Samstag, 10. Mai 2014
Rezension: Herzstoß von Joy Fielding
Es war früh am Morgen, als ich durch einen kleinen Buchladen am Flughafen durch die Regale streifte, um mir in der letzten Minute vor Abflug noch etwas zum Lesen zu besorgen. Die Auswahl war nicht groß und ich prüfte mit großer Sorgfalt die für mich interessantesten und ansprechendsten Exemplare. Losgelöst von jedem Genre war ich einfach auf der Suche nach etwas, was mich unterhalten und nicht langweilen sollte. Etwas, was gut geschrieben, spannend und vor allem für unterwegs nicht zu dick und schwer sein sollte. So stieß ich auf den folgenden Roman, der mich nicht nur während meiner kurzen Reise begleitete, sondern auch noch auf den alltäglichen S- und U-Bahnfahrten quer durch Berlin. Warum ich letztlich zu ihm gegriffen habe, ist einfach zu erklären: Es spielt in einem Land, welches ich schon vor ein paar Jahren in mein Herz geschlossen habe. Irland.
Rahmendaten:
Name: Herzstoß
Autorin: Joy Fielding
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 379
ISBN: 978-3-442-47864-4
Zum Inhalt:
Marcy Taggart hat ihre Tochter Devon unter seltsamen Umständen verloren. Ihre Leiche wird nie gefunden und Marcy ist sich über mehrere Jahre hinweg sehr sicher, dass ihre Tochter noch lebt. Als ihr Leben an einem weiteren Tiefpunkt angelagt ist, reist sie allein nach Irland. Dort passiert, was sie sich immer gewünscht hatte: Sie glaubt, Devon gesehen zu haben. Ab diesem Zeitpunkt versucht Marcy alles, um den Aufenthaltsort ihrer Tochter herauszubekommen und ahnt noch nicht, dass sie dabei vor allem ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt.
Zur Autorin:
Joy Fielding kommt aus Kanada. Bereits als junges Mädchen schrieb sie Geschichten und Theaterstücke, die auch schon damals ihre Leidenschaft zu Thrillern zeigten. Nach ihrem Studium, zog es sie zunächst zur Schauspielerei. Nach ein paar kleineren Rollen kehrte sie nach einigen Jahren zurück in ihre Heimat und widmete sich von dort an vor allem ihrer Karriere als Schriftstellerin. Der Durchbruch gelang ihr mit dem Roman "Lauf, Jane, lauf".
Rezension:
Die Geschichte um Marcy Taggart beginnt mitten in dem schönen Städtchen Cork in Irland. Sofort wird man konfrontiert mit der Einzigartigkeit des Landes, den besonderen Highlights und Eigenarten, die dieses Land zu bieten hat. Marcy zeigt dem Leser ihre Sicht auf die Geschehnisse. Man begleitet sie über die vielen Seiten hinweg und weicht nie von ihrer Seite. Hautnah spürt man, welche Gedanken ihr durch den Kopf gehen, wie sie die Welt um sie herum wahrnimmt und vor allem nimmt man Teil an ihren Entscheidungen. So stößt man gleich zu Beginn auf ein kleines Rätsel, welches sich über die gesamte Geschichte hinweg zieht. Marcys Tochter sei tot, sagen ihre Freunde und Familie. Doch Marcy ist sich nicht sicher und auch als Leser kommt man ins Zweifeln, baut Sympathie mit der Hauptrolle auf und versucht sie zu verstehen. Als Marcy dann glaubt ihre Tochter mitten in Irland entdeckt zu haben, scheint es keinen Zweifel mehr zu geben, dass alle außer Marcy sich geirrt haben müssen. Sie begibt sich auf die waghalsige Suche nach ihrer Tochter in einem für sie völlig fremden Land. Sie trifft auf Menschen, die ihr bei der Suche helfen wollen, doch immer wieder stößt sie auf Sackgassen, die ihre Nachforschungen beinahe vergeblich machen. Als Leser spürt man jedoch bald, dass Marcy sich in größte Gefahr begibt. Man beginnt über die Entscheidungen und Einstellungen der Protagonistin zu zweifeln und begreift, dass das Ende der Geschichte überraschender kommt, als es am Anfang den Anschein haben könnte.
Fazit:
Diesen Roman konnte ich nicht mehr aus der Hand legen. Die anfängliche Sympathie, die ich zu Marcy während des Lesens aufbaute, verblasste mitten in der Suche nach ihrer Tochter. Immer wieder musste ich mich fragen, ob wirklich all ihre Entscheidungen einen Sinn ergaben und ob ich nicht an ihrer Stelle anders gehandelt hätte. Dennoch: Ich wurde tief in die Gefühlswelt von Marcy hineingezogen und konnte nicht umhin, ihren Weg mit ihr gemeinsam zu gehen und verzweifelt nach dem Verbleib ihrer Tochter zu grübeln. Bis zum Schluss fesselte mich der Roman, auch wenn das Ende für mich etwas abrupt und nicht mehr überraschend erschien.
Besonderes Highlight waren für mich besonders die Beschreibungen Irlands und vor allem Marcys Erlebnisse in Cork und seiner Umgebung. Genau wie sie war ich vor einigen Jahren auch an diesem Ort und hatte genau alle Bilder wieder vor mir von diesem wunderbaren Fleckchen Erde. Das gestaltete für mich diesen Roman noch viel anschaulicher und persönlicher, sodass ich ihn eindeutig jedem weiterempfehlen möchte, der Spannung liebt und vielleicht genau wie ich den wohl grünsten Fleck dieser Erde.
