Sonntag, 23. Juli 2017

Zu Besuch in Portugal: Eine Eselwanderung an der Algarve


Zum Start in die Sommerferien und mit Blick auf die vielen Familien, die gerade in den Urlaub düsen, flüchte ich mich bei dem Regenwetter in Berlin ganz schnell wieder in die schönen Erinnerungen an unseren eigenen Urlaub in Portugal Mitte Juni. Ich hatte euch ja bereits ein leckeres Rezept aus dieser einen Woche an der Algarve mitgebracht und von der Hochzeit am Strand berichtet, die wir dort mit viel Sonne im Nacken genießen durften. 




Von Portugal selbst hatten wir in dieser einen Woche für meinen Geschmack letztlich zu wenig gesehen, da sich tatsächlich alles eher um die Vorbereitungen der anstehenden Hochzeit drehte. Das, was ich jedoch von dem Land sah, hat mich sofort begeistert. Die kleinen Orte, deren Hausfassaden mit bunten Fliesen bedeckt sind. Trockene Wiesen, auf denen knochige Olivenbäume stehen und grüne Hügellandschaften, auf denen der Eukalyptus eben Orangenbäumen wächst. Mal ganz abgesehen von den steilen Küsten und dem Blick auf das türkis-blaue Meer. Einfach herrlich!


Trotz der begrenzten Zeit vor Ort machten wir jedoch vor allem eins: Ausflüge mit der versammelten Hochzeitsgesellschaft. Dazu gehörte zum Beispiel auch eine Wanderung mit Eseln durch die Berge von Monchique von der ich euch heute etwas mehr berichten möchte. 




Mit dem Wetter hatten wir an diesem Tag auf dem ersten Blick nicht so viel Glück - es startete mit leichtem Nieselregen und einem sehr grauen Himmel. Allerdings sollten diese Umstände zu späterer Stunde noch unser Glück bedeuten, denn die Temperaturen waren dennoch warm und leicht schwül, sodass wir mit einer prallen Sonne im Nacken die Wanderung sicherlich nicht so leicht hätten bestreiten könnten. Mit dem wolkenverhangenen Himmel jedoch ließ sich unsere Tour mit den Eseln absolut genießen. 


Das Brautpaar selbst organisierte die abenteuerlustige Tour durch die Hügel Portugals. Über Happy Donkeys buchten sie für 22 Personen eine 2-stündige Wanderung, die uns mit insgesamt fünf wunderschönen andalusischen Rieseneseln durch die Berge der Algarve führte. Nach einem etwas holprigen Start vor Ort, da der liebe Robert, der "Esel-Papa" und Tourguide des Tages, unseren Termin fast verschwitzt hatte, starteten wir am späten Vormittag. Die Esel gaben das Tempo vor, liefen durch unsere Gruppe manchmal mit etwas erhitzen Gemütern und provozierten so viele komische Momente, die uns allesamt zum Lachen brachten. Die Stimmung war ausgelassen und wir genossen es sehr, an kleinen Flüssen vorbeizuspazieren, die Klänge der Natur einzufangen und verschiedene Pflanzen und Bäume zu entdecken, die es in unserer Heimat nie zu sehen gibt. 



Die Kinder hatten unterwegs auch die Möglichkeit, auf den größeren Eseln zu reiten. Der Rest von uns ließ sich vom Tempo der Esel treiben oder verweilte so wie sie am Wegesrand mit Blick auf die Täler der Umgebung. Robert spürte, dass uns die Tour sehr viel Freude bereitete und so verlängerte er kurzerhand unseren Weg, sodass wir erst nach knapp drei Stunden wieder an dem kleinen Hof ankamen. Dort nutzten wir den angebrochenen Tag noch für ein entspanntes Picknick an einem kleinen Wasserfall, dass das unser Brautpaar für uns vorbereitet hatte. 


