Sonntag, 16. September 2018

Einfache Kürbis-Linsen-Suppe mit Salbei


Kaum ist der September angebrochen, schon habe ich tatsächlich keine Lust mehr auf heiße Spätsommerabende. Ja, eigentlich sollte man das herrliche Wetter doch noch einmal so richtig genießen, bevor wir wieder über trübe Tage meckern. Doch irgendwie ist alles in mir so langsam auf den Herbst eingestellt. Ich möchte mich am liebsten mit einer heißen Tasse Tee und einem guten Buch auf dem Sofa verkriechen, lange Spaziergänge im Herbstlaub unternehmen oder einfach die saisonale Küche genießen. Stattdessen erwische ich mich dabei, wie ich unseren Gefrierschrank erneut mit Eis fülle und meine Sandalen schon wieder aus dem Schrank hole. Verrückt, nicht wahr? Doch ganz ehrlich - an den leckeren Zutaten der Saison konnte ich im Supermarkt einfach nicht vorbei gehen. Viel zu groß war in dieser Woche meine Lust auf ein tolles Herbstrezept, sodass gleich mehrere Kürbisse in meinen Einkaufswagen landeten. Und kaum hat es einen Tag mal geregnet, schon habe ich die Gunst der Stunde genutzt und mir das erste Süppchen in diesem Herbst gezaubert. Hach! Das ist genau einer der Gründe, warum ich diese Jahreszeit so liebe.



Ein anderer Grund liegt auf der Hand: Ich bin ein Oktoberkind und freue mich daher jedes Jahr aufs neue über die Besonderheiten dieser Jahreshälfte. Alles um einen herum wird so langsam wieder etwas gemütlicher und ruhiger. Die langen Abende werden wieder kürzer und schaut man nach draußen, so kann man die ersten bunten Verfärbungen an den Bäumen sehen. Einen goldenen Herbst kann ich mir in diesem Jahr noch besser vorstellen als sonst und ich hoffe, dass nach einem so grandiosem Sommer an noch viel schönerer Herbst auf uns wartet. Lassen wir uns überraschen!



Bis dahin vertreibe ich mir meinen angebrochenen Mutterschutz mit der Umsetzung einiger Ideen, die ich gern mit euch teilen möchte. Den Anfang macht heute das Rezept für die Kürbis-Linsen-Suppe mit gebackenem Salbei und Kürbiskernen, die ich euch heute auf einem neuen Untergrund präsentiere. Tatsächlich handelt es sich hierbei einfach um drei kleine Bretter, die eigentlich demnächst in unserer Feuerschale im Garten landen sollten. Doch irgendwann muss man auch mal etwas neues ausprobieren, nicht wahr? Und da mich dieser absurd große Holzhaufen in unserem Garten ganz schön angelacht hat, habe ich endlich mal kurzen Prozess gemacht und die Gunst der Stunde genutzt. Lediglich noch etwas zusägen und zusammenschrauben muss ich das hübsche Foto-Accessoire, sodass es mir noch eine Weile treu bleiben wird. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie euch dieser etwas urige Look gefällt! Doch lange Rede, kurzer Sinn: Ihr möchtet nach dem Anblick der Suppe bestimmt endlich das Rezept, nicht wahr? Also spanne ich euch mal nicht länger auf die Folter...



Zutaten 

(für etwa 4 Portionen)
700 g Hokkaido-Kürbis | 330 g rote Linsen | 1 Stange Lauch | 330 g Kokosmilch | 2 kleine Zwiebeln | 2 Knoblauchzehen | 1 l Gemüsebrühe | 100 ml Orangensaft | 1 Bund Salbei | 50 g Kürbiskerne | 4 EL Olivenöl | Salz, frisch gemahlener Pfeffer, Prise Chili


Wascht zunächst den Kürbis, entfernt den Strunk und halbiert ihn. Entfernt die Kerne und würfelt das restliche Fruchtfleisch in grobe Würfel. Wascht den Lauch und schneidet ihn in Ringe. Schält Knoblauch und Zwiebeln und schneidet beides klein. Erhitzt einen Esslöffel Olivenöl in einen Topf und lasst die Zwiebeln gemeinsam mit dem Knoblauch und einer Prise Salz darin glasig dünsten. Gebt dann Kürbiswürfel und Lauch hinzu und bratet das Gemüse etwas an. Anschließend gebt ihr die Linsen hinzu und löscht alles mit Gemüsebrühe und Kokosmilch ab. Lasst alles gemeinsam etwa 20 Minuten köcheln - regelmäßiges Umrühren dabei nicht vergessen! Anschließend püriert ihr die Suppe mit einem Pürierstab oder im Mixer und gebt dann den Orangensaft hinzu. Mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Chili könnt ihr eure Herbstsuppe abschmecken.

Für das Salbei-Topping zupft ihr zunächst die Salbeiblätter von den Stielen und hackt sie in grobe Stücke. Gebt drei Esslöffel Olivenöl in eine Pfanne und lasst den Salbei gemeinsam mit den Kürbiskernen und etwas Salz darin etwa für vier bis fünf Minuten backen, bis die Salbeiblätter schön knusprig sind. Streut Kürbiskerne und Salbei über die Suppe und serviert diese.


