Sonntag, 19. Februar 2017

[Roadtrip am Ende der Welt - Teil 1] Sieben Tipps für einen Roadtrip durch Neuseeland


An diesem kühlen und grauen Februartag ist es endlich soweit: Ich widme mich unserem größten Abenteuer aus dem letzten Jahr! Unseren Roadtrip durch Neuseeland haben die meisten von euch sicherlich über Instagram verfolgt und bereits den ein oder anderen Einblick unserer Reise erhaschen können. Doch dieser kleine Einblick ist nichts gegen die gewaltigen Eindrücke, die wir in den Wochen am anderen Ende der Welt in uns aufgesogen haben. Ausgestattet mit einem Campervan düsten wir über die Nord- und Südinsel, fuhren vorbei an den unterschiedlichsten Landschaften, ließen uns die Sonne auf den Kopf scheinen und durch stürmische Winde die Haare zerzausen. Von unglaublich langen hellen Stränden, über steinige Küsten, grüne Wiesen mit grasenden Schafen über Eiswelten auf Gletscher oder Wanderungen durch Regenwälder haben wir einfach alles gesehen und erlebt. Meine Festplatte zerspringt förmlich an der riesigen Fotosammlung, die sich im Laufe der Zeit in Neuseeland angestaut haben. So fiel es mir auch absolut nicht leicht einen passenden Einstieg zu finden, um euch von unserer Reise zu berichten. Denn ja: Ich möchte euch mitnehmen! Ich möchte euch in eine andere Welt entführen, euer Fernweh wecken und euch Tipps und Tricks auf dem Weg geben, falls ihr diese Traumreise einmal selbst antreten möchtet.


Genau deshalb starte ich heute auch nicht mit einem langatmigen Post über die Strecke, die wir in den insgesamt 21 Tagen in Neuseeland zurückgelegt haben, sondern möchte euch ein paar hilfreiche Fakten nennen, die ich selbst gern vor unserer Reise am Ende der Welt gewusst hätte. Diese Tipps werden von einigen unterschiedlichen Aufnahmen aus unserer Reise unterstrichen - Von Nord nach Süd, von Bergen bis zum Meer, über Wälder und Steppen ist alles dabei, was wir auf unserer Tour gesehen und gespürt haben und zeigt euch die Vielfältigkeit des Landes.



Tipp 1: Nehmt euch Zeit.
Für unsere Reise über die beiden Inseln Neuseelands haben wir uns drei Wochen Zeit genommen - zu wenig, wie sich am Ende herausstellen sollte. Wir wollten möglichst viel vom Land sehen und waren damit jeden Tag unterwegs und legten teilweise auch zu viele Kilometer zurück, sodass man im Grunde nicht zum Verschnaufen kam. Jede Nacht verbrachten wir deshalb auch auf einem anderen Campingplatz. Natürlich genossen wir jede Minute am anderen Ende der Welt, doch letztlich hätte ich mir gewünscht, auch mal zwei Tage hintereinander am gleichen Ort aufzuwachen und versteckte Ecken und Winkel zu entdecken, die vorher vielleicht nicht eingeplant waren. Wer also den Luxus hat, mindestens vier oder fünf Wochen in Neuseeland zu verbringen, der sollte sie definitiv ausnutzen. 



Tipp 2: Die Führerschein-Übersetzung
Als wir zu Beginn unserer Reise unseren Campervan bei Maui abholten, traten sofort unerwartete Kosten auf uns zu. Um Neuseelands Straßen unsicher machen zu können, benötigt man nämlich eine Übersetzung des Führerscheins - eine Tatsache, die wir zuvor nicht wussten. So saßen wir also bei der Autovermietung und mussten zusätzlich knapp 60 ND auf den Tisch legen, damit unser Führerschein binnen weniger Minuten übersetzt werden konnte. Fakt ist: Man kann nicht vorab zu Hause selbst seinen Führerschein für die Behörden übersetzen. Dies darf nur von zugelassenen Übersetzungsbüros in Neuseeland durchgeführt werden.