Insgesamt war es wirklich ein herrlicher Ausflug in die Natur Portugals, den ich absolut jedem weiterempfehlen kann. Schaut doch einfach mal bei Happy Donkeys vorbei und setzt euch mit Robert in Kontakt. Er hilft euch sicher gerne weiter und beantwortet auch alle Fragen. Für uns steht fest: Portugal wird uns auf jeden Fall wiedersehen. Denn nicht nur unsere Wanderung mit den Eseln hat mich unglaublich begeistert, sondern auch auch das Land selbst. Wenn ihr also Tipps für mich habt, was ich in Portugal unbedingt mal ansehen muss, dann immer her damit! Wir planen dann schon mal unseren nächsten Besuch.

Sonntag, 16. Juli 2017

Brombeer-Joghurt-Eis am Stiel mit weißer Schokolade


Endlich ist wieder Eiszeit angesagt! Wenn man dem Wetterbericht zumindest glauben mag, dann dürfen wir uns in der kommenden Woche auch wieder über herrlichen Sonnenschein und sommerliche Temperaturen freuen. Da ich ja ein absolut optimistischer Mensch bin, habe ich mich deshalb an diesem Wochenende gleich mal auf die nahende Hitzewelle vorbereitet. Im Tiefkühler wartet köstlich fruchtiges Eis auf mich - natürlich selbstgemacht!


Bereits im letzten Jahr hatte ich euch ja leckeres Fruchteis präsentiert mit Erdbeeren, Kiwi und Melone. Ich schäme mich ja schon fast ein bisschen, dass ich dieses Mal erst im Juli meine schöne Eisform hervor geholt habe, um meine Brombeer-Joghurt-Eis-Variante umzusetzen. Das besonders leckere an diesem Rezept sind jedoch nicht etwa die süßen Brombeeren oder die Vanille, sondern kleine weiße Schokoladenflocken, die sich in der Joghurt-Creme verstecken. Jammie!


Rezept (für 6 Eis am Stiel)
300 g Brombeeren | 2-3 EL Wasser | 80 g Zucker | 1 Vanilleschote | 380 g Naturjoghurt | 50 g weiße Schokolade | Eisform | Holzstiele

Wascht die Brombeeren kurz ab und trocknet sie mit einem Küchentuch trocken. Gebt die Früchte gemeinsam mit Wasser und Zucker in einen Topf und lasst alles gemeinsam kurz aufkochen. Lasst die Brombeeren etwa 6 bis 8 Minuten köcheln, bis sie schön weiß sind und sich Fruchtsaft gebildet hat. Anschließend nehmt ihr die Brombeeren vom Herd und streicht sie mit dem Fruchtsaft durch ein feines Sieb. Verteilt je zwei Esslöffel des Brombeersaftes in eure Eisform. 
Hackt die weiße Schokolade in feine Stückchen. Gebt den Joghurt gemeinsam mit dem Mark der Vanilleschote und der weißen Schokolade in eine Schüssel. Rührt den restlichen Brombeersaft unter den Vanille-Joghurt und verteilt ihn danach auf eure Eisform. Steckt die Holzstiele in die Mitte des Brombeer-Joghurts und lasst euer Eis mindestens für acht Stunden im Gefrierschrank. 


Kleiner Tipp: Um das selbstgemachte Eis schneller aus der Form lösen zu können, stellt die Eisform kurz in warmes Wasser. So lässt es sich schneller lösen und genießen. Wer nicht genug von weißer Schokolade bekommen kann, kann noch etwas Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und auf das gefrorene Eis geben. Die Schokolade wird nach kurzer Zeit fest und so habt ihr noch ein leckeres i-Tüpfelchen zum Genießen. 


Und, welches Eis-Rezept ist euer Favorit für diesen Sommer? Ich wünsche euch noch einen herrlichen entspannten Sonntag. Lasst es euch gut gehen. 

Sonntag, 9. Juli 2017

Aus dem Ofen: Gebackener Mango-Gemüse-Reis mit Joghurt-Dip


So langsam frage ich mich ja, ob sich der Juli auch noch von seiner besonders sonnigen Seite präsentieren kann, oder ob wir hier in Berlin uns einfach damit zufrieden geben müssen, dass der Herbst bereits eingetroffen ist. Wer in der letzten Woche meine Stories bei Instagram gesehen hat, weiß sicherlich inzwischen, dass gerade für uns gutes Wetter von Vorteil wäre. Denn in unserem künftigen Zuhause gab es aufgrund von heftigem Regenfall, den es so das letzte mal vor über hundert Jahren in der Region gegeben hat, sowohl überschwemmte Straßen als auch Neubauten. Da können wir von Glück reden, dass wir uns mit unserem Eigenheim gerade noch im Rohbau befinden und wir nun einfach darauf warten müssen, dass die Steine trocknen. 



