Sonntag, 25. September 2016

Zum Sonntagsfrühstück: Ofenfrische Croissants mit Birnen-Vanille-Füllung


Wenn sich ein süßlicher Duft am frühen Morgen durch die Wohnung zieht und die Sonne mit ihrem warmen Licht durch die Fenster scheint, dann kann dies nur eins bedeuten: Es ist Sonntag. Der Tag in der Woche, den ich in der Regel vor allem für gemütliche Stunden mit meinem Mann nutze oder aber die Zeit zum ausgiebigen Backen finde. Da stehe ich auch wirklich gern schon mal früh auf, um unser Frühstück so richtig schön zu zelebrieren. Denn ja, für mich ist das Frühstück einfach die wichtigste Mahlzeit am Tag. Auch wenn ich unter der Woche meist nur zu einem kleinen Schälchen Müsli oder Joghurt mit frischen Früchten greife, darf der Tisch am Wochenende ruhig üppiger gedeckt werden. Ofenfrische Brötchen mit Marmelade und ein weichgekochtes Ei macht dann den Start in den Tag einfach perfekt.



An diesem Wochenende hatte ich aber mal wieder Lust auf ofenfrische Croissants. So süß und knusprig... einfach köstlich! Vor einiger Zeit hatte ich mal das tolle Rezept von Sarah vom Blog "Das Knusperstübchen" ausprobiert und wusste sofort, dass das nicht das letzte Mal gewesen sein sollte, dass ich Croissants selber gemacht habe. Denn selbstgemacht schmeckt immer am besten - da brauchen wir gar nicht diskutieren. 


Doch diesen Samstag musste es schnell gehen. Ich hatte keine Zeit, den Teig in aller Ruhe vorzubereiten und deshalb griff ich zu der schnellen Variante mit gekühltem frsichen Blätterteig aus dem Supermarkt. Das kann zwar absolut nicht mit den selbstgebackenen Croissants meiner Namensvetterin mithalten, stillt aber durchaus ebenfalls die Lust nach einem süßen Frühstück. Dazu ein Kännchen frischen Kaffee und das Wochenende kann beginnen.




Natürlich würde ich euch aber heute diese leckeren Croissants nicht präsentieren, wenn ich nicht noch ein besonderes Highlight für meine Hörnchen vorbereitet hätte: Eine süße Birnen-Vanille-Füllung. Mit dem fertigen Blätterteig ist damit das Highlight auf dem morgendlichen Frühstückstisch in Windeseile zubereitet.


Zutaten
für 7- 8 Croissants

1 Pck. frischer Blätterteig | 1 Ei | 1 EL Milch | 1 Birne | 2 TL Zucker | 1 TL Vanillezucker | 1 Vanilleschote


Zunächst breitet ihr den Blätterteig auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech aus. Heizt euren Ofen auf 200 °C vor. Schält die Birne und schneidet diese in feine Würfel. Gebt die Birne mit Zucker, Vanillezucker und dem Mark der Vanilleschote in eine Schale. Vermengt alles gut miteinander und lasst die Birne für 10 Minuten stehen, damit sich der Zucker auflösen kann. In der Zwischenzeit verquirlt ihr das Ei mit der Milch und bestreicht den Blätterteig dünn mit der Masse. Anschließend schneidet ihr den Teig mit einem scharfen Messer in gleichmäßig große Dreiecke. Je nach Größe erhaltet ihr sieben bis acht Stück. Gebt dann zwei Teelöffel eurer Birnenwürfel auf die breite Seite eurer Dreiecke und rollt diese auf. Formt mit den Händen leichte mondförmige Sicheln, sodass eure Croissants später ihre typische Form erhalten. Bestreicht die Croissants danach mit dem restlichen Ei-Milch-Gemisch und gebt sie für 15 bis 20 Minuten in den Ofen bis sie schön goldbraun gebacken sind. 



Die Croissants schmecken frisch aus dem Ofen einfach himmlisch! Aber auch abgekühlt sind sie ein wahrer Genuss und der perfekte Frühstücksbegleiter. 

Und, wie sieht es bei euch aus? Seid ihr auch solche Frühstücksfans wie ich und habt schon einmal Croissants selbstgebacken? Ich bin gespannt, was ihr von der schnellen Fertigteig-Variante haltet...

Ich wünsche euch einen herrlich sonnigen Sonntag. Lasst es euch gut gehen.