Tipp 3: Die optimale Route
Da ich sowieso schon gerade vom Campervan und Führerschein spreche, dann kann ich ja auch gleich an dieser Stelle ansetzen. Wie schon erwähnt, führte unsere Reise durch Neuseeland von Nord nach Süd. Da die meisten Touristen diese "normale" Strecke wählen, haben viele Vermietstellen Probleme, ihre Fahrzeuge wieder zurück zum Ausgangspunkt zu bekommen - immerhin reist man meist One-Way. Genau aus diesem Grund bieten einige Auto- und Wohnmobilvermietungen einen entsprechenden Rabatt, wenn man genau die entgegengesetzte Route wählt. Die bessere und deutlich preiswertere Route ist demnach von Süd nach Nord.



Tipp 4: Wanderschuhe
In unserem Koffer befanden sich bereits bei der Einreise in Neuseeland natürlich auch Wanderschuhe, denn immerhin lernt man so die vielfältigen Landschaften vor Ort einfach am besten kennen. Das die Wanderschuhe jedoch bereits am Flughafen in Auckland einige Fragen aufwarfen, wussten wir vorab nicht. Nach einigen Sicherheitschecks gelangt man in Neuseeland nämlich zum Biosicherheitscheck. Dort wird man neben Waffen, illegalen Substanzen oder Lebensmitteln im Koffer auch danach gefragt, ob man bereits benutze Wanderschuhe bei sich trägt. Wenn man dies bejaht und auch nicht eindeutig sicherstellen kann, dass die Schuhe blitzblank geputzt ist, passiert das vor Ort. Ja, ihr lest richtig. Noch am Flughafen öffneten wir also unsere Koffer und kramten die Wanderschuhe hervor, die von einem freundlichen Sicherheitsbeauftragten gereinigt wurden. Erst danach konnten wir offiziell in Neuseeland einreisen.



5. Gewappnet für jedes Wetter
Neuseeland überrascht einen immer wieder. Doch nicht nur die Natur ist etwas Besonderes, auch das Wetter hat so seine Tücken. Wir reisten Mitte November bis Mitte Dezember quer durch das Land und haben so ziemlich jedes Wetter mitgenommen, was es gibt. An manchen Tagen überraschte uns sowohl der herrlichste Sonnenschein, stürmischer Wind und kurze Regenschauer gleichermaßen. Das man deshalb eine passende Wetterjacke sowie praktische Outdoorkleidung mit sich führen sollte, ist mein nächster Tipp. Mehr als einmal war ich unglaublich dankbar, dass wir unseren Campervan immer in der Nähe hatte, sodass man sich nach einem starken Regenguss problemlos auch wieder trockene Kleidung überziehen konnte.


6. Kreditkarte 
Noch vor unserer Reise entschieden wir uns dazu, jeweils eine Kreditkarte unserer Hausbank anzufordern und diese mit einem gewissen Limit auszustatten. Das sich das im nachhinein als die genau richtige Entscheidung herausstellte, zeigte sich bereits in den ersten Tagen auf der Nordinsel. Denn unsere gängige EC-Karte, die eigentlich laut verschiedener Reiseveranstalter durchaus nutzbar wäre, wurde in keinem Geschäft akzeptiert. Die Visa-Card, Mastercard und American Express konnten wir dagegen fast uneingeschränkt überall nutzen. Der Vorteil der Visa-Card liegt bei der Bargeldabhebung, denn dort mussten wir an bestimmten Automaten keine Gebühren bezahlen. Informiert euch also am besten vorab, welche Zahlungsmethode für euch die passende ist.



