Donnerstag, 3. April 2014

Wenn Träume wahr werden...


Wie vermutlich jedes Kind träumte ich davon, eines Tages ganz tief in die Welt von Mickey Mouse und seinen Freunden einzutauchen. Dieser kleine Traum verfolgte mich bis heute. Auch mit 25 fühle ich mich nicht zu alt, um laut zu quietschen, wenn ich liebevoll gestaltete Geschäfte und leicht kitschige Dekorationen vor mir sehe. Nein, mein Zuhause erblüht nicht in knallbunten Farben oder putzigen Staubfängern. Eher im Gegenteil. Dennoch liebe ich Orte, die zum Träumen einladen und mich fühlen lassen, als säße ich unter dem funkelnden Weihnachtsbaum mit meiner kuschligen Donald-Duck-Figur. So ist es nicht verwunderlich, dass mein Herz höher schlug, als ich im September vergangenen Jahres erfuhr, dass ich eine Reise ins Disneyland Paris gewonnen habe! Ich hüpfte im Dreieck und konnte meine Freude bis heute nicht in Worte fassen. Am Wochenende war es nun soweit. Das lange Warten hatte ein Ende und ich machte mich mit meinem Liebsten und zwei Freunden auf in das große Abenteuer Disneyland!


Wir tauchten ein in eine märchenhafte Welt mit wunderbaren und zauberhaften Details, die uns an jeder Ecke zum Staunen brachte. Minnie Maus, Goofy, Tigger und Aladin liefen uns über den Weg und Cinderella winkte uns zu, als wir mit einer lauten Dampfeisenbahn an ihr vorbei fuhren. Überall sah man glückliche Kindergesichter, gestresste Eltern und noch mehr Menschen, die gemeinsam mit uns völlig hin und weg zu sein schienen von all den unglaublichen Emotionen um sie herum. 



Es roch nach Zuckerwatte, Popcorn und Gummibärchen. An jedem Ort im Park begleitete uns eine passende Filmmusik und überall schienen die verschiedensten Disneyfiguren einfach nur auf uns gewartet zu haben. Da waren die schmerzenden Füße am zweiten Tag im Park ab und an auch ganz schnell wieder vergessen, wenn man wieder etwas ganz Neues vor seiner Nase entdeckte. Mal ganz abgesehen davon, dass man während und nach der Fahrt in den einzelnen spannenden Fahrgeschäften auch ganz schnell wieder die lange Schlange vergessen hatte, an der man zuvor eine gefühlte Ewigkeit angestanden hatte. 




Ich bin glücklich und dankbar, dass mein Kindheitstraum tatsächlich wahr geworden ist. Ich habe jede einzelne Sekunde genossen und bin immer noch verwundert, dass tatsächlich alles der Realität entspricht und ich nicht etwa immer noch in meinem Bett liege und von der Wunderwelt träume. Disneyland ist nicht länger ein Traum, sondern Wirklichkeit für mich. Dieser Ort wird mich mit all seiner Schönheit immer begleiten. Es war wunderbar, alles aus meiner heutigen Sicht zu betrachten. Ich bin begeistert über all die Liebe zum Detail, die mich im Park zum Staunen brachte. Und nicht zuletzt bewundere ich die Menschen, die die ganze Traumwelt zum Leben erwecken und mit ihrem Eifer, der nötigen Freundlichkeit und Gelassenheit die Erlebnisse dort zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. 


Rapunzel: "Was, wenn es nicht so ist, wie ich es mir die ganze Zeit erträumt habe?"
Flynn: "Es wird so sein."
Rapunzel: "Und was, wenn es so ist? Was mache ich denn dann?"
Flynn: "Dann ist es Zeit für einen neuen Traum."
(aus "Rapunzel - Neu verföhnt")

Donnerstag, 27. März 2014

Einfache Schoko-Kirsch-Cupcakes mit Buttercreme-Topping



Von kleinen süßen Cupcakes kann ich ja bekanntlich nicht genug bekommen. Sie sind einfach immer perfekt anzuschauen, sind in der Regel schnell gemacht und schmecken köstlich! Auch meine liebe Freundin Sophia ist jedes Mal von den kleinen Köstlichkeiten begeistert, hat sich selbst aber noch nie getraut, ihre eigenen Meisterwerke auch mit einer Buttercreme als Topping zu verzieren. So habe ich ihr vor ein paar Tagen gezeigt, wie sie die ganz einfach und schnell selbst zubereiten kann - ohne Angst davor zu haben, dass sie nicht gelingen könnte!