Sonntag, 18. September 2016

Herbstrezept: Farfalle mit Kürbis-Thymian-Soße


Hallo Herbst! Nachdem der September uns noch mit diesem herrlichen Spätsommer verwöhnt hat, können wir uns nun endlich auf die schönen Seiten dieser Jahreszeit konzentrieren. Immerhin ist Kürbissaison und bei der Wärme hatte ich persönlich bisher ja noch keine Lust auf ein heißes Kürbissüppchen... Aber an den nun kälter werdenden Tagen habe ich es getan: Ich habe meine ersten Kürbisse gekauft und sowohl süße kleine Kürbis-Cupcakes gezaubert als auch eine leckere Kürbis-Suppe verdrückt. Doch da geht noch mehr! 


Eine der Leibspeisen meines Mannes sind Nudeln. Nudeln mit Tomatensoße und Würstchen. Und Käse. Als sehr experimentierfreudiger Foodie habe ich mir jedoch gedacht, dass ich meinem Göttergatten ja durchaus auch mal etwas anderes zaubern könnte, als die klassische Nudelvariation. Natürlich passend zur Saison, versteht sich. Und was eignet sich da besser als eine schöne cremige Kürbissoße? Dass das mein Mann natürlich ganz anders sieht, versteht sich auch von selbst... Aber ich habe es wieder geschafft und meinen härtesten Kritiker überzeugen können. Ok, ich gebe zu, dass ich das nur mit einem kleinen Trick geschafft habe. Mit welchem, verrate ich euch nach dem leckeren Rezept.



Zutaten Kürbissoße
(für 6 Portionen)

1 kg Kürbis (Hokkaido) | 3 Zwiebeln | 4 Knoblauchzehen | 1 Paprika | 4 EL Créme fraiche | 200 g Frischkäse (Kräuter) | 250 g GEmüsebrühe | 3-4 Thymianzweige | 1 EL Olivenöl | 2 TL Paprikapulver | Salz, Pfeffer | gehobelter Parmesan

Zunächst halbiert ihr den Kürbis, entfernt die Kerne und schneidet das restliche Fleisch in grobe Würfel. Schält die Zwiebeln und schneidet diese in kleine Stücke. Wascht die Paprika und würfelt diese fein. Schält die Knoblauchzehen und schneidet diese in Scheiben. Nun gebt ihr das Olivenöl in einen Topf. Lasst die Zwiebeln kurz in dem heißen Öl dünsten ehe ihr die Kürbis- und Paprikawürfel hinzugebt. Schmort das Gemüse etwa fünf Minuten und löscht es dann mit der Gemüsebrühe habt. Gebt die Thymianzweige und die Knoblauchscheiben hinzu und lasst alles gemeinsam zugedeckt etwa 10 Minuten köcheln, bis der Kürbis weich, aber noch bis bissfest ist. Entfernt die Thymianzweige und püriert dann das Gemüse mit einem Zauberstab oder im Mixer. Rührt anschließend Créme fraiche und Frischkäse unter und schmeckt die Soße mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer ab. Serviert eure Kürbissause zu frisch gekochter Pasta mit gehobeltem Parmesan. 


So, und wie genau habe ich nun den Mann von dieser Soße überzeugen können? Richtig. Nur für ihn habe ich noch extra ein paar Würstchen in Scheiben geschnitten, in etwas Öl angebraten und in die leckere Kürbissoße gegeben. Wenn es nach ihm geht, hat die Soße nur aus diesem Grund so wunderbar geschmeckt ;) Komisch nur, dass er beim Nachschlag auf diese kleine Zulage dann doch verzichten konnte...


Und, freut ihr euch auch schon sehr wie ich auf die vielen leckeren Herbstrezepte? Was darf bei euch denn in diesen Monaten absolut nicht auf der Speisekarte fehlen? Ich bin gespannt!

Habt noch einen herrlichen Sonntag. Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit.