Tipp 7: Teleobjektiv nicht vergessen!
Vor unserer Reise ans Ende der Welt überlegte ich hin und her, ob ich mir dafür extra ein neues Objektiv anschaffe. In meinem Equipment zur Canon 6D befanden sich die Canon-Objektive 50mm/1.4 und 24-70mm/4.0. Vorab grübelte ich darüber, ob ich mir entweder noch ein ordentliches Weitwinkelobjektiv zulege oder aber ein passendes Teleobjektiv. Beides wäre absolut nicht im Budget gewesen. Letztlich konnte ich mich nicht für eine der beiden Optionen entscheiden und mit mit meiner normalen Ausstattung nach Neuseeland gereist - dass das letztlich Glück im Unglück war, sollte sich bereits am zweiten Tag auf der Nordinsel herausstellen. Dort fiel mir nämlich meine geliebte Festbrennweite aus geringer Höhe auf den Boden und hakte von da an beim Fokussieren von Objekten im geringen Abstand. Für mich war das eine absolute Katastrophe. Allein die Vorstellung, ohne meine Festbrennweite unsere Reise fortzusetzen, war für mich ein Weltuntergang. Deshalb entschied ich mich noch vor Ort ein neues Objektiv zu kaufen - wieder die 50mm-Festbrennweite, doch dieses Mal die Canon EF 50mm/1:1,2 L. So war es also ganz gut, dass ich mein Konto nicht schon vor der Reise extrem belastet hatte. Letztlich merkte ich aber sehr schnell, dass ich ein Objektiv doch sehr vermisste: Ein Teleobjektiv. In Neuseeland gibt es so viele einzigartige Tiere, die man aus der Ferne erspähen kann. So viele ungewöhnliche Augenblicke, die man zwar mit den Augen sehen kann, aber schlecht mit einer Festbrennweite oder dem maximalen Zoom von 70mm festhalten könnte. Deshalb mein letzter Tipp, um eure Reise auf Fotos optimal festzuhalten: Überlegt euch vorab genau, welche Objektive ihr mitnehmen wollt. Für mich würde das nächste Mal definitiv ein Teleobjektiv mit mindestens 200mm mitreisen, so viel steht fest. 



Und, wie hat euch der kleine erste Einblick in unsere Neuseeland gefallen? Gern möchte ich euch in den nächsten Wochen immer wieder von schönen und spannenden Momenten am Ende der Welt berichten. Auch das ein oder andere Rezept habe ich euch mitgebracht! Da ist das Fernweh vorprogrammiert, versprochen.

Bis dahin wünsche ich euch erstmal noch einen herrlichen Sonntag. Lasst es euch gut gehen.

Sonntag, 12. Februar 2017

[Blogevent Re-Create] Apfel-Cupcakes mit Vanillecreme


Gerade am Wochenende klicke ich mich liebend gern durch die kunterbunte Onlinewelt, sammle Inspirationen und lasse mich einfach von herrlichen Fotografien verzaubern. Immer wieder bleibe ich da natürlich auch bei Bloggerkollegen hängen und bin jedes Mal begeistert über die Vielfalt all der unterschiedlichen Beiträge, Rezepte und DIY-Ideen. Einer dieser Beiträge hat mich vor kurzem ganz schön in Erinnerungen schwelgen lassen. Ich habe darüber nachgedacht, wie ich überhaupt zum Bloggen gekommen bin und was sich im Laufe der Jahre hier verändert hat. Der liebe Marc von Bake to the roots hat es vorgemacht und gleichzeitig dazu aufgerufen, sein erstes Rezept oder zumindest eines der ersten Rezepte auf seinem Blog noch einmal hervorzukramen und neu zu interpretieren. Sein Blogevent "Re-Create" ist also der Auslöser für meinen heutigen Beitrag, in dem ich selbst auch einmal meine persönliche Bloggergeschichte Revue passieren lasse. 



Es ist schon ganz schön verrückt, wenn ich mir meine ersten Beiträge auf "Alles und Anderes" so anschaue. Damals legte ich neben dem Bachelorstudium einfach mit dem schreiben los und wollte meine kleinen Basteleien und Rezepte mit der Öffentlichkeit teilen. Das war im Oktober 2012. Was als eine fixe Idee entstand, ist heute fester Bestandteil meines Alltags. Mein Blog ist mittlerweile für mich nicht mehr wegzudenken und ich liebe es sehr, mich genau hier auf dieser Seite austoben zu können. Das Kochen und Backen sowie das Basteln und meine Liebe zur Fotografie finden hier einen gemeinsamen Platz. Mit jedem neuen Beitrag hat sich auf meinem Blog so einiges verändert. Zwar erkennt man beispielsweise bereits auf meinen damaligen Foodfotografien meine kleine Detailverliebtheit und dennoch muss ich wirklich schmunzeln, wenn ich mir diese genauer anschaue. 