Noch gebe ich die Hoffnung auf einen ordentlichen Sommer also nicht auf und hole mir stattdessen wenigstens weiterhin jede Menge passender sommerlicher Gerichte auf den Teller. Denn auf die Früchte der Sommermonate freue ich mich tatsächlich immer am meisten. Die Auswahl ist groß und da wundert es mich jedes Mal, dass ich in der Obstabteilung meist doch eher zu den altbekannten Leckereien greife. Der Fantasie in der Küche sind dagegen keine Grenzen gesetzt und deshalb habe ich mal wieder die Mango in einem neuen herzhaften Gericht untergebracht. Die gelbe Frucht gibt es heute in Kombination mit Reis, buntem Gemüse und Fetakäse direkt aus dem Ofen. Köstlich, versprochen!


Zutaten (für 4 Portionen)
1 kleine Zucchini | 2 Möhren | 1 Mango | 150 g Kirschtomaten | 1 Zwiebel | 1 Knoblauchzehe | 250 g Reis | 500 ml Gemüsebrühe | 1 EL Olivenöl | 75 g Fetakäse | 400 g Naturjoghurt | 1/2 Zitrone | 3 Frühlingszwiebeln | Paprikapulver, Salz, Pfeffer

Wascht die Zucchini und schneidet sie in Viertel. Schält die Möhren und schneidet sie in Streifen. Zieht Zwiebel und Knoblauch ab und hackt beides in kleine Würfel. Die Mango schält ihr ebenfalls und schneidet das Fruchtfleisch in Stücke. Die Kirschtomaten waschen und halbieren. 
Erhitzt das Olivenöl in einer Pfanne und dünstet Zwiebeln und Knoblauch darin glasig. Anschließend gebt ihr Zucchiniwürfel und Möhrenscheiben hinzu und dünstet alles gemeinsam etwa fünf Minuten. Anschließend gebt ihr den Reis zusammen mit 1 Esslöffel Paprikapulver hinzu und mischt es etwa zwei Minuten unter das Gemüse. Anschließend löscht ihr den Reis mit Gemüsebrühe ab. Lasst alles etwa 10 Minuten köcheln, bis der Reis aufgequollen ist. Gebt dann Mango und Tomaten hinzu und würzt alles kräftig mit Salz und Pfeffer. Gebt den Mango-Gemüse-Reis in eine ofenfeste Form. Schneidet den Fetakäse in Würfel und streut ihn über den Reis. Anschießend backt ihr den Mango-Gemüse-Reis im vorgeheizten Ofen bei 200°C für etwa 10 bis 15 Minuten, bis der Fetakäse leicht gebräunt ist.
In der Zwischenzeit bereitet ihr den Joghurt-Dip vor. Gebt Joghurt, den Saft der Zitrone, Paprikapulver, Salz und Pfeffer je nach Geschmack in eine Schüssel. Schneidet die Frühlingszwiebel in Ringe und hebt ihn unter den Joghurt. Wenn euer Mango-Gemüse-Reis fertig ist serviert ihr ihn mit dem Joghurt-Dip.


Übrigens: Wenn ihr eine Pfanne habt, die ihr direkt in den Ofen stellen könnt, dann müsst ihr den Mango-Gemüse-Reis natürlich nicht in eine ofenfeste Form umfüllen. Um ihn für Gäste schön anzurichten, könnt ihr den Reis aber auch auf kleine Formen umfüllen. So ist er gleich portioniert und ist auch ein schöner Hingucker auf dem Teller.


Ich mag auf jeden Fall die süß-fruchtige Note, die die Mango dem Gemüse-Reis verleiht. So hat man den Sommer direkt auf dem Teller und außerdem ein leichtes Gericht, was auch an warmen Tagen eine gute Figur macht.

