja im Irrglauben, dass Zwetschgen einfach einer anderer Begriff für Pflaumen wären, aber dem ist nicht so. Deshalb kläre ich euch nun auch einmal über den Unterschied auf: Zwetschgen sind in der Regel kleiner als Pflaumen und in der Farbe eher dunkler blau-violett gefärbt. Auch der Geschmack unterscheidet sich sehr, denn die Pflaumen sind in der Regel wesentlich süßer, wohin gehen Zwetschgen süß-sauer schmecken. Für den süßen Tartletteboden sind die Zwetschgen also perfekt geeignet. Pflaumen dagegen haben ein etwas weicheres Fruchtfleisch, sodass sie besser geeignet sind bei der Zubereitung von Marmelade, Sirup oder köstlichem Crumble. 



So, mit dieser kleinen Nachhilfe wünsche ich euch nun viel Spaß beim Nachbacken und noch einen schönen sonnigen Sonntag. Lasst es euch gut gehen!

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