Was habe ich mir denn dabei gedacht, als ich meine Plätzchen auf eine glatte, spiegelnde weiße Fläche setzte? Oder wieso dachte ich, dass man Fotos einer Bastelanleitung einzeln und winzig untereinander setzen muss, damit man jeden Schritt erkennen kann? Ja, genau an solchen Beispielen kann man wunderbar erkennen, dass mein Blog und auch ich eine wirklich große Entwicklung mitgemacht haben. Darauf bin ich mittlerweile wirklich stolz und gleichzeitig auch gespannt, was sich in den nächsten Jahren noch so verändern wird. 



Doch erst einmal bin ich euch ja noch ein Rezept schuldig, nicht wahr? Der heutige Titel hat es ja bereits verraten: Ich habe meine Apfel-Cupcakes für Marcs Blogevent neu abgelichtet. Dieses Rezept ist zwar nicht das erste auf meinem Blog, aber gehört zu meinen Anfängen absolut hinzu. Denn gerade Cupcakes sind die von mir am häufigsten gebackenen Küchlein und in vielen verschiedenen Varianten auf "Alles und Anderes" zu finden. Die Apfel-Cupcakes von damals waren sogar bereits kleine Stars - denn sie hatten es in eine der ersten Ausgaben vom LoveMag von DaWanda geschafft, was mich heute immer noch sehr stolz macht. Das Rezept selbst habe ich nur minimal geändert, doch der Look der kleinen Küchlein ist heute ein anderer. Wie ich sie damals in Szene gesetzt habe, zeige ich euch weiter unten im direkten Vergleich. Erst einmal geht es an die Zubereitung der leckeren Apfel-Cupcakes mit Vanillecreme-Topping.


Zutaten
2 Äpfel | 2 EL Zucker | 1/2 TL Zimt | 280 g Mehl | 150 g Zucker | 1 TL Natron | 1 Prise Salz | 1 Pkg. Vanillezucker | 1 Ei | 100 g Butter | 250 ml Buttermilch

Für das Topping
150 g Butter | 150 g Puderzucker | 75 g Frischkäse | 1 Vanilleschote

Heizt den Ofen auf 180°C vor. Schält den Apfel, entfernt das Kerngehäuse und schneidet den Rest in feine Würfel. Gebt die Apfelstückchen in eine Schüssel und vermengt sie mit 2 Esslöffel Zucker und dem 1/2 TL Zimt. Anschließend vermengt ihr Mehl, Zucker, Natron, Salz und Vanillezucker in einer Schüssel miteinander. Zerlasst die Butter und gebt sie mit dem Ei und der Buttermilch zu den restlichen Zutaten. Verrührt alle Zutaten mit dem Handrüher zu einer glatten Masse. Danach hebt ihr die Apfelstückchen unter. Verteilt den Teig auf Muffinförmchen und backt die Cupcakes 20 bis 25 Minuten bis sie goldbraun gebacken sind. Lasst sie anschließend vollständig abkühlen.
Für das Topping verrührt ihr Butter und Puderzucker zu einer glatten Masse. Rührt danach den Frischkäse und das Mark der Vanilleschote unter. Gebt die Creme in eine Spritztülle und verteilt diese auf euren Cupcakes. 


Gerade die Zubereitung meines Rezeptes für die Apfel-Cupcakes hat sich im Laufe der Zeit etwas geändert. Heute habe ich zum Beispiel nicht immer Lust das Mehl extra zu sieben, bevor ich die restlichen Zutaten hinzugebe... Bei diesem Rezept ist es auch nicht unbedingt notwendig. Es zaubert jedoch zugegebenermaßen einen noch fluffigeren Teig. 