Donnerstag, 1. Mai 2014
Gebackene Süßkartoffel-Pommes mit selbstgemachtem Ketchup
Es duftet herrlich in der gesamten Wohnung! Frischer Rosmarin, Tomaten und Zwiebeln vermischen sich mit dem Duft des Frühlings, der durch das geöffnete Küchenfenster weht. Aber genug der poetischen Worte. Eigentlich bin ich gerade ganz froh, dass ich einfach die Füße hochlegen und den Tag genießen kann. So ein freier Tag kam mir gerade ganz recht, denn ich wollte unbedingt endlich mal etwas ausprobieren, was schon lange auf meiner Muss-Ich-Mal-Gemacht-Haben-Liste steht. Und was das ist, möchte ich heute mit euch teilen. Ich war nämlich fleißig und habe Ketchup selbst gemacht! Ich muss zugeben, dass dieses "Projekt" im meinem Kopf etwas einfacher aussah, als es letztlich war. Aber trotz allem Aufwand, bin ich stolz auf mich. Zumal sich das Ergebnis auf jeden Fall sehen und schmecken lassen kann.
Aber was wäre schon Ketchup ohne leckere Pommes? Ich habe dafür einfach mal Süßkartoffel-Pommes gemacht. Die Kombination mit dem selbstgemachten Tomatenketchup ist wirklich köstlich. Meine bessere Hälfte wollte heute gleich noch eine Portion naschen, so dass kaum die Zeit für mich blieb zum Ablichten der Leckerei! Nichtsdestotrotz komme ich jetzt endlich zu dem versprochenen Rezept. Aber seid gewarnt: Zeit solltet ihr auf jeden Fall einplanen. Ihr benötigt folgende Zutaten für den Snack für zwei Personen:
Für den Ketchup wascht ihr zunächst eure Tomaten, würfelt sie grob und gebt sie in einen großen Topf. Schält Knoblauch und Zwiebeln, hackt sie klein und gebt alles zu den Tomaten. Würfelt die getrockneten Tomaten und gebt sie mit Gewürzen mit zu den Tomaten im Topf. Anschließend verrührt ihr alle Zutaten gut, bringt alles zum Kochen und lasst es bei geringer Hitze 1 1/2 bis 2 Stunden köcheln. In der Zwischenzeit könnt ihr bereits Einweckgläser oder Flaschen zum Umfüllen vorbereiten. Sobald die Zeit rum ist, müsste der Ketchup etwa um 1/3 reduziert sein. Diese Mischung streicht ihr dann sorgfältig durch ein grobes Sieb und kocht noch einmal alles kurz auf. Für die perfekte Konsistenz habe ich am Ende den Ketchup noch mal durch ein feines Sieb gestrichen, bevor ich ihn schließlich noch warm in die Gläser umgefüllt habe. Im Kühlschrank lasst ihr den Ketchup abkühlen, bevor ihr ihn serviert.
In der Zwischenzeit könnt ihr nun eure Süßkartoffel-Pommes zubereiten. Dafür schält ihr die Süßkartoffeln, wascht sie kurz ab und schneidet sie in gleichmäßig große Stifte. Legt sie anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und beträufelt sie mit Planzenöl. Zum gleichmäßigen Verteilen habe ich einen Backpinsel zur Hilfe genommen. Wascht euren Rosmarin, schüttelt ihn trocken, zupft die Blättchen vom Stiel und verteilt sie auf den Süßkartoffel-Pommes. Danach würzt ihr sie mit Salz und dem Paprikapulver. Gebt alles für 10 bis 15 Minuten in den Ofen, bis die Pommes durch und saftig sind.
Gemeinsam mit dem selbstgemachten Ketchup schmecken die Pommes einfach herrlich! Dieser kleine Snack eignet sich auch besonders gut für die nächste Grillparty. Bei dem Wetterchen kann ich es kaum noch erwarten, bis wir das nächste Mal mit Freunden im Garten oder auf dem Balkon zusammensitzen. Oder wie wäre es als Fingerfood bei der kommenden WM?
Habt viel Spaß beim Zubereiten und Vernaschen! Lasst es euch schmecken!
Sonntag, 27. April 2014
Was für eine Blumenpracht!
Bei diesem wunderschönen Frühlingswetter mit dem strahlenden Sonnenschein, den saftigen grünen Wiesen und den blühenden Bäumen, halte ich mich natürlich am liebsten draußen auf. Das Wetter macht wunderbare gute Laune und zudem liebe ich es, von Blümchen zu Blümchen zu hüpfen und die herrliche Pracht mit der Kamera festzuhalten. Deshalb gibt es heute eine kleine Sammlung meiner Lieblingsblumenfotos dieses Frühlings. Lehnt euch zurück und genießt genau wie ich den Anblick der zarten Blätter, von denen ich einfach nicht genug bekommen kann.
Neben den herrlichen Kirschblüten, die mich allein bei ihrem Anblick dahinschmelzen lassen, liebe ich auch den Duft von schönen vollen Rosen. Auch wenn diese eigentlich nicht zu meinen Lieblingsblumen gehören, sind sie doch immer wieder ein hübsches Motiv vor meiner Kamera. Daran vorbei gehen? Unmöglich.
Genau vor unserem Haus steht der herrlich duftende Flieder. Die Vielfalt von Flieder überrascht mich in jedem Frühjahr aufs Neue. Allein der Geruch ist so betörend, dass ich immer unwillkürlich an Urlaub denken muss. Auf den Weg zur Arbeit ist das natürlich ein besonders gutes Gefühl ;)
Ich wünsche euch einen herrlichen frühlingshaften Sonntag! Lasst die Seele baumeln.
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