Samstag, 12. Oktober 2013
DIY: Herzige Grüße
Während vor dem Fenster die bunten Herbstblätter im stürmischen Wind tanzen, lasse ich mich von ihnen in der schönen warmen Wohnung bei einer heißen Tasse Tee inspirieren. Wenn die Tage kürzer werden, widme ich mich sehr gern den gemütlichen Dingen des Alltages. Neben guten Büchern gehört es auch dazu, sich endlich mal wieder dem Papierstapel im Bastelschrank zu widmen und meinen Liebsten eine kleine Freude zu bereiten. So habe ich heute mit schönen warmen Herbsttönen eine kleine herzige Grußkarte gezaubert, die die Empfängerin hoffentlich zum Strahlen bringen wird. Anders als bei meinen bisherigen Grußkarten, habe ich dieses Mal völlig auf Kleber&Co verzichtet und stattdessen mal wieder meine Nähmaschine herausgekramt! Die Idee habe ich von hier.
Zunächst habe ich ein paar Herzen im dunklen Gelb und Rot ausgestanzt und einen Bogen stabilen Tonkartons zu einer Karte gefaltet. Anschließend legte ich die Karte unter die Nähmaschine und befestigte mit einem weißen Faden die kleinen Herzen der Reihe nach. Am Ende faltete ich noch sorgfältig die Herzen links und rechts vom Faden ein wenig nach oben, so dass sie zu flattern scheinen. Schon ist der kleine herzige Gruß fertig und darf sich auf seine Reise machen.
Und, wie gefällt euch diese kleine Idee? Versendet ihr auch ab und an gern ohne einen bestimmten Anlass liebste Grüße, um jemanden eine Freude zu bereiten?
Ich wünsche euch noch einen schönen herbstlichen Samstag!
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Blaubeer-Cupcakes mit Buttercreme-Häubchen
Nach einer Woche mit viel Feierei, einem guten Start in mein neues Studium und neuen Job, habe ich es mir nicht nehmen lassen auch ein kleines Päuschen einzulegen. So genoss ich den blauen Himmel, die schönen bunten Blätter vor der Haustür und fütterte die kleine Naschkatze in mir mit fruchtigem Backwerk: Blaubeer-Cupcakes!
Das Rezept für die kleinen hübschen Köstlichkeiten möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Zum Backen benötigt ihr folgende Zutaten:
Zunächst heizt ihr den Backofen auf 175° C vor und belegt am besten Muffinblech mit Papierförmchen aus. In einer Schüssel schlagt ihr Butter mit Zucker und dem Vanillezucker schön schaumig und rührt dann die Eier einzeln unter. Mehl und Backpulver werden gemischt und schließlich abwechselnd mit der Milch unter den Teig gerührt. Nun wascht ihr die Blaubeeren, tupft sie trocken und hebt sie vorsichtig mit einem Löffel unter. Den fertigen Teig verteilt ihr gleichmäßig auf die Förmchen und backt sie für etwa 25 Minuten.
Für die Buttercreme siebt ihr Puderzucker in eine Schüssel und gebt danach weiche Butter hinzu. Verrührt alles gleichmäßig mit dem Handrührgerät und gebt anschließend Wasser und Vanillearoma hinzu, bis eine helle, schaumige und etwas feste Masse entsteht. Mit einer Spritztülle nach Wahl könnt ihr dann euer Topping auf die Cupcakes zaubern. Statt Buttercreme schmeckt auch wunderbar Sahne zu den leckeren Blaubeer-Cupcakes!
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken!
Donnerstag, 3. Oktober 2013
In Island (Teil 4): Quellen, Geysire und andere Geschichten
Bevor ich heute wieder loslege mit dem Schreiben und mich komplett in meinen Erinnerungen an Island verliere, möchte ich euch beruhigen: Dies ist nun wirklich der letzte Eintrag zu meinen Erlebnissen im Land von Feuer und Eis. Ein letztes Mal werde ich euch einen Einblick in die schönsten und auch geschichtsträchtigsten Orte Islands geben, bevor ich dann diesen Blog wieder mit kreativen DIY´s und Rezepten füllen werde. Doch heute kann ich es noch nicht lassen und schwelge weiter über meine Reise quer durch Island.