Sonntag, 11. September 2016

Kleine Zwetschgen-Tartelettes mit Vanillesahne


Heiß, heißer, September! Als ich letzte Woche meinen Post zum Quino-Auflauf verfasst hatte, hatte ich mich seelisch und moralisch eigentlich schon langsam auf den Herbst eingestellt. Es kann ja keiner ahnen, dass der Spätsommer es noch einmal so gut mit uns meint, nicht wahr? Nichtsdestotroz ist der Herbst zumindest bei den leckeren Früchten der Saison so langsam eingekehrt. Deshalb verputze ich nun auch weider Unmengen an Zwetschgen und plane gedanklich die Zubereitung meiner ersten Kürbissuppe des Jahres. Letzteres verschiebt sich jedoch einfach auf etwas herbstlichere Tage... Die Zwetschgen jedoch finden nicht nur auf ganz unzubereitetem Wege ihren Platz in meinem Bauch, sondern natürlich auch in gebackener Form. So hatte ich letztes Wochenende bereits diese kleinen süßen Zwetschgen-Tartelettes gezaubert, denn ein Sonntag ohne Kuchen geht einfach nicht.


Eigentlich wollte ich ja ursprünglich einen leckeren Pflaumenkuchen vom Blech backen, den meine Oma auch immer ganz wunderbar zaubern kann. Doch als ich über ein Grundrezept für Biskuitteig stieß dachte ich mir: Hey, ich habe noch nie einen Biskuitteig zubereitet! Also stopfte ich diese kleine Backlücke gleich einmal und zauberte die wirklich köstlichen Zwetschgen-Tartelettes. Das besonders schöne daran: Sie sind unkompliziert zuzubereiten und schmecken so schön fluffig und fruchtig. Genau nach meinem Geschmack.


Zutaten 
(für 6 - 8 Tartelettes)

2 Eier | 70 g Zucker | 70 g Mehl | 1 TL Backpulver | 2 Vanilleschoten | 2 EL Grenadine | 300 g Schlagsahne | 1 Pck. Vanillezucker | 10 Zwetschgen | 1 EL gehackte Mandeln


Bereitet zunächst den Biskuitboden vor. Dafür trennt ihr die Eier und schlagt das Eiweiß so lange, bis es langsam weiß wird. Dann gebt ihr nach und nach den Zucker hinzu und schlagt das Eiweiß so steif, dass die Spitzen stehen bleiben. Anschließend rührt ihr das Eigelb ordentlich unter das Eiweiß und gebt zum Schluss nach und nach Mehl und Backpulver sowie das Mark einer Vanilleschote hinzu. Heizt den Backofen auf 185 °C (Umluft) vor. Fettet eure Tartelette-Förmchen und bestäubt sie mit etwas Mehl. Gebt den Teig in die Förmchen und backt ihn 12 bis 15 Minuten. Lasst die Biskuitböden abkühlen. Mischt die 2 EL Grenadine mit etwa 50 ml Wasser und beträufelt damit die Biskuitböden.

Schlagt die Sahne mit Vanillezucker und dem Mark der zweiten Vanilleschote steif. Gebt die Sahne anschließend in einen Spritzbeutel und vereilt sie auf den Tartelette-Böden. Wascht die Zwetschgen, entfernt den Stein und schneidet das Fruchtfleisch in Scheiben. Verteilt die Zwetschgen-Scheiben auf der Sahne und bestreut sie mit den gehackten Mandeln. 



Wer seinen kleinen Tartelettes den letzten Schliff verleihen möchte, der greift einfach noch zu ein paar essbaren Blüten. Ich selbst habe mittlerweile ein kleines Töpfchen der Blumen auf meinem Fensterbrett zu stehen, welches ich beim Tasty Gardening-Event von "1000 gute Gründe" mitnehmen durfte. Auf Facebook habe ich euch bereits darüber berichtet. Die kleinen Stiefmütterchen machen sich also nicht nur zur Fensterbankverschönerung ganz wunderbar, sondern eben auch auf selbstgebackenen Törtchen und Küchlein.


Ich bin in jedem Fall hin und weg von meinen kleinen Zwetschgen-Tartelettes. Sowohl optisch, als auch geschmacklich. Übrigens: Zwetschgen sind keine Pflaumen! Lange Zeit war ich ja im Irrglauben, dass Zwetschgen einfach einer anderer Begriff für Pflaumen wären, aber dem ist nicht so. Deshalb kläre ich euch nun auch einmal über den Unterschied auf: Zwetschgen sind in der Regel kleiner als Pflaumen und in der Farbe eher dunkler blau-violett gefärbt. Auch der Geschmack unterscheidet sich sehr, denn die Pflaumen sind in der Regel wesentlich süßer, wohin gehen Zwetschgen süß-sauer schmecken. Für den süßen Tartletteboden sind die Zwetschgen also perfekt geeignet. Pflaumen dagegen haben ein etwas weicheres Fruchtfleisch, sodass sie besser geeignet sind bei der Zubereitung von Marmelade, Sirup oder köstlichem Crumble. 