Als Grundrezept diente uns eine leckere fruchtige Variante aus dem Buch "Cupcakes und Muffins" vom NGV-Verlag: Schoko-Kirsch-Cupcakes. Lediglich die Buttercreme bereiteten wir auf meine geliebte Art und Weise zu - diese geht schnell und gelingt immer. Um selbst eure Törtchen zu zaubern, benötigt ihr folgende Zutaten (für etwa 14 große Cupcakes): 




Zunächst heizt ihr den Ofen auf 175°C vor. Lasst die Kirschen in einem Sieb abtropfen - und genießt erst einmal ein Gläschen Kirschsaft. Danach rührt ihr die Butter mit Zucker und Vanillezucker schön schaumig und gebt dann die Eier hinzu. Alles gut vermischen. Dann Mehl und Backpulver unter das Butter-Zucker-Gemisch rühren. Nun könnt ihr bereits die Hälfte des Teiges in Muffinförmchen füllen. Zu der zweiten Hälfte des Teiges gebt ihr das Kakaopulver und verrührt alles gut. Verteilt dann den dunklen Teig ebenfalls Förmchen. Zu guter letzt drückt ihr noch jeweils drei bis vier Kirschen in den Teig und lasst letztlich alles 20 bis 25 Minuten im Ofen backen. Holzstäbchenprobe nicht vergessen!


In der Zwischenzeit könnt ihr nun die Buttercreme vorbereiten. Dafür gebt ihr die unbedingt weiche Butter als Flocken in eine Schüssel und rührt anschließend den Puderzucker unter. Wenn alles gut durchmischt ist, gebt ihr das Wasser und nach Belieben Vanillearoma hinzu. Verrührt dann alles so lange, bis eine homogene Masse entsteht. Falls ihr nun noch der Buttercreme eine schöne Farbe verleihen wollte, gebt ihr noch Lebensmittelfarbe hinzu. Sophia und ich griffen dieses Mal kräftig in den Farbtopf und heraus kam ein schönes knalliges Orange.


Sobald die Muffins fertig gebacken sind, lasst ihr sie gut abkühlen. Dann gebt ihr die vorbereitete Buttercreme in eine Spritztülle und verteilt sie gleichmäßig auf den kleinen Küchlein. Zum Schluss das ganze noch mit einer Kirsche verzieren und schon sind eure Schoko-Kirsch-Cupcakes fertig.


Was ist eigentlich euer Lieblingstopping auf euren Cupcakes? Buttercreme, Frischkäse-Topping oder doch die einfache Sahne? Sophia hat auf jeden Fall nach unserer kleinen Backaktion sofort Lust bekommen, die Buttercreme auch das nächste Mal auf ihre Cupcakes zu zaubern. 


Viel Spaß beim Nachbacken! Lasst es euch schmecken!

Freitag, 21. März 2014

Rezension: Hansetochter von Sabine Weiß


Es leben die Semesterferien! Trotz Arbeit habe ich endlich mal wieder die Zeit gefunden, mich den schönen Dingen im Leben zu widmen und es tatsächlich geschafft ein ganzes Buch zu lesen! Okay, ich gebe es zu... ein Buch zu lesen ist in der Tat nicht DIE Leistung schlechthin. Doch ich bin stolz auf mich: Ich habe es seit langem geschafft ein ganzes Buch zu Ende zu lesen. Und das will bei der begrenzten Zeit schon was heißen. Wie gut, dass es da die langen S-Bahnfahrten und schnöden Fernsehprogramme gibt, bei denen man lieber zum Buch greift, als aus dem Fenster zu starren oder sich über schlechte Filme zu ärgern. Heute möchte ich also ein paar Worte zu dem historischen Roman "Hansetochter" von Sabine Weiß loswerden, der mich in den letzten Wochen vom Norden Deutschlands im 14. Jahrhunderts träumen ließ.