Wer sich jetzt noch ein wenig inspirieren lassen möchte, wie man die Cupcakes noch dekorieren kann, der wirft mal einen Blick auf mein damaliges Foto der Apfel-Cupcakes. Dort hatte ich die Creme mit einem Messer auf den Cupcakes verteilt und sie schließlich mit einem Blatt aus Papier dekoriert. Schon toll zu sehen, dass sich gleiche Rezept auch optisch immer wieder neu interpretierbar lässt, nicht wahr?



So, ich klicke mich jetzt weiter durch die anderen wundervollen Beiträge zum Blogevent von Marc und bin schon gespannt auf all die anderen Entwicklungsgeschichten und Rezepte. Euch wünsche ich in jedem Fall einen herrlichen Sonntag und viel Spaß beim Nachbacken.

Sonntag, 5. Februar 2017

Zum Valentinstag: Herzige Birnen-Vanille-Pies mit Sahne


Wenn die Werbung uns wieder zum Kauf von roten Rosen und Herzchenschokolade animieren möchte, dann wird es mir ganz warm ums Herz. Nicht, dass ich besonders viel davon halte, nur an einem bestimmten Tag im Jahr meiner besseren Hälfte zu sagen, dass ich ihn liebe. Im Gegenteil. Immerhin finde ich dafür täglich einen guten Grund. Seitdem ich genau an diesem einen Tag vor nun drei Jahren gefragt wurde, ob ich den Rest meines Lebens mit meiner großen Liebe verbringen möchte, dann kribbelt es wieder  in meinem Bauch. Seit diesem einen Valentinstag ist der 14. Februar für mich eindeutig etwas Besonderes, sodass ich nicht darum herum komme, mein Herzblatt mit etwas Besonderem den Tag zu versüßen. Was könnte da besser passen als ein leckerer Pie, der mit einer ganz speziellen Geheimzutat gebacken wurde? 



Birne und Vanille sind für mich immer wieder eine köstliche Kombination. Vanilleschoten sind bei mir in der Küche immer zu finden, da ich von dem Gewürz beinahe nicht genug bekommen kann. Fast jede köstliche Speise, egal, ob Kuchen, Cupcake oder Torte, wird mit einer Prise Vanille abgeschmeckt. Es ist also kein Wunder, dass die Vanille nun schon wieder eine Hauptrolle in meinem heutigen Rezept spielt. Ein paar süße Birnen dazu und schon ist eine kleine Aufmerksamkeit zum Valentinstag so gut wie fertig. Die kleine Geheimzutat darf aber natürlich auch nicht fehlen... Was genau das ist, verrate ich euch nach dem leckeren Rezept für den Birnen-Vanille-Pie.


Zutaten (für 4 kleine Pies á 12cm)

250 g Mehl | 30 g brauner Zucker | 2 Eier | Prise Salz | 130 g Butter | 450 g Birnen | 3 EL brauner Zucker | 3 Vanilleschoten | 250 ml Sahne | 1 Pck. Vanillezucker | etwas brauner Zucker zum Bestreuen

Zunächst verknetet ihr mit den Händen Mehl, braunen Zucker, ein Ei und Butter in einer Schüssel zu einem glatten Teig. Anschließend wickelt ihr den Teig in Frischhaltefolie und stellt ihn für eine Stunde in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit wascht ihr die Birnen, entfernt dann den Strunk sowie die Kerne und schneidet den Rest in kleine Stücke. Gebt die Birnenstückchen in eine Schüssel und verrührt sie mit drei Esslöffeln braunem Zucker sowie dem Mark von zwei Vanilleschoten. Lasst die Birnen abgedeckt stehen, bis ihr den Teig aus dem Kühlschrank nehmen könnt. 
Heizt den Ofen auf 180° C vor. Fettet eure Tartelette-Förmchen dünn mit etwas Butter ein. Rollt euren Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche aus. Stecht nun mit euren Förmchen Kreise aus und legt schließlich den Teig in die Tartelette-Förmchen. Zieht ihn am Rand etwas hoch. Den restlichen Teig stellt ihr kurz zur Seite.
Füllt die Tartelette-Förmchen nun mit den Vanille-Birnen. Anschließend rollt ihr den restlichen Teig noch einmal aus und dekoriert dann nach Herzenslust eure Valentins-Pies. Dafür schneidet ihr zum Beispiel gleichmäßig lange Streifen aus dem Teig und legt ihn als Gitter auf die Tartelette-Förmchen. Stecht mit einem Ausstecher Herzen aus und legt diese ebenfalls auf den Pie. Sobald ihr alle Pies bedeckt habt, verrührt ihr etwas braunen Zucker mit dem Mark der letzten Vanilleschote und bestreut damit die Pies. Backt eure Birnen-Vanille-Pies nun etwa 25 Minuten. In der Zwischenzeit trennt ihr das zweite Ei. Bestreicht nach den 25 Minuten eure Pies mit dem Eiweiß und lasst sie weitere 5 Minuten backen.
Schlagt die Sahne gemeinsam mit dem Vanillezucker steif und serviert sie zu den noch warmen Pies.