Gerade das knusprige Salbei-Topping ist das Highlight für meine Herbstsuppe. Von dem gebackenen Salbei kann ich persönlich gar nicht genug bekommen, so lecker finde ich die Kombination. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie euch das Rezept gefällt! Vielleicht verratet ihr mir ja auch eure liebsten Suppenrezepte für diese Jahreszeit? Ich würde mich freuen.

Bis dahin wünsche ich euch noch einen zauberhaften Sonntag. Lasst es euch gut gehen.

Sonntag, 26. August 2018

Einfacher Nudelsalat mit selbstgemachtem Rucola-Pesto


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Wenn die Küche nach gerösteten Pinienkernen und Rucola duftet, das Wasser auf dem Herd brodelt und man sich selbst beim Naschen der Gartentomaten erwischt, dann kann es nur ein guter Tag werden. Ich glaube, in diesem Sommer konnte ich trotz Hitze und stetig wachsendem Babybäuchlein den Herd nie so kalt lassen wie vielleicht in den vergangenen Jahren. Dafür war mein Verlangen nach selbstgemachten Leckereien einfach viel zu groß. Außerdem konnte ich es einfach nicht mit ansehen, wenn meine bessere Hälfte der Bequemlichkeit halber kurz vor einem neuen Grillgelage beinahe zum fertigen Salat aus der Plastikpackung im Supermarkt greifen wollte. Nein, so etwas kommt mir nicht in die Tüte. Da halten mich dann auch keine schwül-heißen Außentemperaturen davon ab, in der Küche etwas Selbstgemachtes zu zaubern. Genau so entstanden letztlich immer wieder neue Salat-Kreationen - immerhin soll es neben dem leckeren Grillgut auch nicht langweilig werden.



Wenn es beim Grillen mal besonders schnell gehen soll, gibt es bei uns meist einen Nudelsalat. Hier muss man nicht allzu viel schnippeln und die Varianten sind herrlich vielfältig. So probierte ich mich in den letzten Wochen immer wieder aus und griff neben unterschiedlichen Gemüsesorten auch zu diversen Nudelarten - immerhin isst das Auge bekanntlich mit. Und neben den klassischen Maccaroni, Spiralen oder Hörnchen machen sich auch noch ganz andere Nudelvarianten im Salat besonders gut. Damit meine ich nicht zwingend Vollkornnudeln oder auch kunterbunte Nudeln. Birkel hat beispielsweise in ihrer "Birkel´s No.1"-Produktreihe aus Hartweizen und Frischei auch meine heutigen Stars, die "Trulli", im Sortiment. Und wenn die nicht einfach perfekt zum selbstgemachten Rucola-Pesto, gerösteten Pinienkernen, getrockneten sowie frischen Tomaten aus dem Garten und Mini-Mozzarella passen, dann weiß ich auch nicht. Allein die besondere Formung der Nudeln sind ein echter Hingucker auf dem Teller, so viel steht fest. Und ja, die Rezeptvariante mit dem hausgemachten Pesto hat sogar meine kritische bessere Hälfte vom Salat vollkommen überzeugt. So kann ich euch also mit bestem Gewissen heute auch das Rezept verraten!



Zutaten für selbstgemachtes Rucola-Pesto

140 g Rucola | 50 g Pinienkerne | 60 g Parmesan | 3 Knoblauchzehen | 100 ml Olivenöl | Prise Zucker | Salz, Pfeffer

Röstet die Pinienkerne in der Pfanne ohne Fett an und stellt sie dann beiseite. Wascht den Rucola und schüttelt ihn trocken. Schält den Knoblauch und gebt ihn mit Pinienkernen, Rucola und Parmesan in einen Mixer und püriert alles gemeinsam zu einer cremigen Masse. Gebt dabei nach und nach das Olivenöl hinzu, bis das Pesto die gewünschte Konsistenz hat. Schmeckt das Pesto mit Zucker, Salz und Pfeffer nach Belieben ab. 

Zutaten für Nudelsalat mit Rucola-Pesto 

(für 6-8 Personen)

500 g Nudeln (zum Beispiel Birkel´s Nr. 1 Trulli) | 50 g Pinienkerne | 240 g getrocknete Tomaten in Öl (Abtropfgewicht) | 500 g gelbe und rote Cocktailtomaten | 250 g Mini-Mozzarella | 50 g frischer Rucola  | 6 bis 8 EL Rucola-Pesto | Salz, frisch gemahlener Pfeffer | 20 ml Olivenöl nach Bedarf

Kocht die Nudeln nach Packungsanweisung im Salzwasser gar und lasst sie anschließend kurz abkühlen. Röstet in der Zwischenzeit die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne an und stellt sie beiseite. Lasst die getrockneten Tomaten abtropfen und schneidet sie in feine Streifen. Wascht die Cocktailtomaten und halbiert diese. Schneidet den Mini-Mozzarella in Viertel, wascht den Rucola und schüttelt ihn trocken. 
Gebt alle Zutaten nach und nach mit den Nudeln in eine große Schüssel und mengt das Rucola-Pesto gut unter. Wenn euch der Nudelsalat noch etwas zu trocken erscheint, könnt ihr noch etwas Olivenöl hinzu geben. Würzt alles kräftig mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer und schon könnt ihr den Nudelsalat servieren. 

