Samstag, 20. Juni 2015

[Gastbeitrag] Biskuit Obstkuchen alla Hochzeit

Schon zwei Wochen verheiratet und immer noch völlig glückseelig vom schönsten Tag in unserem Leben, freue ich mich riesig, dass ich heute meine dritte und letzte Gastbloggerin in diesem Monat bei mir habe. Die liebe Sandra, vom herrlichen Blog "Hase im Glück", habe ich vor einiger Zeit über Instagram entdeckt und bin seither jedes Mal wieder von ihren großartigen Rezepten und Fotografien begeistert. All die tollen Ideen, Zutaten und Köstlichkeiten lassen mein Foodie-Herz einfach höher schlagen! Ich bin glücklich, dass auch Sandra mich heute mit einem herrlichen Beitrag passend zum Thema "Hochzeit" unterstützt. Lasst euch überraschen von ihrer ganz persönlichen Note und einem Einblick in ihre eigene Hochzeit in der Süd-Toskana. Also lehnt und euch zurück und genießt den köstlichen Anblick.


Liebe Sarah,
ich wünsche Dir und Deinem Mann (das darf man ja jetzt sagen!) das erdenklich Beste für Eure gemeinsame Zukunft! Ich hoffe, Ihr habt eine rauschende Hochzeit gefeiert und unvergessliche Flitterwochen verbracht! In dem Sinne „Die Erinnerung ist das einzige Paradies aus dem wir nicht vertrieben werden können“ wünsche ich Dir, dass du viele Jahre mit einem Lächeln auf den Lippen an Eure Hochzeit zurück denken wirst. Ich bin schon irre gespannt auf Fotos, Berichte etc etc!

Bevor ich zu meinem kleinen Hochzeitgeschenk komme, möchte ich mich gerne kurz Deinen Lesern vorstellen, damit sie wissen, wer denn hier heute schreibt. Ich heiße Sandra und lebe glücklich verheiratet mit meinem Mann in München. Auf meinem Blog „Hase im Glück“ dreht sich alles um Food und das, was mich glücklich macht. Dort koche, backe, fotografiere und texte ich mit viel Herzblut, etwas Halbwissen und umso mehr Spaß.


Und jetzt muss ich gleich mal mit einem Geständnis starten... Liebe „Alles und Anderes“-Leser, eigentlich sollten hier Pecorino-Hörnchen mit einer Tomaten-Mozarella-Trüffel-Füllung zu sehen sein... Stattdessen gibt es aber einen Obstkuchen auf Biskuitteig mit einer Zitronen-Quark-Creme. Lasst mich Euch erklären, wie es dazu kam: Ich muss kurz ein wenig ausholen. Mein Mann und ich, der italienischen Sprache null mächtig, haben in der Süd-Toskana geheiratet. Es war ein riesiges Abenteuer und am Ende ein grandioses Wochenende mit ein bisschen Hochzeit im Kreise unserer Familien und all unseren Freunden.
Auch die Vorbereitung war etwas abenteuerlich – so haben wir beispielsweise die Menüvorschläge des Caterers per Google Translation übersetzt und uns bei der Zusammenstellung der Gänge auf unser Bauchgefühl verlassen. Das Menü hat dann bei weitem unsere Vorstellungen übertroffen, es war grandios. Als Aperitivo gab es beispielsweise die bereits genannten Pecorino Hörnchen. Ehrlich, ich hab echt alles versucht, aber mir wollten beim besten Willen a.) keine hübschen Hörnchen, die b.) auch noch schmecken, gelingen. Fragt meinen Mann, ich habe tagelang in der Küche rumprobiert und sitze jetzt auf Trüffel, Trüffelöl, einem Eiswaffelhörnchen Zylinder und ein paar grauen Haaren mehr.
Am Ende habe ich mich dann geschlagen gegeben, umdisponiert und mich für eine „eingedeutsche“ Version unseres Hochzeitskuchens entschieden. Unser Kuchen war eine „Millefoglie pasta sfoglia dentro con frutta di stagione sopra“ – quasi ein aus gefühlt hundert Schichten Blätterteig bestehender Kuchen mit Früchten. Die hundert Lagen habe ich mir gespart und stattdessen zwei übereinander gestapelte Biskuitböden (idiotensicher!) mit einer zitronigen Quarkcreme bestrichen und mit Früchten belegt. Die Früchte habe ich eins-zu-eins wie die auf dem (zugegebenermaßen etwas größeren) Hochzeitskuchen angeordnet.