Ihr fragt euch nun sicher, was denn nun diese Geheimzutat bei dem simplen Rezept sein soll. Nun, eigentlich ist es doch ganz einfach! Es ist die Liebe. Eine Prise Liebe in jedem Rezept, gerade zum Valentinstag, hat noch keinem Gericht geschadet - im Gegenteil. Diejenigen, die diesen süßen Pie probieren werden, haben mit Sicherheit ein Lächeln auf den Lippen. So erkennt man sofort, ob sie die Liebe herausschmecken - und das werden sie! Versprochen.


Meine kleinen Birnen-Vanille-Pies werde ich natürlich nicht nur zum Valentinstag servieren. Sie passen auch wunderbar zu einem Mädelskaffeeklatsch oder dem Kaffeetisch mit der Familie am Sonntag. 


Und, werdet ihr zum Valentinstag auch eine Kleinigkeit vorbereiten? Ich bin immer gespannt auf eure Ideen und Inspirationen zum Selbermachen. Wenn es ums Essen geht, gibt es ja bekanntlich nie genug Rezept, die man unbedingt einmal ausprobieren muss, nicht wahr?

In jedem Fall wünsche ich euch jetzt erstmal noch einen schönen Sonntag. Lasst es euch gut gehen.

Sonntag, 29. Januar 2017

[AO One-Week Cooking Challenge] Ein köstliches Wintergericht vom Grill und große Küchenpläne*

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Brr… war das mal wieder kalt in dieser Woche! Natürlich ist es gleich noch doppelt so kalt, wenn man seit der Rückkehr aus dem wohlverdienten Sommerurlaub im November immer noch keine passende Winterjacke für sich gefunden hat. Ja, da spaziert man seit mehreren Wochen mit einem Übergangsjäckchen durch die Stadt und freut sich, dass zumindest die Finger dank dicker Handschuhe schön warmgehalten werden. Dabei wurmt mich die Kälte eigentlich nicht so sehr. Weder, dass ich auf dem Nachhauseweg dadurch etwas schneller laufe als sonst, noch, dass der Erdboden durch den anhaltenden Frost immer noch so hart ist. Es ist eigentlich eher das wachsende Kribbeln in meinem Bauch, das immer dann entsteht, wenn ich an die frühlingshaften Temperaturen denke, die uns sicherlich bald heimsuchen werden.  Die Vorfreude steigt dann immens und lässt mich unweigerlich vor mich hin grinsen. Denn wenn es warm wird, dann kann man auch endlich wieder was mit dem Erdreich anfangen. Klingt logisch, nicht wahr?



Ok. Da bestimmt der ein oder andere nun diese Zeilen liest und sich fragt, warum um Himmels Willen mir auf einmal der Boden so unglaublich wichtig ist, den verrate ich heute meine Pläne für dieses Jahr. Nein, ich möchte nicht unter die Gärtner gehen. Zumindest noch nicht. Es steht etwas viel Größeres an, und zwar unser Nestbau! Ja, wir gehen unter die Häuslebauer und während ich diese Zeilen so tippe, kribbelt es schon wieder in meinem Bauch und ich muss unweigerlich an den Erdboden denken. Denn sobald der sein Einverständnis gibt, kann die Bodenplatte unseres Eigenheims gegossen werden.