Kleiner Tipp: Das übrige Rucola-Pesto schmeckt auch pur hervorragend zu Nudeln oder frischem Baguette. In einem gut verschlossenen Glas und mit Olivenöl bedeckt hält es sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen. 


Ich bin mir sicher, dass wir in den kommenden Wochen auch bei herbstlicheren Temperaturen nicht die Finger vom Grill lassen können. Mal sehen, ob ich da nicht noch die ein oder andere weitere leckere Nudelsalat-Kreation ausprobieren werde. Die Birkel-Nudeln kommen mir da gerade recht, denn sowohl optisch als auch geschmacklich sind sie für solche Rezepte wirklich sehr gut geeignet. Hach! Vielleicht kombiniere ich sie im Herbst einfach mal mit ein paar Feigen... Das wäre auch mal etwas anderes, nicht wahr?



Ich bin in jedem Fall gespannt, welcher Salat zum Grillen bei euch nie fehlen darf! Ich freue mich immer sehr über neue Rezeptideen und bin gespannt, was ihr am liebsten für Grill- und Gartenpartys euch und euren Lieben zaubert. 

Bis dahin wünsche ich euch noch einen herrlich entspannten Sonntag. Lasst es euch gut gehen.


* Vielen Dank an Birkel für die schöne Zusammenarbeit. Meine Meinung zum vorgestellten Produkt bleibt davon unberührt.Rezept und Umsetzung stammen wie immer aus meiner Feder. 

Sonntag, 19. August 2018

Erfrischender Aprikosen-Eistee für die nächste Gartenparty


Was für ein Sommer! Einen ganzen Monat lang habe ich sowohl nach der Arbeit als auch am Wochenende alle Viere von mich gestreckt und es mir gut gehen lassen. Doch nun plagt mich wirklich das schlechte Gewissen, denn immerhin schwirren so einige schöne Ideen und leckere Rezepte durch meinen Kopf, die ich gern mit euch teilen möchte. Und so habe ich den gestrigen Tag endlich mal wieder für ein kleines Shooting genutzt. Vor die Linse kam dieses Mal passend zum langanhaltenden heißen Sommer ein kühler fruchtiger Eistee. 



Ich persönlich bin ja ein absoluter Wassertrinker. Am liebsten pur, ohne Zitrone oder sonstige Zutaten - Hauptsache, es sprudelt. Ich glaube, schon so mancher Gastgeber hatte ein schlechtes Gewissen, wenn er mir "nur" ein Glas Wasser zum Essen reichte, doch genau das macht mich wirklich glücklich. Meine bessere Hälfte dagegen benötigt immer mal wieder etwas süßes oder fruchtiges, sodass auch unser Haushalt mit ein paar Softgetränken oder wenigstens mit frischen Zitronen für das Wasser ausgestattet ist. Nichtsdestotrotz experimentiere ich gern mal für den Herzallerliebsten herum und so entstand letztlich auch mein selbstgemachter Aprikosen-Eistee. Ich finde, die Sommerzeit und ihre zahlreichen herrlichen Früchte sollten in jeglicher Form und im wahrsten Sinne des Wortes ausgekostet werden - warum also nicht mal ein paar reife Aprikosen pürieren und daraus einen Eistee zaubern? Gesagt, getan! 


Zutaten

4 Beutel grüner Tee | 1,5 l Wasser | 400 ml Orangensaft | 3 reife Aprikosen | 2 TL Honig 


Zunächst lasst ihr das Wasser aufkochen und übergießt damit den grünen Tee. Lasst ihn maximal zwei Minuten ziehen, ehe ihr die Teebeutel entfernt. Kühlt den Tee vollständig ab. In der Zwischenzeit halbiert ihr die Aprikosen, entfernt den Kern und püriert sie gemeinsam mit dem Honig zu einer glatten Masse. Gebt den Orangensaft zum abgekühlten Tee und drückt das Aprikosen-Püree durch ein feines Sieb ebenfalls zum Tee. Vermengt alles gut miteinander. Serviert euren selbstgemachten Eistee mit ein paar Eiswürfeln und je nach Geschmack mit ein paar Aprikosenscheiben. Fertig ist die perfekte Erfrischung für diesen Sommer.


Was ich an dem Rezept ganz besonders mag, liegt klar auf der Hand: Wenig Zutaten, wenig Aufwand. Für besonders heiße Tage, an denen man sich am liebsten so wenig wie möglich bewegen möchte, also genau das Richtige. Ich bin gespannt, wie es euch schmeckt!

Einen herrlich sonnigen Sonntag wünsche ich euch noch.

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