Rahmendaten:
Autorin: Sabine Weiß
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 588
ISBN: 978-3-404-16887-3

Zum Inhalt:

Wir schreiben das Jahr 1375. Henrike lebt in Lübeck, ist Tochter eines angesehenen Kaufmanns. Als dieser eines Tages stirbt, bricht ihre gesamte Welt über ihr zusammen. Plötzlich ist ihr ungeliebter Onkel der Vormund ihres Bruderes und von ihr und bringt das gesamte hart erarbeitete Geschäft ihres Vaters durcheinander. Zudem wird Henrike einfach nicht den Verdacht los, dass mehr hinter dem Tod ihres Vaters steckt, als sie denkt...

Zur Autorin:

Sabine Weiß studierte Germanistik, Geschichte und Erziehungwissenschaften, bevor sie sich dem Schreiben von historischen Romanen widmete. 2007 erschien ihr erster Roman über die Wachskünstlerin Marie Tussaud, dem gleich zwei weitere folgten. Auf den Spuren ihrer Figuren zu reisen und direkt vor Ort an den verschiedenen Schauplätzen zu recherchieren, ist für Sabine Weiß das Schönste. Für "Hansetochter" zog es sie in ihre Heimat - den Norden Deutschlands.



Rezension:
Die ersten Seiten des Romans konfrontierten mich sofort mit einer spannenden Situation, in der sich die Hauptfigur Henrike befand. So tauchte ich prompt tief in ihre Welt ein und erlebte Lübeck im 14. Jahrundert beinahe hautnah. Doch nach dem spannenden Auftakt zog sich die weitere Handlung eher mühsam und etwas zäh über die Seiten hin. 
Neben Henrike und ihrer Familie, lernte ich das Handwerk und den Handel in dieser Zeit näher kennen - beinahe mit allen seinen Facetten. Das hier wohl über einige Details gut recherchiert wurde, steht für mich außer Frage. Tatsächlich stieß ich aber immer wieder auf Stellen im Buch, die mich für einen Moment aus der eigentlichen Geschichte wieder hinaus rissen, in dem mir Begriffe, die typisch für diese Zeit waren, auf subtile Art und Weise erklärt wurden. Gerade zu Beginn hatte ich das Gefühl, dass ich ein gut verpacktes Lehrbuch vor mir hatte, welches mich über die damalige Zeit in der Hanse aufklären wollte. Doch je tiefer ich in die Geschichte von Henrike eintauchte, desto mehr wollte ich erfahren wie es ihr erging. Nach dem ihr Vater auf tragische Weise ums Leben kam, sah sich diese nämlich einigen Wirrungen und Intrigen ausgesetzt, denen sie trotze. Mit viel Sympathie führte mich Henrike weiter durch ihre Welt und ließ mich an ihren Entscheidungen teil haben. Doch die Spannung, die gleich zu Beginn des Romans aufgebaut wurde, wollte auch im Laufe der Geschichte nicht wieder so stark aufleben, so dass ich letztlich das Gefühl hatte, lediglich eine interessant geschriebene Lebensgeschichte vor mir zu haben. War ich jedoch schon mal in dieser Welt, so wollte ich auch nicht mehr so schnell hinaus. Hatte ich mich einmal an die teilweise etwas plump beschriebenen Begriffsklärungen gewöhnt, so wollte ich unbedingt wissen, was noch alles auf Henrike zukam. Überraschende Wendungen gab es leider nicht, dafür wurde ich mit glücklichen Fügungen und letztlich auch einem guten Ende belohnt.



Fazit:

Dass der Roman von Sabine Weiß nett geschrieben ist und gut recherchiert wurde, ist für mich glasklar. Doch ich vermute, dass gerade die penible Recherche die Geschichte und die Handlung um Henrike und ihr Schicksal ein wenig zerstörte. Mir fehlten schlichtweg ein paar überraschende Wendungen oder ein Spannungsbogen, der diese Geschichte interessanter hätte gestalten können. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei "Hansetochter" um einen guten historischen Roman, der dem Leser mit Leichtigkeit begegnet und sich an lauen Frühlingsabenden schnell weg liest. Deshalb vergebe ich dem Roman gut gemeinte drei Sterne. 





Vielen lieben Dank an Blogg dein Buch und Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
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