Gedanklich bin ich in den letzten Wochen bereits am Einrichten unseres neuem Zuhause, dabei haben wir noch nicht mal einen Stein gelegt. Aber ein wenig träumen darf man ja wohl und genau deshalb habe ich mir auch schon so einige Gedanken gemacht – vor allem um ein Herzstück des Hauses: die Küche. Mein Problem ist nur Folgendes: Ich kann mich schlecht entscheiden. Und wenn ich mich nicht bis Ende des Jahres für DIE Küche entschieden habe, dann müssen wir im kommenden Winter wohl auf warmes Essen verzichten. Es ist doch wirklich ein seltsamer Gedanke, wenn man plötzlich den Herd und Ofen nicht mehr nutzen kann, was für uns längst im Alltag durchaus selbstverständlich ist. Doch bedeutet ein fehlender oder vielleicht auch nicht funktionierender Herd auch automatisch, dass man nun kein warmes Essen mehr zu sich nehmen kann? Genau vor diese Herausforderung hat mich AO.de* gestellt. Eine Woche ohne Herd oder Ofen – und das im Winter? Diese Vorstellung gruselte mich schon sehr, denn ich liebe es - gerade zu dieser Jahreszeit -, wenn ich am Abend nach Hause komme und mir erst einmal eine warme Suppe zaubern kann. Nicht zu vergessen ist der Sonntagsbraten…



Aber, wie ihr ja bereits an den Fotos erkennen konntet: Ich habe die Herausforderung angenommen und mir so meine Gedanken um ein leckeres Gericht gemacht, was man auch ganz leicht ohne unseren typischen Küchenhelfer zubereiten kann. Das Zauberwort heißt: Wintergrillen! Was wir im Sommer nur allzu gerne machen (und das ganz sicher auch ganz bald mit einem eigenen Kohlegrill im eigenen Garten, hach!), kommt im Winter leider viel zu kurz. Dabei ist das Grillen in der kalten Jahreszeit ebenfalls ein Genuss, den man ab und an einfach mal ausprobieren sollte. Oder eben dann, wenn der schicke Einbaubackofen den Geist aufgegeben oder man sich selbst noch nicht für die schöne neue Küche entschieden hat. Deshalb stelle ich euch auch gleich mal mein leckeres Wintergericht vom Grill vor, bevor ich wieder abschweife und über Küchenschränke nachdenke...



Zutaten (für 3 Portionen)
für die Hähnchen-Champignon-Spieße

450 g Hühnerbrustfilet | 300 g Champignons | 250 g Kirschtomaten | 5 EL Öl | 1 TL Senf | 1 TL Honig | 2 TL gemahlener Rosmarin | 1 TL gehackter Basilikum | 1 TL getrockneter Majoran | Salz, Pfeffer

Für eure Hähnchen-Spieße mariniert ihr zunächst euer Hühnerbrustfilet. Dafür wascht ihr das Fleisch ab, tupft es mit Küchenpapier trocken und schneidet es in gleichmäßig große Würfel. Für die Marinade verrührt ihr Öl, Senf, Honig und die Kräuter zu einer homogenen Masse und schmeckt es mit Salz und Pfeffer ab. Gebt das Fleisch gemeinsam mit der Marinade in eine Schüssel, vermengt alles gut miteinander und stellt es abgedeckt für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. 
Anschließend putzt ihr die Champignons und wascht die Kirschtomaten. Spießt nun zunächst Champignons, Hähnchenwürfel, Tomate und noch einmal Hähnchenwürfel auf einen Schaschlikspieß und wiederholt den Vorgang für weitere sieben Mal, bis Fleisch und Gemüse aufgebraucht sind. Bestreicht dann Champignons und Tomaten mit der restlichen Marinade. Danach grillt ihr die Spieße auf dem Grillrost von allen Seiten, bis das Fleisch goldbraun gebraten ist. 