Wenn man sich länger in diesem einzigartigen Land befindet, kommt man nicht um die Geschichte seiner Bewohner herum. Wenn man am "Golden Circle" entlang fährt, von dem ich euch bereits im ersten Teil kurz berichtet habe, gelangt man zum Nationalpark Þingvellir. Sobald wir hier das Auto abgestellt hatten, konnten wir unseren Blick über den glasklaren See schweifen lassen, der mit seinen vielen Armen das gesamte Gebiet zu greifen scheint. Inmitten der sonst flachen Landschaft steht die Þingvellir Kirche, umgeben von schönem grün. Doch die eigentliche Aufmerksamkeit zieht wohl eine gigantische Spalte auf sich - die Almannagjá-Schlucht. Betrachtet man sie rein geologisch, konnten wir bei einem kleinen Spaziergang nur zu deutlich das Auseinandertriften der amerikanischen und der europäischen Kontinentalplatten betrachten. Vor allem vom höchsten Aussichtspunkt wurde dieses Naturphänomen sehr gut deutlich. Die Schlucht hat jedoch auch einen wichtigen geschichtlichen Hintergrund. Genau an diesem Ort wurde das erste Parlament Islands ausgerufen. Steht man nun selbst auf der hölzernen Plattform direkt an dem kleinen Hügel, auf dem vor Hunderten von Jahren eine Menschenmenge diesen Beschluss fasste, kann man beinahe ihre Anwesenheit spüren.
Genauso bedeutend wie die lange Geschichte Islands, sind wohl auch die zahlreichen heißen Quellen des Landes. Überall auf der Insel verstreut findet man einige sogenannte Solfatarenfelder, die bereits von weitem mit ihren hohen weißen Wolken und dem ekelhaften Gestank eindringlichen Geruch ihre Anwesenheit ankündigen. Námaskarð ist einer dieser Ort im Norden Islands, an dem sich gern einige Touristen von blubbernden und heißen Schlammtöpfen begeistern lassen. Tatsächlich war mir persönlich vorher gar nicht so bewusst, dass diese Quellen nach faulen Eiern riechen... dennoch war auch dieser Teil Islands sehr beeindruckend. Immerhin sieht man nicht alle Tage mitten auf einer kargen sandigen Fläche plötzlich graue Sumpflöcher, die fröhlich Blasen werfen und die Luft mit weißen Wolken verschleiern.
Neben den stinkenden heißen Quellen Islands, gibt es aber natürlich auch die, in denen man einfach die Seele baumeln lassen kann. Bei 5° Grad Außentemperatur hüpfte also auch ich in Windeseile aus meinem Badelatschen und dem flauschigen Handtuch und tauchte meinen Körper in das warme milchige Nass. Die "Blaue Lagune" lädt zur wunderbaren Entspannung ein - auch wenn man die Eintrittspreise doch sehr mit einem Zähneknirschen hinnehmen muss. Dafür wird man mit dem wunderbaren Gefühl belohnt, dass man einmal im Leben in einer der berühmten heißen Quellen Islands gebadet hat.
Und nun, da sich dieser Eintrag dem Ende zuneigt, ein Highlight, auf was ich mich den gesamten Urlaub gefreut hatte: Die Geysire. Wenn ich an Island vor meiner Abreise dachte, waren es vor allem Vulkane, heißen Quellen und Geysire die ich mit der Insel verband. Das Island weit mehr bietet, haben sicherlich meine letzten Berichte eindrucksvoll bewiesen. Dennoch möchte ich genau mit dem Abschließen, von dem ich so begeistert bin, dass ich es mit eigenen Augen sehen konnte: Ein Ausbruch des Strokkur. Ich glaube, ich war beim Anblick der Ausbrüche an diesem Geysir selten zu sprachlos. Diese Kräfte, die dort herrschen und das warme Wasser bis zu zwanzig Meter in die Lüfte drücken und die Nebelschwaden, die das gesamte Gebiet umgaben, machten die Stimmung an diesem Ort geheimnisvoll und ließen für einen Moment die anderen Besucher vergessen, die sich hier tummelten.
Das ist also Island. Ein Land, voll von natürlichen Schönheiten und eindrucksvollen Kulissen. Ein Land, welches ich mit all seinen Facetten wohl nie vergessen werde.
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