So, mit dieser kleinen Nachhilfe wünsche ich euch nun viel Spaß beim Nachbacken und noch einen schönen sonnigen Sonntag. Lasst es euch gut gehen!

Sonntag, 4. September 2016

Vegetarischer Quinoa-Auflauf mit Zucchini, Champignons, Tomaten und Basilikum


Hach, was habe ich die letzte Woche genossen. Jeder Sonnenstrahl wurde förmlich aufgesogen und jeder laue Sommerabend für kommende frische Herbsttage abgespeichert. Ich werde dem Sommer dennoch nicht nachtrauern. Nicht, weil er uns zu wenig Sonnenstunden beschert hat, sondern weil der Herbst einfach meine liebste Jahreszeit ist. Ich freue mich schon auf ausgiebige Spaziergänge im raschelnden Herbstlaub. Auf kuschlige Stunden auf dem Sofa, auf heiße Tassen Tee und auf Kürbissuppe. Hach ja, der Herbst ist einfach eine herrliche Jahreszeit.


Doch bevor ich mit den schönen Herbstrezepten in die Saison starte, gibt es mal etwas anderes auf meinem Blog. Denn ich habe mit Quinoa experimentiert. Die gesunden Samen haben mich neugierig gemacht, sodass ich am Wochenende einfach mal einen kleinen Auflauf gezaubert habe. Es müssen ja nicht immer Nudeln oder Kartoffeln sein, nicht wahr? Quinoa ist auf jeden Fall eine leckere Alternative, die sogar (mal wieder) meinen Mann überzeugt hat. Und das, obwohl ich gegen seinen Willen einen vegetarischen Auflauf zubereitet habe...



Zutaten (für 6 Portionen)

250 g Quinoa | 300 g Zucchini | 1 Zwiebel | 1 große Knoblauchzehe | 250 g Champignons | 200 g Kirschtomaten | 300 g Frischkäse | 2 Eier | 2 EL Zitronenaft | 300 g Mini-Mozzarella | eine handvoll frischen Thymian | Salz, Pfeffer | 1 Bund Basilikum | 1 EL Olivenöl

Wascht die Quinoa mit heißem Wasser. Gebt 400 ml Wasser mit etwas Salz in einen Topf, gebt das Quinoa hinzu und lasst es etwa 10 bis 12 Minuten köcheln bis die Quinoa das Wasser vollständig aufgenommen hat. In der Zwischenzeit wascht ihr Zucchini und würfelt sie in Stücke. Wascht die Tomaten und halbiert sie. Putzt die Champignons und schneidet sie in Scheiben. Schneidet Zwiebel und Knoblauchzehe klein. Erhitzt das Olivenöl in einer Pfanne, gebt Zwiebeln und Knoblauch hinzu und bratet es kurz an. Gebt dann die Zucchiniwürfel gemeinsam mit dem frischen Thymian in die Pfanne und bratet sie von allen Seiten etwa fünf Minuten an. Würzt die Zucchini mit Salz und Pfeffer. Stellt Zucchini und Quinoa kurz zur Seite.


Heizt den Ofen auf 180°C vor. Verquirlt die Eier mit Frischkäse und Zitronensaft und würzt die Masse kräftig mit Salz und Pfeffer. Hebt die Quinoa unter und verteilt sie in einer gefetteten Auflaufform. Wascht den Basilikum und verteilt etwas mehr als die Hälfte der Blätter auf der Quinoa. Verteilt Zucchiniwürfel, Champignons und Tomaten auf der Quinoa. Halbiert die Mozzarella-Kugeln und verteilt sie über dem Gemüse. Gebt den Auflauf für etwa 20 bis 30 Minuten in den Ofen, bis der Mozzarella goldbraun gebacken ist und serviert ihn mit den restlichen Basilikum-Blättern. 


Die Reaktion meines Mannes zum Auflauf sagt eigentlich alles: Der Teller war restlos verputzt und der Mann selbst streichelte sich zufrieden über den gut gefüllten Bauch. Da behauptet noch mal einer, dass unbedingt überall etwas Fleisch eine Rolle spielen muss...


Habt ihr denn schon mal Quinoa probiert? Ich bin sehr gespannt auf eure Rezeptideen! 

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren und einen herrlichen Sonntag.