Zutaten (für 3 Portionen)
für die Süßkartoffeln vom Grill mit Kräuterquark-Dip

600 g Süßkartoffeln | 3-4 EL Sonnenblumenöl | 1 TL Paprikapulver | 5 Zweige Rosmarin | Pfeffer | grobes Meersalz | 200 g Magerquark | 2-3 EL Mineralwasser | Salz, Pfeffer | 1 Knoblauchzehe | 1 TL gehackter Schnittlauch | 1 TL gehackte Petersilie

Schält die Süßkartoffeln und wascht sie kurz ab. Schneidet die Kartoffeln in Scheiben und legt sie in eine flache Auflaufform. Vermengt Öl mit Paprikapulver, den Rosmarinnadeln, Pfeffer und Meersalz je nach Geschmack und bestreicht damit die Süßkartoffelscheiben. Lasst die Marinade mindestens eine Stunde ziehen. Anschließend grillt ihr die Süßkartoffeln von jeder Seite etwa 6 - 8 Minuten, bis sie weich sind.
Für den Kräuterquark-Dip vermengt ihr den Magerquark gemeinsam mit dem Mineralwasser sowie Knoblauch und den Kräutern. Schmeckt ihn mit Salz und Pfeffer ab und serviert ihn zu den Süßkartoffeln vom Grill. 



Zutaten (für 3 Portionen)
für den Wintersalat mit Granatapfel und Honig-Orangen-Dressing

150 g Feldsalat | 1 Granatapfel | 2 Orangen | 3 EL Öl | 1 EL Wasser | 1 TL Honig | Salz, Pfeffer, getrockneter Basilikum

Wascht den Salat und schüttelt ihn trocken. Entfernt den Strunk des Granatapfels und schneidet anschließend mehrmals von oben nach unten in die Granatapfelschale. Brecht anschließend den Granatapfel auseinander und fangt die Kerne in einer kleinen Schale auf. Filetiert 1 1/2 Orangen und stellt die Orangenscheiben beiseite. Für den Dressing presst ihr nun die letzte Orangenhälfte aus und vermengt 2 Esslöffel Orangensaft mit Öl, Wasser, Honig sowie Salz, Pfeffer und dem getrockneten Basilikum. Serviert den Salat mit Orangenfilets und Granatapfelkernen zu euren Hähnchenspießen und Süßkaroffeln vom Grill. 



Die leckere Salat-Variante habe ich mir übrigens bei meiner lieben Freundin Tina bei unserem tollen Neujahrsdinner in der vergangenen Woche abgeschaut. Die süß-säuerliche Kombination passt einfach perfekt zu den gut gewürzten Spießen und verleiht meinem Wintergericht vom Grill eine besondere Note. Nach dem Experiment ein Gericht zu zaubern, ohne auch nur an Herd oder Ofen zu denken, sind mir übrigens noch viele weitere Varianten eingefallen, die man noch so auf den Grill zaubern kann. Auch Suppen oder Nachspeisen lassen sich damit wunderbar zubereiten - man probiert es einfach viel zu wenig aus.



Ich denke, falls ich mich wirklich nicht bis Ende des Jahres für unsere Traumküche entschieden habe, könnt ihr euch noch auf so einige weitere leckere Gerichte vom Grill freuen. Bis dahin stöbere ich aber lieber schnell mal bei AO.de ein wenig - denn dort kann ich mich zumindest auch schon mal bezüglich der passenden Geräte-Auswahl für unsere Küche inspirieren lassen. So schön das Grillen auch ist: So ein Dampfgarer ist bestimmt auch was Feines... Oder was meint ihr? 

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was ihr von meinem Grillrezept haltet und ob diese Zubereitungsvariante im Winter auch eine Alternative für euch wäre, wenn Ofen und Herd den Geist aufgeben (oder noch nicht vorhanden sind...). Habt einen gemütlichen Sonntag und lasst es euch gut gehen.


* Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit AO im Rahmen der "One-Week-Challenge" entstanden. Die Idee zum Beitrag sowie Konzept und Umsetzung stammen von mir. Vielen Dank für diese schöne Herausforderung!