Als mein Mann letzte Woche von einer Geschäftsreise kam, sagte ich ihm, dass im Kühlschrank eine Überraschung auf ihn wartet. Er hat die Alufolie von dem Kuchen entfernt, mich freudestrahlend angesehen und gesagt „Hase, das sieht ja aus, wie unser Hochzeitskuchen!“. Hach, war das schön! Ich glaube ja, dass seine Augen nicht annährend so gestrahlt hätten, wenn da Pecorino Hörnchen im Kühlschrank gelegen hätten – von dem her wurde am Ende alles gut. (P.S. das Figürchen stand übrigens auf unserem Kuchen)

So, ich höre jetzt auf. Ich drücke Dich, liebe Sarah, noch mal ganz fest und hoffe, dass Du es mindestens genauso grandios wie ich findest, verheiratet zu sein und wünsche Euch beiden noch einmal alles Gute!


Zutaten Biskuit Obstkuchen alla Hochzeit (für 1 kleine Springform mit ca. 18 cm Durchmesser)

Biskuit-Teig
3 Eier
60 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
70 g Mehl
1 gestrichener TL Weinstein Backpulver

Quarkmasse:
2 Blatt weiße Gelatine
250 g Magerquark
1 Bio Zitrone
5 El Fruchtmarmelade (ich habe selbstgemachte Erdbeer-Marmelade genommen)
600 g gemischte Obst (z. B. Erd-, Him-, Heidel- und Brombeeren; Mango, Kiwi, Ananas)



Zubereitung Biskuit Obstkuchen alla Hochzeit
Backofen auf 175 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Biskuit: Die Eier trennen und das Eiweiß mit 3 EL kaltem Wasser und einer Prise Salz mit den Schneebesen des Handrührgerätes steif schlagen. Während das Eiweiß steif wird, den Zucker und Vanillezucker einrieseln lassen. Das Eigelb kurz verquirlen und unter den Eischnee ziehen. Mehl und Backpulver mischen, auf die Eimasse sieben und vorsichtig unterheben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Biskuitmasse gleichmäßig auf das Blech streichen. Im vorgeheizten Backofen ca. 8 Minuten backen, bis der Teig goldgelb ist. Ein Geschirrtuch anfeuchten, mit etwas Zucker bestreuen und den Biskuit auf das Geschirrtuch stürzen. Dann das Backpapier vorsichtig abziehen und den Teig auskühlen lassen.

Quark-Masse: Die Gelatine in kaltem Wasser ca. 10 Minuten einweichen. Die Zitrone halbieren, die Schale von einer Hälfte abreiben und in den Quark rühren. Die Gelatine ausdrücken, in einem Topf bei schwacher Hitze auflösen und 2 El Quark einrühren. Dann die Quark-Gelatine-Masse unter den restlichen Quark rühren. Ca. 10 Minuten kalt stellen. Die Marmelade erwärmen und auf den Biskuit streichen. Mit der Springform als Schablone zwei Kreise aus dem Biskuitteig mit einem Messer ausschneiden. Die Böden stapeln und auf dem oberen Boden die Quarkcreme verteilen. Die gewaschenen und geschnittenen Früchte auf der Creme anrichten. Die Springform um die Böden fixieren und den Kuchen mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

2 Kommentare

  1. Hallo Sarah,
    uiiiii!!! Wundervoll, wie schön sich der Beitrag bei Dir macht! Danke Dir nochmal für Deine Gastfreundschaft und nochmal tausend Glückwünsche!
    Liebste Grüße aus München sendet Dir,
    Sandra

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  2. der sieht toll aus. ich habe mal so eine ähnliche von meinen teilnehmern herstellen lassen und es war einfacher als ich dachte :)
    liebe wochenendgruesse!

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