Was ist denn eure liebste Sommerfrucht? Und was zaubert ihr damit am liebsten? Ich lasse mich gerne inspirieren und bin gespannt. Bis dahin wünsche ich euch noch einen herrlich entspannten Sonntag.

Sonntag, 2. Juli 2017

Sommerlicher Quinoa-Rote-Beete-Salat mit Orange und frischer Minze


Auf geht es mit einem großen Schritt hinein in den Juli. Verrückt, wie schnell dieses Jahr wieder an uns vorbei rast, nicht wahr? Eben erst suchte ich im Garten meiner Großeltern noch nach den bunten Ostereiern und schon saß ich in der prallen Sommersonne mitten in Portugal am Strand und lauschte den Worten der Standesbeamtin, die zwei Liebende mit den Füßen im Sand traute. Wie bereits im letzten Post erwähnt, war ich eine Woche in Portugal. Dort ließen wir uns die Sonne auf die Köpfe scheinen und waren vor allem mit einem beschäftigt: Hochzeitsvorbereitungen! Die liebe Cousine meines Mannes und ihr Freund gaben sich hier das Ja-Wort und die gesamte Familie und der große Freundeskreis der beiden feierte mit ihnen. Es war so wie man sich eine Strandhochzeit einfach nur vorstellen konnte: Türkises Meer im Hintergrund, ein mit Olivenzweigen geschmückter Trauungsbogen und darunter zwei, die den Rest ihres Lebens nun als Ehemann und Ehefrau verbringen werden. Klar, dass ich da mehr als eine Freudenträne vergießen musste... Hach! 


Das besonders Schöne an dieser Hochzeit im Süden: Ich habe euch auch etwas mitgebracht! Denn am Abend gab es natürlich auch das passende Buffet zu einer Hochzeit am Strand, welches mich persönlich so sehr inspiriert und begeistert hat, dass ich ein kleines Gericht davon sofort selbst ausprobieren musste. Den köstlichen Quinoa-Salat mit Rote Beete und Orange gab es nämlich neben allerlei Köstlichkeiten vom Grill und weiteren frischen Snacks direkt neben dem rauschenden Meer. Und weil ich sowohl von der Farbe als auch vom Geschmack so angetan war, probierte ich das Gericht zu Hause gleich mal selber aus. Was soll ich sagen? Der Salat kann sich sehen und schmecken lassen, sodass ich das Rezept sofort mit euch teilen möchte.



Zutaten (für 4 Portionen)
300 g Quinoa | 4 Rote Beete (bereits gekocht, vakuumiert) | 4 Orangen | 1 Bund Minze | 1 1/2 EL Olivenöl | Salz, Pfeffer

Gebt die Quinoa in ein feines Sieb und spült es mit Wasser ab. Gebt sie dann in einen Topf und bedeckt sie mit doppelt so viel Wasser. Lasst die Quinoa bei kleiner Hitze etwa zehn Minuten köcheln und anschließend noch einmal so lange bei ausgeschalteter Flamme quellen, bis alle Körner das Wasser aufgesogen haben, aber noch möglichst bissfest sind. Lasst die Quinoa kurz abkühlen. In der Zwischenzeit schneidet ihr die rote Beete in kleine Würfel. Schält die Orange und schneidet das Fruchtfleisch ebenfalls in kleine Stücke. Wascht die Minze ab und hackt die Blätter fein. 
Anschließend gebt ihr Rote Beete, Orange und Minze zu der Quinoa. Vermengt alles gut miteinander, sodass der Salat die schöne pinke Farbe erhält. Würzt ihn schließlich noch mit Olivenöl, Salz und Pfeffer gut ab. Fertig ist euer sommerlicher Quinoa-Rote-Beete-Salat! 


Zu dem Salat passt beispielsweise Fisch vom Grill oder auch zu frischem Baguette sehr gut. Wer noch etwas Crunch im Salat benötigt, kann zusätzlich noch ein paar gehobelte Mandeln unter die Quinoa mischen. 


Ich hoffe, euch gefällt dieser herrliche Farbklecks auf dem Teller. Welche Sommersalate dürfen bei euch im Juli nicht fehlen? Ich bin gespannt auf eure Ideen und Rezepte und wünsche euch noch einen herrlichen Start in den neuen Sommermonat.